Al Qaeda ändert die Strategie

Oder doch nicht?

Die bissigen Liberalen haben eine interessante Erkenntnis bei FAZ.net gefunden, und wir müssen überrascht Folgendes lesen:

Die Proteste in der islamischen Welt dauerten auch am Montag noch an, nachdem der Papst am Sonntag sein Bedauern darüber geäußert hatte, daß sich gläubige Muslime durch die Rede über das Verhältnis von Gewalt und Religion verletzt fühlten. Die Terrororganisation Al Qaida im Irak drohte am Montag mit einem heiligen Krieg, bis der Islam die Weltherrschaft erlangt habe. Auf einer islamistischen Webseite, die der Organisation zugeschrieben wird, heißt es in einer Erklärung, nach einem Sieg des Islam im Dschihad werde es für die Unterlegenen nur die Möglichkeit geben, zum Islam überzutreten oder „mit dem Schwert getötet zu werden“.

Irgendwie war ich auch vor der Vorlesung des ehemaligen Professors Josef Ratzinger an seiner alten Wirkungsstätte, der Universität Regensburg, schon davon ausgegangen, dass Al Qaeda die westliche Zivilisation mit Gewalt zum Islam bekehren oder aber vernichten wollte. Und wer kann schon sagen, was den Islamisten da lieber wäre?

Offenbar ist das aber alles auf eine eventuell leicht islamkritische Vorlesung zurückzuführen und nicht eine notwendige Folge einer hasserfüllten. demokratie- und freiheitsfeindlichen Ideologie, die von völlig verblendeten und in der (schon mehreren Jahrhunderte hinter uns liegenden) Vergangenheit “Religions”-Führern.

Der Westen und das Christentum tragen aber auch wirklich an allem die Schuld.

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2 Reaktionen zu “Al Qaeda ändert die Strategie”

  1. David

    “Der Westen und das Christentum tragen aber auch wirklich an allem die Schuld.”

    Sehr richtig! Wenn Du nur an dieser Erkenntnis festhälst, standhaft bleibst und Dich durch keine Beobachtung, keine Überlegung und kein Argument davon abbringen läßt, dann kannst Du es weit bringen.

    Auch das ist schließlich eine Form des Glaubens. Nur wo die Vernunft bleibt, das wäre noch zu kären.

  2. Martin Eisenhardt

    Vorsicht David: Papst Benedikt hat sich doch gerade die Finger verbrannt, als er herausstellte, dass

    • der christliche Gott den Gläubigen Vernunft zugesteht und auch sein eigenes Handeln auf den Verstand gründet, während
    • der islamische Gott sein Handeln vor den Gläubigen nicht erklärt oder diesen auf intellektueller Basis zugänglich macht.

      Und dafür wurde er von vernünftigen und Gewalt ablehnenden Moslems gleich zu einer Diskussion aufgefordert … :-)

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