Google an YouTube interessiert
Google interessiert sich augenscheinlich um das Community-Portal YouTube, auf dem Nutzer eigene Inhalte (insb. Videos) bereitstellen können. Im Gespräch ist ein Kaufpreis von 1,6 Milliarden US-Dollar.
YouTube ist so etwas wie die killer application für das Web 2.0 (uiih, das böse, inhaltsleere Wort), da es jedem Websurfer erlaubt, nicht nur zu konsumieren, sondern auch selbst Inhalte für andere zugänglich zu machen. Bei Golem erfahren wir:
Nach einer Studie von des Marktforschungsunternehmens Hitwise kann YouTube 46 Prozent Besuche der US-amerikanischen Nutzer auf Online-Videosites für sich reklamieren. Einen Marktanteil von 21 Prozent erreicht MySpace.com und Google Video nur 11 Prozent. Microsoft erzielt mit dem Soapbox-Service nur 7 Prozent Reichweite.
Das erinnert mich dann an das alte Sprichwort:
If you can’t beat them – join them!
Nur müsste das in Googles Fall wohl abgewandelt werden in:
If you can’t beat them – buy them!
Diese Strategie wird von vielen großen Firmen gerne angewendet, um sich innovativer, kleinerer Wettbewerber zu entledigen. Und nach dem Kauf hat man dann immer noch die Wahl:
- Integriere ich die mit der Firma gekaufte Technologie in meine Plattform, biete ich also meinem Kunden einen durch diesen merger möglich gewordenen Mehrwert (aufwendige Möglichkeit) oder
- wickle ich die gekaufte Firma still und leise ab und sichere mir dabei vielleicht noch die hellsten Köpfe aus dem Laden (the easy, sleazy way, wird häufig vorgezogen).
Falls Google also tatsächlich YouTube kauft, dann bin ich gespannt, welche der beiden Möglichkeiten Google wählt.
Nachtrag (10.10.2006 8:45 CEST): Google hat YouTube gekauft.
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Tags: Google








Am 10. Oktober 2006 um 09:14 Uhr
Kann es sein oder kommt es mir nur so vor, dass Google ein Medien-Monopol aufbauen will?
Auf EuroNews habe ich kürzlich (also gestern am 9. Oktober 2006) erfahren, dass der Europäer so langsam Angst hat und im Bereich Mediendigitalisierung besser sein will als Google; alles natürlich von der EU und ihren Mitgliedern finanziert. Allerdings scheint ein andere Grund dafür vorgeschoben zu werden; man befürchtet, dass dabei Europäische Kultur verloren geht und möchte das nicht Google überlassen (ist ja eine amerikanische Firma).
Am 10. Oktober 2006 um 10:36 Uhr
Nach dieser Meldung mit dem Aufkauf durch Google ist es um so schöner, dass es noch eineeuropäische Video-Community gibt, die NICHT abhängig ist von solchen Deals.
===> http://www.videotube.eu
Am 15. Oktober 2006 um 02:32 Uhr
Google hat YouTube billig gekauft
Gerüchte gab es viele und aus diesen wurden ganz schnell Ernst. Der Internetsuchmaschienen-Betreiber Google hat für 1,65 Milliarden US-Dollar in Aktien den Videodienst YouTube übernommen. In Googles achtjähriger Firmengeschichte ist…