Al Gore und die Klimaerwärmung
Nachdem Al Gore ja bereits das Internet erfunden hat, beglückt er uns jetzt mit einem Film (“An Unconvenient Truth”) zum Thema Klimaerwärmung. Der Film läuft bereits seit einiger Zeit in den USA, und dort auch nur in einigen ausgewählten Städten (“select cities”). Spiegel Online berichtet nun über eine Vorführung dieses Films vor eingeladenen Wissenschaftlern, die sich mit dem Thema Klimaveränderung befassen—und der Film fand ein durchaus positives Echo, wenn auch einzelne Kleinigkeiten bemängelt wurden.
Es überrascht mich nicht sonderlich, dass ein Film, der das keineswegs als existent gesicherte Phänomen des Klimaerwärmung als Tatsache hinstellt, von Wissenschaftlern, deren Lebensinhalt exakt dieses Phänomen ist, als gelungen bezeichnet wird. Man kann auch Fragen, ob man sich bei einem solchen noch ungeklärten Thema nicht auch ein kritischeres Publikum hätte suchen sollen oder sogar müssen. Was mich aber bei dem Artikel in Spiegel Online ein bisschen ärgert, ist das völlige Fehlen eines HInweises darauf, dass der Film bei Weitem nicht so unumstritten ist, wie es einem beim Lesen vorkommt.
Tatsächlich gibt es eine Reihe von Argumenten, die sowohl gegen den Film, die in ihm dargestellten angeblichen Fakten als auch gegen die Existenz einer menschenverursachten Klimaveränderung sprechen. Und selbst wenn es eine solche Veränderung gibt: Man kann einfach nicht sagen, was die Folgen sein werden, schließlich hat keiner der Wissenschaftler eine Zeitmaschine und hat sich von den potentiellen Folgen selbst überzeugt.
Vielmehr leiten diese Wissenschaftler (in Deutschland an prominentester Stelle wohl Mojib Latif) ihre Vorhersagen aus mathematischen Modellen ab, mit denen sie mögliche Entwicklungen des Klimas durchrechnen. Da nun das Klima—wie jeder dieser Wissenschaftler sofort bestätigen würde—ein so genanntes Chaotisches System ist, können kleinste Unterschiede (bzw. Messfehler) bei den Eingabedaten zu drastisch anderen Ergebnissen führen. Aus unserer Erfahrungswelt sind wir gewohnt, dass sich kleinere Änderungen in einer Ausgangssituation nur unbedeutend auf das Ergebnis auswirken. Ob ich beim Kochen nun exakt 10g Salz verwende oder doch ein paar hundertsel Gramm mehr, spielt absolut keine Rolle. In chaotischen Systemen können aber exakt solche kleinen Änderungen extremst auf das Ergebnis auswirken und machen damit Aussagen, die auf der Simulation eines chaotischen Systems beruhen, ziemlich unsinnig.
Weitere formale und systematische Mängel des Films von Al Gore im Speziellen und der Klimapessimisten im Allgemeinen lassen sich in Tom Harris: Scientists respond to Gore’s warnings of climate catastrophe bei Canada Free Press nachlesen. Die Lektüre dieses Artikels kann ich nur jedem wärmstens ans Herz legen, möchte aber eine Äußerung über Al Gore aus diesem Artikel zitieren:
The man is an embarrassment to US science and its many fine practitioners, a lot of whom know (but feel unable to state publicly) that his propaganda crusade is mostly based on junk science.
Ich will nicht bestreiten, dass wir als Menschheit unserem Planeten sehr viel zumuten, und ich will auch eine Klimaveränderung nicht ausschließen—aber so, wie dort bislang Forschung betrieben und danach dann schon fast reißerisch argumentiert wird, das ist keine Wissenschaft, sondern Polemik.
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Tags: Al Gore, CO2, Klima, Klimakatastrophe, Klimawandel








Am 7. November 2006 um 18:32 Uhr
[...] ... offenbart – ohne sich um wissenschaftliche Präzision zu kümmern – derzeit nicht nur Al Gore. Nein, auch für die Türkei wird es langsam immer enger, was ihre Ambitionen für einen EU-Beitritt angeht. [...]
Am 21. November 2006 um 01:02 Uhr
[...] Das Klima ist ein komplexes System, wie ich bereits schon einmal geschrieben habe, als es um Al Gore und seinen vermurksten Film ging. Und komplexe Systeme haben es so an sich, dass sie sich auch mit größter Rechenpower nicht oder nur höchst unvollständig simulieren lassen. Und nur auf solchen Simulationen der künftigen Klimaentwicklung fußt die ganze aktuelle Panikmache vor der Klimaerwärmung. [...]
Am 26. Dezember 2008 um 12:09 Uhr
Ich habe die DVD gesehen.
Ich fand den Film nicht reisererisch.
Gore appelliert dass man sich Gedanken machen sollte und er kritisiert das Verhalten der USA hinsichtlich Nichtunterstützung Klimaschiutz. Und Gore bringt ja anfänglich viele Fakten und erst am Ende Prognosen
Jochen
Am 26. Dezember 2008 um 13:49 Uhr
Nun ja, wie soll man es denn nennen, wenn der Autor mit unseriösen und widerlegten Daten um sich wirft, wenn er den meterweisen Anstieg der Weltmeere prophezeit, obwohl es sich eher nur um einige Dutzend Zentimeter handeln wird, wenn er den normalen Anblick kalbender Gletscher als Anzeichen einer Katastrophe deutet?
Wie soll ich bewerten, dass Al Gore in seinem Haus mehr Energie verbraucht als zehn europäische Durchschnittsfamilien und immer noch vier- bis fünfmal mehr Energie als einer seiner amerikanischen Landsleute, gleichzeitig aber zum Energiesparen aufruft?
Unabhängig davon, ob der Klimawandel nun Realität ist oder nicht, ob er von den Medien aufgebauscht wird oder nicht: Al Gore betätigt sich in einer etwas unappetitlichen Art und Weise.
Aber wer möchte ihm das verdenken, angesichts der Tatsache, dass er nicht unbeträchtliche Teile seines nicht unbeträchtlichen Vermögens in den »grünen Wandel« inverstiert hat und nun natürlich auch auf diesem Wege für ordentliche Rendite sorgen möchte?
Am 26. Dezember 2008 um 17:51 Uhr
Hängen geblieben sind bei mir:
Ansteigen der mittleren globalen Temperatur
Ansteigen des CO2 Anteils.
@Martin
Kannst Du mir eine seriöse Quelle nennen wo die unseriösen und widerlegten Daten dargelegt sind.
Ich möchte mich da schon mal mit intensiver beschäftigen.
Jochen