Monatsarchiv für November 2006

Cloudspotting I

Sonntag, den 26. November 2006

Was der Herr Statler kann, das kann ich auch … :-D

Himmel über Bamberg, 07. November 2006, 17:00 CET

Steuern, Gerechtigkeit und Bürokratie

Sonntag, den 26. November 2006

Mit dem Finanzamt Hersbruck hatte ich ausgehandelt, dass ich meine Einkommenssteuererklärung für 2005 statt bis zum 31. Mai 2006 bis zum 30. November 2006 abzugeben habe. Die »normal verlängerte Frist« bis zum 30.09.2006 konnte ich leider nicht einhalten, da ich mir aus dem Sommerurlaub ein kleines Andenken mitgebracht hatte.

Wie das bei mir (und vermutlich auch bei vielen anderen) leider immer wieder passiert, habe ich mit dem Erstellen der Steuererklärung bis zum letzten Wochenende vor der Deadline gewartet – also war heute der Tag vor allem fiskalischen Themen gewidmet.

StudiVZ ist die Nummer 1

Sonntag, den 26. November 2006

Das Studentenportal StudiVZ, das in der letzten Zeit wegen des manchmal etwas sonderbaren gewöhnungsbedürftigen Gebahrens seines Betreibers und der entstandenen Gerüchte um einen millionenschweren Deal mit dem amerikanischen Vorbild eines der Hauptthemen in deutsch-sprachigen Blogs ist, hat es doch tatsächlich zur Nummer 1 geschafft.

Nein, nicht zur Nummer 1 der Community-Portale, auch nicht zur Nummer 1 der Datenkraken bzw. Datenhändler. Auch nicht zur Top-1 der “unsicheren Websites, die eigentlich geheime Kundendaten allgemein zugänglich machen”.

Nein, das alles hat StudiVZ nicht geschafft.

Aber immerhin hat es zur Nummer 1 der meistgesuchten Begriffe bei Technorati gereicht.

Kubuntu: Upgrade von Dapper Drake auf Edgy Eft

Samstag, den 25. November 2006


Hinweis: Einen Visual Guide für das Upgrade von Kubuntu 6.10 »Edgy Eft« nach Kubuntu 7.04 »Feisty Fawn« gibt es hier .

Nachdem ich schon verschiedentlich gelesen hatte (z.B. bei Ende der Vernunft), dass das Upgrade von (K)Ubuntu 6.06 LTS (Codename: »Dapper Drake«) auf die Version 6.10 (»Edgy Eft«) zwar nicht direkt schwierig ist, aber doch ihre Tücken aufweist, habe ich (in mir unbekannter Geduld) erst einmal ein bisschen abgewartet, bis ich auch diesen Schritt wage. Jetzt ist es soweit: Mein Rechner am Arbeitsplatz ist schon upgedated (mit nur wenigen Problemchen), jetzt gerade läuft das Upgrade meines Laptops. Mein PC im Arbeitszimmer folgt dann irgendwann.

Et tu, Angie …

Freitag, den 24. November 2006

Nicht genug damit, dass Jürgen Rüttgers recht unsinnige Vorschläge zu Thema »Staffelung der Bezugsdauer in der Arbeitslosenversicherung nach Beitragsjahren« macht. Auch nicht genug damit, dass natürlich die Christ-Sozialen aus Bayern (meinem Heimatland) da wieder gleich voll drauf einsteigen.

Nein, jetzt lässt mich auch noch unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel vom Glauben abfallen. Sie, die promovierte Physikerin, hatte ich eigentlich für vernunftgesteuert gehalten. Nach ihrem Interview mit der FAZ bin ich mir da nicht mehr so sicher, denn in diesem äußert sie nicht Verständnis für Jürgen “der Nuschler” Rüttgers’ Vorschläge – sie kündigt sogar Unterstützung für diese an:

Microsoft und Novell: Ballmers FUD untersucht

Donnerstag, den 23. November 2006

Selbst nach dem Kooperationsvertrag zwischen Microsoft und Novell sondert Microsoft-CEO Steve Ballmer FUD ab und orakelt über vermeintliche Verletzungen von Microsofts Patenten durch Linux. Konkretes wird da nicht genannt, aber das gehört ja zum Geschäft.

Eine nette Auseinandersetzung mit dem Thema findet sich beim Zufallsbit im Artikel »The new and extended FUD«. Dort wird unter anderem dargelegt, dass sich ein Ausspruch Mahatma Ghandis wieder einmal bewahrheitet:

First they ignore you, then they laugh at you, then they fight you, then you win.

Microsoft hat Linux lange Zeit ignoriert, dann mit vielen unsäglichen (Des)informationskampagnen versucht, das Vertrauen in Linux zu erschüttern und befindet sich nun in der Phase, Linux aktiv zu bekämpfen.

Horst Köhler und die CDU

Donnerstag, den 23. November 2006

Kaum sagt der Bundespräsident mal etwas Richtiges, schon wird er dafür von Politikern zerlegt. Das hatten wir in der Vergangenheit schon einige Male beim Thema Gesundheitspolitik (wo Köhler von der SPD wegen seines Eintretens für das CDU-Modell der Gesundheitspauschale kritisiert wurde), und nun passiert etwas sehr Ähnliches wegen Köhlers Äußerungen über die Idiotie des Vorschlags von Jürgen Rüttgers, die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I nach der Anzahl der Beitragsjahre zu staffeln.

Denn natürlich hat der Bundespräsident recht, wenn er diesen Vorschlag kritisiert:

Lesebefehl: Ökoreligion

Dienstag, den 21. November 2006

Eine wunderbare Zusammenfassung meiner Einstellung zum Thema »Das Klima und ich« findet man bei den Bissigen Liberalen ohne Gnade. Ich hätte nicht besser zu Papier (bzw. in die Tasten) bringen können, was ich von dem ganzen vor vermeintlicher Sicherheit über die Zukunft strotzenden Palaver der Klima-Aktivisten halte: Nicht viel.

Das Klima ist ein komplexes System, wie ich bereits schon einmal geschrieben habe, als es um Al Gore und seinen vermurksten Film ging. Und komplexe Systeme haben es so an sich, dass sie sich auch mit größter Rechenpower nicht oder nur höchst unvollständig simulieren lassen. Und nur auf solchen Simulationen der künftigen Klimaentwicklung fußt die ganze aktuelle Panikmache vor der Klimaerwärmung.

StudiVZ oder: Wie man Web 2.0 nicht verhunzen sollte

Mittwoch, den 15. November 2006

Seit ein paar Tagen geht es in der Blogosphäre hoch her: StudiVZ ist die neueste Sau (im Wortsinne), die durchs Dorf getrieben wird. Vorgeblich eine Website bzw. ein Portal zum social networking, haben es die Betreiber innerhalb weniger Tage geschafft, sich das Wohlwollen und das Vertrauen ihrer ca. 1,5 Millionen registrierter Nutzer gründlich zu verscherzen.

Was ist passiert? Es ist müßig, an dieser Stelle noch einmal alles aufzuführen, da gibt es an anderer Stelle (siehe die Linkliste weiter unten) schon sehr gute Zusammenfassungen, die ich weder in Umfang noch Qualität zu übertreffen wüsste.

Ein paar Stichworte sollen es dann aber schon sein:

Embryonale Schizophrenie

Mittwoch, den 15. November 2006

Die DFG fordert die Politik auf, die unsinnigen Forderungen des Embryonenschutzgesetzes noch einmal zu überdenken und wissenschaftsfreundlicher zu gestalten. Doch die lehnt das ab.

Bundesministerin Anette Schavan lehnte am 10.11.2006 im Namen der Bundesregierung diese Forderungen ab und begründete dies auch: Das ESG legt fest, dass in Deutschland nur Eizellen aus Stammzelllinien verwendet werden dürfen, die vor dem 01.01.2002(?) im Ausland angelegt wurden. Dies soll dafür sorgen, dass nicht wegen deutscher Nachfrage nach embryonalen Stammzellen Eizellen extra für die Forschung befruchtet werden.

Da aber geht Frau Schavan gleich in mehrerer Hinsicht in die Irre: