Monatsarchiv für Juli 2006

Studiengebühren und so …

Sonntag, den 9. Juli 2006

Statler & Waldorf haben einen ganz exquisiten Blogpost über den Sinn und Unsinn von privaten Universitäten, Studiengebühren und das derzeitige Konsumverhalten von Studierenden verfasst.

Fazit: Schluss mit der staatlichen Finanzierung von Universitäten, dafür muss ein Studium aber auch leistungsgerecht bezahlt werden. Also nicht nur 300 Euro pro Semester, sondern eher in der Größenordnung einiger Zehntausend Euro für das Studium. Das ist auch nicht sozial ungerecht: Wer sich die Gebühren nicht leisten kann, zahlt hinterher für einige Jahre einen bestimmen Teil seines Einkommens an seine Alma Mater – und dieses Einkommen dürfte aufgrund einer guten Ausbildung ohnehin deutlich höher sein als ohne ein Studium.

Wie schieße ich mir selbst ins Bein?

Freitag, den 7. Juli 2006

Untertitel für diesen Blogpost könnte sein: “Ein Workshop für Politiker der SPD”. Denn was da zur Zeit aus den Reihen der alterwürdigen deutschen Sozialdemokratie zu hören ist, kann nur als Versuch verstanden werden, sich in eine möglichst schlechte Ausgangslage für die nächsten Wahlen bringen zu wollen.

Denn nicht nur vereinzelt machen sich SPD-Abgeordnete und -Funktionäre Luft, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorwerfen, beim Kompromiss über die Gesundheitsreform eine Abmachung gebrochen zu haben, nach der zukünftig mehr Steuermittel ins marode System der gesetzlichen Krankenkassen zu pumpen seien.

The Empire Strikes Beck

Dienstag, den 4. Juli 2006

Kurt Beck (SPD), der kuschelige Problembär aus Rheinland-Pfalz, schlägt nun doch noch härter zurück als bislang schon bekannt. Dem Satire-Magazin Titanic ließ er zunächst nur die weitere Auslieferung der aktuellen Ausgabe unterbinden, weil er sich durch die Titelzeile “Problembär außer Rand und Band: Knallt die Bestie ab!” beleidigt sah.

Unter vernunftbegabten, humorvollen und vor allen Dingen souveränen Menschen wäre damit ein Schlussstrich unter die Sache gezogen worden. Nicht aber für Kurt Beck: Dieser ließ jetzt der Titanic auch noch verbieten, das Titelbild auf der Website des Magazins zu zeigen:

Problemkurt

Dienstag, den 4. Juli 2006

Es geht also nicht nur mir so, dass ich den neuen SPD-Vorsitzenden Kurt Beck für einen eher bräsigen Zeitgenossen halte. Auch andere scheinen diese Meinung zu teilen. In einer der letzten Ausgaben hatte bereits der Spiegel über eine Reise von Kurt Beck durch das von ihm regierte Rheinland-Pfalz berichtet , insbesondere auch darüber, dass Kurt Beck sich mit aus Steuermitteln finanzierten Geschenken – mal hier ein neuer Feuerwehrwagen, mal dort irgendetwas anderes in dieser Größenordnung – bei den Leuten beliebt macht; ein eindeutiger Fall von Steuermissbrauch.

Warum DRM nicht funktionieren kann …

Montag, den 3. Juli 2006

Ein sehr guter Blogpost von Yariv befasst sich mit den Gründen, weshalb DRM nicht funktionieren kann . Und er sieht das ganz richtig:

This knowledge came to my mind even without having spent $120,000 for a MBA from a top school. It’s called common sense.

Vielleicht sollte mal bei einigen Rechteverwertern anklopfen und nachprüfen, wie viel common sense diese in Bezug auf DRM (Digital Restriction Management) so aufweisen. Meine Prognose: nahezu gar keinen.

Slashdot | Pearl Jam Releases Video Under Creative Commons

Montag, den 3. Juli 2006

Mit Pearl Jam hat erstmals eine wirklich bekannte Band ein bei einem Major Label produziertes Musikvideo unter einer Creative Commons License (CC, Subtyp: Attribution Non-commercial No Derivatives) veröffentlicht, konnte man bei Slashdot nachlesen. Fans können das Video also frei kopieren, solange sie es nicht kommerziell nutzen. Leider hat Pearl Jam darauf verzichtet, statt der No Derivatives-Variante der CC die Share Alike-Variante zu wählen: Dann nämlich hätte das Video auch als Ausgangspunkt für neue Werke dienen können, so ist das Verändern bzw. das Veröffentlichen von Veränderungen nicht gestattet.

Subvention? Nix da!

Montag, den 3. Juli 2006

Jetzt ist es endlich soweit, die vom alten Auto-Kanzler Gerhard Schröder zugesagte Subventionierung für den Einbau von Partikelfiltern in dieselbetriebene PKW wird wohl fallen, so ist es zumindest einem Artikel bei Spiegel Online zu entnehmen.

Und das ist gut so.

Denn wer schon ein Auto kauft, dass mit steuerermäßigtem Treibstoff betrieben wird – ohne dass es dafür einen rationalen Grund gibt – , und der gleichzeitig mit diesem Fahrzeug krebserregende und naturschädliche Feinststäube in die Umwelt pustet, der sollte die Umrüstung auf einen gerade noch akzeptablen Standard auch aus eigener Tasche bezahlen. Schließlich spart ein Diesel-Fahrer jedes Mal an der Tankstelle Steuern, die er dann doch sehr schön für einen Partikelfilter investieren kann.

Impressum

Montag, den 3. Juli 2006

Martin Eisenhardt
Kunigundenstr. 23 H
91207 Lauf an der Pegnitz

eMail: martin(dot)eisenhardt(at)mneisen(dot)org

Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 10 Absatz 3 MDStV:
Martin Eisenhardt (Anschrift wie oben)

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Unappetitliches aus Italien

Montag, den 3. Juli 2006

Wie einer meiner Kollegen ganz richtig sagte: Italien hatte die große Chance, den Betrugsskandal im italienischen Profifußball, zu dem so gut wie jeder Club der ersten Liga gehörte, vergessen zu machen, aber sie haben diese Chance nicht genutzt. Stattdessen versucht man nun wieder, ein Fußballspiel außerhalb des Platzes zu entscheiden. Und das ist aus mehreren Gründen unappetitlich.

Speaking words of wisdom …

Samstag, den 1. Juli 2006

Gerade zeigt ProSieben Dieter Nuhrs Live-Programm Nuhr vom Feinsten, und da fallen zwei Zitate doch besonders auf (vor allem auch, weil sie direkt hintereinander kommen):

Das wird ja häufig falsch verstanden: In einer Demokratie darf man eine Meinung haben, man muss aber nicht.

und

Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten!

Wenn sich doch einmal mehr Menschen in Deutschland an diese beiden Weisheiten halten würden …