Monatsarchiv für Mai 2006

You only live twice …

Donnerstag, den 25. Mai 2006

Gerade kommt bei RTL Aktuell ein Beitrag darüber, dass Männer ab dem 40. Lebensjahr massiv abbauen, dick und schlapp werden und generell mehr Probleme haben als gleichaltrige Frauen. Besonders schön fand ich folgende Aussage:

[Männer] ... sterben auch doppelt so oft wie Frauen.

Ich persönlich habe ja die Hoffnung, dass ich nur genauso oft sterben werde wie jede Frau auch: genau einmal.

Dieser Beitrag bei RTL Aktuell hat mich in meiner Gewohnheit bestärkt, diese Sendung als Prolo News zu bezeichnen. Wer bei RTL eine gute Nachrichtensendung sehen möchte, der muss offenbar nach wie vor auf das Nachtjournal warten …

Informationsentnahme ohne Narkose …

Dienstag, den 23. Mai 2006

Heute morgen auf der Fahrt zur Arbeit habe ich wie üblich BR 5 gehört, um die Zeit sinnvoll zu nutzen. Bei der Frage, ob Ursula Engelen-Käfer zu einer Kampfkandidatur um die Vizepräsidentschaft im DGB antritt, war da Folgendes zu hören:

[...] Ob sie antritt oder nicht, weiß man noch nicht genau, sie ist aber dazu bereit, dass haben wir ihr entnommen.

Mich würde interessieren, ob bei dieser Entnahme wenigstens lokal betäubt wurde …

heise online - Bundesrat rügt Regierung bei der Urheberrechtsnovelle scharf

Freitag, den 19. Mai 2006

Die Bundesregierung hat den so genannten zweiten Korb der Urheberrechtsnovelle auf den Weg gebracht und damit leider unter Beweis gestellt, dass gut gemeint das Gegenteil von gut ist.

Denn statt für einen tatsächlichen Interessenausgleich zwischen Kreativen und Konsumenten zu suchen, stärkt das neue Urheberrecht einseitig und ohne Not die Position der Rechteverwerter—die letztlich nichts zur Schaffung neuen Intellectual Properties (also geistigen Eigentums oder neuer Werke) beiträgt, sondern in einer einem Monopol gleichkommenden Position aus der Arbeit anderer enorme Gewinne erzielen.

Lauter glückliche Kinder

Mittwoch, den 17. Mai 2006

Zugegeben, die Überschrift ist nicht so toll, aber was tut man nicht alles, um einen Artikel nicht mit Völlig idiotischer Schwachsinn überschreiben zu müssen …

Vor ca. zwei Wochen hat das Bundeskabinett die Einführung des Elterngeldes inkl. zweier so genannter Vätermonate beschlossen. Rekapitulieren wir: Bleibt nach der Geburt eines Kindes ein Elternteil zu Hause und verzichtet zumindest zeitweise auf die eigene Berufstätigkeit, so zahlt Vater Staat 67% des letzten Nettoeinkommens (aber maximal € 1.800) Elterngeld. Diese Zahlung ist auf zwölf Monate begrenzt, kann aber um bis zu zwei Monate ausgedehnt werden, wenn auch das andere Elternteil mindestens zwei Monate zuhause bleibt. Diese Idee stammt von Bundesfamilienursula von der Leyen und hat sich nun offenbar auch gegen Widerstände in den eigenen Reihen durchsetzen können.

Achtjähriges Gymnasium: Verfassungsgerichtshof kippt Klage gegen G8

Mittwoch, den 17. Mai 2006

Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat heute in einer Entscheidung die Klage eines Vaters gegen das achtjährige Gymnasium in Bayern abgelehnt. Angesichts der teilweise hahnebüchenen Argumentation des Klägers blieb da wohl auch nichts anderes übrig.

Man stelle sich einmal vor: Der Vater sagt, seine Kinder seien durch die Schule und den Nachmittagsunterricht völlig überfordert, und es würde in das Erziehungsrecht der Eltern eingegriffen. Zudem würde der Stoff …

[...] in einer Geschwindigkeit durchgezogen, dass einem Hören und Sehen vergeht.

Da bleibt mir als Beobachter doch glatt die Spucke weg:

Den Doktor sehen kostet aber was …

Freitag, den 5. Mai 2006

Endlich macht die Regierung in der Gesundheitspolitik mal einen Schritt in die richtige Richtung. Nach einem Bericht über höhere Praxisgebühren bei SPIEGEL ONLINE soll künftig ein Besuch bei Onkel Doktor prinzipiell fünf Euro kosten. Das dürfte den Ansturm auf manche Arztpraxis ein wenig reduzieren – und die Kosten für die Krankenkassen und damit für die Versicherten senken.