Die Kreativität in der Musikindustrie

Die Musikindustrie beklagt seit Jahr und Tag die angeblichen Einnahmeausfälle durch so genannte »Raubkopierer« (Raub ist juristisch genau definiert, und Raubkopierer rauben nun wirklich nichts). Dies unterstellt unter anderem auch, dass jeder, der sich einen Song per eDonkey, Bitttorrent und Co. besorgt hat, diesen auch sofort im Laden kaufen würde, falls es Filesharing nicht gäbe: Blödsinn!

Die Musikindustrie verweist auch immer wieder darauf, dass sie die Einnahmen dringend benötigt, um so genannte »Talente« zu fördern, dass die Musikindustrie als quasi der Motor der Kreativität sei.

Hier möchte ich mal ein kleines Gegenbeispiel bringen: Die sonst von mir sehr geschätzte Nelly Furtado hat auf einem ihrer Alben (»Loose«) offenbar einen Song als den eigenen verkauft (bei Nelly Furtado heißt er »Do it« – was wohl? :-D ), der tatsächlich aber von einer Finnin stammt. Es gibt Hinweise darauf, dass nicht Nelly Furtado selbst, sondern ihr Producer »Timbaland« der Schuldige ist.

Ich denke, damit dürfte auch das Ammenmärchen von der Musikindustrie als Hort der Kreativität wiederlegt sein; schließlich hat hier kein Jugendlicher einen Song runtergeladen, um ihn anzuhören. Hier wird fremdes geistiges Eigentum entwendet, um es als eigenes anzupreisen und damit Geld zu verdienen.

Unappetitlich!

Ähnliche Artikel in diesem Blog:

No tag for this post.

Einen Kommentar schreiben

Dieses Blog verwendet Textile für Textauszeichnungen. HTML wird nicht unterstützt.