Zu spät
Weihnachtspost hat ja die Tendenz, zu spät zu kommen. Entweder, weil man es im Weihnachtsstress nicht rechtzeitig geschafft hat, die auf dem Weihnachtsmarkt am UNICEF-Stand gekauften Grußkarten an Oma, Onkel, Eltern, Geschwister, Freunde (und solche, die es werden sollen
) zu schreiben, oder aber, weil die Deutsche Post AG wieder einmal vom plötzlichen Anstieg der Briefpost kurz vor Weihnachten total überrascht wurde – damit kann man ja auch nicht rechnen …
Dieses Jahr aber hat die Deutsche Post den Vogel wirklich abgeschossen. Seit einiger Zeit bekomme ich von der Post (oder einer Ihrer Marketing-Organisationen) regelmäßig vier Mal im Jahr (Ostern, Urlaub, Weihnachten, und noch einmal so zwischendrin) einen Post-/Grußkarten-Block mit meist zehn (und meist mehr oder weniger schönen) Motiven zugesandt, mit der Aufforderung, doch »mal wieder zu schreiben«. Das sieht dann meist so aus:
Und jetzt der Hammer: In diesem Jahr kam der abgebildete Grußkartenblock für die Weihnachtspost – man beachte auch den Slogan Weihnachten steht vor der Tür – dann doch bereits am 27. Dezember 2006 an.
Da stelle ich mir jetzt doch ein paar Fragen:
- Wann soll ich denn diese Karten schreiben?
- Ist die Post schon nicht mehr in der Lage, die eigenen Sendungen termingerecht zuzustellen?
- Oder hat die Post in den letzten Jahren meine Schreibgewohnheiten kontrolliert und ist einfach davon ausgegangen, dass ich auch jetzt noch Bedarf an Weihnachtskarten habe?
Fragen über Fragen, aber wohl kaum Antworten zu erwarten …
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