Monatsarchiv für Januar 2007
Montag, den 29. Januar 2007
Wie u.a. heise.de berichtet, will die Stadt Cottbus nun doch keine Wahlcomputer anschaffen. Begründung: Die Wahlcomputer seien doch nicht sicher genug, wie insbesondere nach den diversen Hacks (z.B. durch den CCC und andere) immer deutlicher wurde. Der CCC hat auch eine detaillierte Analyse von Wahlcomputern der Firma Nedap durchgeführt und einige konkrete Schwachstellen aufgezeigt.
Bei heise.de heißt es zum Verzicht der Stadt Cottbus auf Wahlcomputer:
Die Risiken seien zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über den Mietkaufvertrag im September nicht bekannt gewesen, heißt es nun in der Beschlussvorlage zur Stadtverordnetenversammlung am 31. Januar. Die Wahlgeräte seien inzwischen vom Eigentümer abgeholt worden. “Rechtzeitig vor dem Wahltermin” der nächsten regulären Wahl 2008 werde “zu entscheiden sein, ob diese Wahl in Cottbus wieder mit elektronischen Wahlgeräten durchgeführt wird”.
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Freitag, den 26. Januar 2007
Für all diejenigen unter uns, die hin und wieder mit Windows arbeiten (müssen?!) und dennoch einen komfortablen SSH-Client benötigen, war PuTTY schon immer erste Wahl. In letzter Zeit war es allerdings um die Fortentwicklung von PuTTY etwas ruhiger geworden, zumindest ich hatte den Eindruck, als sie das Projekt sanft entschlafen.
Da habe ich mich wohl geirrt.
Ab sofort steht nämlich die neue Version PuTTY 0.59 für Windows und Linux/Unix zur Verfügung und verspricht neue Funktionalität (z.B. Kommunikation über die serielle Schnittstelle, wichtig für das Data Center) und verbesserte Performance. Außerdem soll es – nach einer Meldung bei golem.de – auch zu weniger Abstürzen kommen. Damit hatte ich allerdings noch nie Probleme.
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Montag, den 22. Januar 2007
Spiegel Online schreibt über die Diskussion um die vorzeitige Haftentlassung für die beiden RAF-Terroristen Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar, die für ihre Taten zu mehrfacher lebenslanger Haft verurteilt wurden.
Zu diesem Thema wurden auch eine Reihe von Personen aus Politik, Verbänden und aus den betroffenen Opferfamilien befragt, darunter Volker Beck, Geschäftsführer der Grünen-Fraktion im Bundestag:
Da außerdem allgemein angenommen werde, dass weder von Mohnhaupt noch von dem ebenfalls seit 24 Jahren einsitzenden RAF-Terroristen Christian Klar keine Gefahr mehr ausgehe, könne ein Gnadenakt erwogen werden.
[Quelle: SPON natürlich!]
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Donnerstag, den 18. Januar 2007
Die deutsche Sprache ist bekanntermaßen nicht die leichteste, dennoch erwarte ich von professionellen Schreibern, die damit tatsächlich ihr Geld verdienen, ein gewisses Maß an Können im Umgang mit der Sprache und auch eine weitgehende Fehlerfreiheit – die ich mir selbst nicht unbedingt auferlege, denn ich mache das hier ja nur zum Spaß ...
Heute steht in SPON ein langer (sehr interessanter und eigentlicher gut geschriebener) Artikel zum Thema »Deals zwischen Staatsanwälten und Angeklagten in Wirtschaftsstrafsachen«. Da finde sich dann so elegante Fehler wie:
Der Drang zur “streitigen Verhandlung” wird zusätzlich dadurch gedämpft, dass in Wirtschaftsvertreter meist jemand aus der ersten Liga der Strafverteidiger aufbieten können; [...]
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Donnerstag, den 18. Januar 2007
Schon zum zweiten Mal in diesem Monat trifft ein schwerer Sturm auf Deutschland. War der erste Sturm (»Franz«) zwar schon recht stark, aber noch nicht direkt außergewöhnlich, so ist der heute heranrauschende Orkan »Kyrill« tatsächlich etwas Besonderes: Normalerweise sind die nicht in Küstennähe liegenden Gebiete Deutschlands nur sehr selten von einem solchen Sturm bedroht.
Bei wetter.com kann man das ganze Ausmaß der auf uns zukommenden Sturmnacht schon einmal auf sich wirken lassen:

[Quelle: wetter.com]: Vielen Dank für die Bereitstellung dieses Radarbildes.
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Donnerstag, den 18. Januar 2007
Vor einiger Zeit habe ich hier im Blog schon einmal darüber geschrieben, dass nicht unbedingt jeder Studierende immer und überall stets the sharpest knife in the drawer ist. Damals habe ich über Studierende an einer deutschen Universität geschrieben.
Drüber im Blog von Volker Diehl allerdings habe ich jetzt etwas gelesen, das mir tatsächlich die Zehennägel krümmen lässt. Wahre Gespräche zwischen IHK-Prüfer und Azubis. Es geht also nicht um Angehörige des neuerdings so beliebten Prekariats, sondern tatsächlich um diejenigen Jung-Arbeitnehmer, die demnächst auf Bankkunden, Konsumenten, Kfz-Halter, Hauseigentümer, ... losgelassen werden.
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Mittwoch, den 17. Januar 2007
Wem von uns ist das noch nicht passiert: Man wird von einer Management-Drone bei der Arbeit oder im Bekanntenkreis mit irgendwelchen Phrasen zugetextet, und man weiß ganz genau, dass es sich dabei nur um heiße Luft handelt.
Bislang gab es eigentlich nur eine Möglichkeit, darauf zu reagieren: Bullshit-Bingo.
Nun gibt es eine weitere Reaktionsvariante: Einfach zurückschießen und auch ein bisschen heiße Luft generieren. Da das eher technische ausgeprägten Menschen für gewöhnlich nicht so leicht fällt (schließlich ist es ineffiziente Ressourcennutzung), hat sich Scott Adams nun den »Mission Statement Generator« einfallen lassen, der einem ein paar Mission Statements um die Ohren haut, und zwar auf Englisch. Ein Beispiel gefällig? Gerne:
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Dienstag, den 16. Januar 2007
Es geistern immer wieder Gerüchte durchs Web, Mitarbeiter der NSA der USA hätten backdoors in diverse Windows-Versionen eingebaut – ob nun mit oder ohne Wissen von Microsoft. Angeblich könne über diese »Generalschlüssel« jeder unter Windows betriebene Rechner ausgespäht werden. Ob es dabei nun um Kriminalitätsbekämpfung, den Krieg gegen den Terror oder aber nur um banale Wirtschaftsspionage (schließlich verwenden – leider – die meisten Firmen und Organisationen Windows, zumindest am Arbeitsplatz) handelt, bleibt dabei allerdings immer Mutmaßung.
Ein netter kleiner Artikel über diese Gerüchte gibt es im Blog »get privacy«.
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Montag, den 15. Januar 2007
Wer sich bei der Installation des heute unter der GPL freigegebenen Virtualisierungstools VirtualBox unter Kubuntu exakt an die Anleitung hält, bekommt ein Rechteproblem beim Start einer virtuellen Maschine. In diesem kurzen Tutorial möchte ich zeigen, wie man VirtualBox unter Kubuntu zum Laufen bekommt.
Bitte das Update am Ende des Artikels beachten!
Zunächst einmal besorgt man sich die aktuellste Version (1.3.2, Stand: 15.01.2007) der Virtualbox auf der Downloadseite bei Innotek. Diese wird auf der lokalen Platte (z.B. in /home/mein-account) gespeichert.
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Montag, den 15. Januar 2007
Heute hat InnoTek seine Virtualisierungssoftware VirtualBox unter der GPL veröffentlicht und auch die Enterprise-Version zum kostenlosen (aber eben nicht freien) Download bereitgestellt.
Da mich so etwas immer brennend interessiert, habe ich es gleich einmal ausprobiert, und siehe da, Kubuntu 6.10 (»Edgy Eft«) als Guest auf einem Kubuntu 6.10 (»Edgy Eft«) läuft wunderbar.


Kubuntu läuft prima und auch recht performant, natürlich nicht ganz so schnell wie ein nicht-virtualisiertes System. Das kann aber auch keiner erwarten. Schön sind die Möglichkeiten, Sound und USB an die virtuellen Maschine anzuschließen. Wer also für die Videobearbeitung immer noch auf Windowstools angewiesen ist – voila!
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