Novelle des Urheberrechts in der Kritik
Inzwischen scheinen immer mehr Bürger (und sogar einige ministeriale Beamte und Politiker) zu merken, dass eine schier grenzenlose Ausweitung des Urheberrechts weder im Interesse der Künstler noch von Vorteil der Konsumenten ist; auch die Hersteller von Geräten wie etwa Fotokopierern, CD/DVD-Brennern und Computern sowie Leermedien sind nicht gerade begeistert von der Novelle, wobei letztere im zweiten Korb der Novelle vermutlich am besten davon kommen: Die Urheberrechtsabgabe auf Geräte soll auf 5% beschränkt werden.
Wie immer in den letzten Jahren sind die einzigen Gewinner dieser Urheberrechtsanpassung die Rechteverwerter. Und wie immer rege ich mich darüber auf. Die Rechteverwerter tragen zu der Entstehung von Werken nichts bei, speisen die meisten Künstler mit verhältnismäßig wenig Geld für deren geistiges Eigentum ab (wie sprechen hier jetzt nicht über Madonna oder die Black-Eyed Pearls) und verhökern dann die so genannten »Nutzungslizenzen« an uns Konsumenten, wobei sich die Rechteverwerter natürlich die eigene Tasche schön füllen.
Wie auch immer: Nun weht der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries heftiger Wind aus den eigenen Reihen entgegen. Die SPD-Bundestagsfraktion geht hart mit der in ihrem Haus entwickelten Urheberrechtsnovelle ins Gericht und kommt zu keinem guten Ergebnis.
Es wird spannend sein zu beobachten, wie Brigitte Zypries auf Druck der Lobbyisten hin die Bedenken aus ihrer eigenen Partei abbügelt und die äußerst unklugen Änderungen am Urheberrecht dennoch durch Bundestag und Bundesrat peitscht. Meine Wette ist, dass Brigitte Zypries bzw. ihr Ministerium auf die jetzt geäußerte Kritik überhaupt nicht eingeht.
Wettet jemand dagegen?
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Tags: SPD, Urheberrecht








Am 14. Dezember 2006 um 18:13 Uhr
Leider würde ich nicht mal einen Euro dagegen wetten. Es wird so ablaufen.