Monatsarchiv für Juli 2006

Back online …

Sonntag, den 30. Juli 2006

... kann ich jetzt vermelden.

Ich habe meinen alten Server dem Orkus überlassen, nachdem ich dort doch recht sträflich schlechten Kundensupport vom Rechenzentrum erhalten habe, nachdem mir die Techniker dort den MBR zerschossen hatten.

Mein neuer Server steht bei Hetzner in Nürnberg: AMD 64 3700+, 1 GB DDR-400, 2×160GB Platte, unbegrenzter Traffic. Gerade die beiden letzten Punkte sind sehr interessant, da ich auch einige Open Source Seiten spiegele und dafür gerne Platz und Bandbreite zur Verfügung habe.

Die Zeit der Stille hier im Blog ist damit also vorbei – stay tuned … :-D

Meine Nerven …

Montag, den 17. Juli 2006

... liegen wieder einmal blank. Das Rechenzentrum, in dem ich bisher meinen Server stehen hatte, hat es doch tatsächlich geschafft, durch eine fehlerhafte Einstellung im Rescue System den MBR meines Systems zu killen. Partitionierung war nach da, genauso wie verstümmelte Reste des Bootloaders GRUB.

Ich hatte mich erst nur gewundert, dass das System nach einem Reboot nicht wieder hochkam – und hatte schon alles im Kopf durchgegangen, was es sein könnte. Also: Rescue System booten und nachschauen. Und was sehe ich: Im MBR stehen nicht nur die Überbleibsel des GRUB-Codes, sondern auch LILO-Code! Wo kommt denn der her? Ich habe doch gar kein LILO-Executable auf meinem System …?

Die wahren Zustände in Gaza …

Mittwoch, den 12. Juli 2006

... werden sehr treffend in einem einem Artikel (Humanitäre Krise in Hamastan?) bei den bissigen Liberalen ohne Gnade beschrieben.

Keine Rede davon, dass

  • die IDF reihenweise Zivilisten töten,
  • die Grenzübergänge geschlossen wären oder
  • Israel palästinensischen Verletzten und Kranken die Behandlung in israelischen Kliniken verwehrt, wobei hier auch einmal zu fragen wäre, warum es die Palästinenser mit hunderten von Millionen Euro aus der EU nicht geschafft haben, eine eigene erstklassige medizinische Versorgung einzurichten.

    Stattdessen erfährt man u.a., dass es die Hamas selbst ist, die ihre Bürger leiden lässt, z.B. dadurch, dass humanitäre Hilfe für die Palästinenser in Form von Nahrung, Wasser, Medikamenten abgelehnt wird.

Schützt den Täter!

Mittwoch, den 12. Juli 2006

Immer mehr Quellen berichten darüber, dass es nicht nur ein Disziplinarverfahren gegen Zinedine Zidane wegen dessen Kopfstoß gegen den italienischen Spieler Materazzi im Endspiel der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 geben wird, sondern auch ein Verfahren gegen Materazzi selbst wegen der vermuteten (und wahrscheinlich auch tatsächlich vorgefallenen) Beleidigung.

In letzter Konsequenz könnte dies sogar dazu führen, dass die FIFA der italienischen Mannschaft bei der WM errungenen Titel wieder aberkennt. Immerhin hat sich die FIFA im März 2006 neue Disziplinar-Richtlinien gegeben. In denen heißt es u.a.:

Was erlauben Zidane?

Dienstag, den 11. Juli 2006

Ja, was hat er sich denn da erlaubt, unser guter alter Zizou? Statt sich unsterblich zu machen und für immer in die Rumeshalle des Weltfußballs einzuziehen, hat sich Zinedine Zidane durch seinen Kopfstoß gegen Materazzi wohl seiner Lorbeeren beraubt. Und es scheint, dass dies eine eher typische Aktion für diesen großen Spieler war.

Bereits als Jugendlicher fiel Zidane immer wieder dadurch auf, dass er auf dem Spielfeld den Vorteil nicht nur mit fairen Mitteln suchte. In einigen Berichten (z.B. bei SPON) wird erwähnt, er sei damals in jedem dritten Spiel wegen Tätlichkeiten vom Platz geflogen. Eine sich selbst auferlegte “Therapie” bestand dann im Schrubben der Toiletten im Vereinsheim – und wer die hygienischen Verhältnisse (halb-) öffentlicher Toiletten in Süd-Frankreich kennt, der weiß, dass das keineswegs ein Zuckerschlecken war … :-D

Die SPD lernt: Multikulti geht nicht ohne Integration

Dienstag, den 11. Juli 2006

Jahrelang hatte sich die SPD den Standpunkt der Grünen zu eigen gemacht und alles fremdländische als bereichernd empfunden. Inzwischen merken auch die Genossen, dass die Duldung von Parallelgesellschaften im eigenen Lande wohl doch nicht das Wahre ist.

Gestern nun hat sich die deutsche Sozialdemokratie neue Leitlinien zur Ausländerpolitik gegeben, in der so ungeheure Konzepte wie etwa die Forderung nach Deutschkenntnissen bereits bei der Einschulung und nach weiterer Kooperation einwanderungswilliger Ausländer erörtert werden.

Do the Zidane …

Montag, den 10. Juli 2006

A German Blog called Spreeblick invented a new German idiom: “sich zum Zidane machen” which translates loosely to “do the Zidane”.

An entry in a dictionary might look like the following lines.

do the Zidane – to commit something utterly stupid, literally ten minutes before being elevated to eternal national stardom, for no good reason. See: Twilight of the Gods

Note: Normally, this is a German blog, but this calls for some internationalilty.

Sich zum Zidane machen …

Montag, den 10. Juli 2006

Spreeblick lenkt die Aufmerksamkeit auf eine nette neue Wortschöpfung :

sich zum Zidane machen – buchstäblich zehn Minuten, bevor man zum unsterblichen Nationalhelden aufsteigt, aus nicht nachvollziehbaren Gründen eine unglaubliche Dummheit begehen. Siehe auch: Götterdämmerung.

Galileo: Europas Navigationssystem geknackt

Montag, den 10. Juli 2006

Das Crypto-Verfahren, mit dem die Daten des europäischen satelliten-gestützten Navigationssystems Galileo vor nichtzahlenden unberechtigten Nutzern geschützt werden sollte, ist offenbar gebrochen worden. Wie slashdot und Newswise berichten, gelang es Mitarbeitern des Global Positioning System (GPS) Laboratory der Cornell University, den Pseudo-Zufallszahlengenerator (_pseudo random number generator_, PRNG) des Systems zu analysieren und seine Zahlenfolge vorhersagbar zu machen.

Damit steht die unentgeltliche Nutzung von Galileo jedermann offen – ein schwerer Schlag gegen das Geschäftsmodell von Galileo, das sich – anders als das amerikanische Gegenstück GPS – nicht auf eine vom Militär in Europa getragene Finanzierung stützen kann, sondern bewusst ein ziviles System sein sollte.

Gnucash Version 2.0 ist fertig

Montag, den 10. Juli 2006

Wie unter anderem Heise berichtet, ist Version 2.0 der freien Finanzverwaltungssoftware Gnucash fertiggestellt worden und steht unter www.gnucash.org zum Download bereit. Allerdings ist die Website zur Zeit nur schlecht zu erreichen: Das ist wohl der Effekt, wenn man gleichzeitig geheist, gegolemt und demnächst wohl auch noch geslashdotted wird … :-D