Installation von VirtualBox unter Kubuntu
Wer sich bei der Installation des heute unter der GPL freigegebenen Virtualisierungstools VirtualBox unter Kubuntu exakt an die Anleitung hält, bekommt ein Rechteproblem beim Start einer virtuellen Maschine. In diesem kurzen Tutorial möchte ich zeigen, wie man VirtualBox unter Kubuntu zum Laufen bekommt.
Bitte das Update am Ende des Artikels beachten!
Zunächst einmal besorgt man sich die aktuellste Version (1.3.2, Stand: 15.01.2007) der Virtualbox auf der Downloadseite bei Innotek. Diese wird auf der lokalen Platte (z.B. in /home/mein-account) gespeichert.
Die Installation wird mit
$ sudo dpkg -i VirtualBox_1.3.2_Ubuntu_Edgy_x86.deb
durchgeführt. Wichtig ist der am Schluss der Installationsroutine angezeigte Hinweis, dass sich der Nutzer von VirtualBox in der neu angelegten Gruppe vboxusers befinden muss. Wir fügen also den aktuellen Benutzer (und alle weiteren, die mit VirtualBox arbeiten sollen) dieser neuen Gruppe hinzu:
$ sudo usermod --append --groups vboxusers mneisen
Hinweis: mneisen bitte durch den eigenen Accountnamen ersetzen!
Dann prüfen wir, ob das VirtualBox-Kernelmodul bereits geladen wurde und laden es ggf. mit modprobe:
$ lsmod | grep vboxdrv $ sudo modprobe vboxdrv
Hinweis: Die zweite Zeile ist nur notwendig, wenn die erste Zeile keinerlei Output erzeugte.
Als letzter Schritt vor dem Start von VirtualBox muss noch ein kleiner Fehler der Installationsroutine(?) ausgemerzt werden: Der Zugriff auf das gerade geladene Kernelmodul führt noch zu Problemen mit den Rechteeinstellungen.
Dies beheben wir mit einer beherzten Änderung der Rechtebits von /dev/vboxdrv:
$ sudo chmod 777 /dev/vboxdrv
Nun kann die VirtualBox von der Kommandozeile gestartet werden:
$ VirtualBox
Natürlich ist es ebenso möglich, sich einen entsprechenden Eintrag im K-Menu zu erstellen oder ein Icon auf den Desktop zu legen. Wie auch immer man VirtualBox startet, man bekommt (hoffentlich!) dieses Administrationspanel zu sehen:
Viel Spaß mit VirtualBox!
Update
Nach einer Diskussion auf #vbox (dem IRC-Channel der VirtualBox-Entwickler) hat sich herausgestellt, dass es sich bei dem beschriebenen Rechteproblem wohl am ehesten um ein Linux- bzw. (K)Ubuntu-Problem handelt. Zwar hatten auch andere User die beschriebenen Probleme, allerdings stellte sich heraus, dass Kubuntu das Hinzufügen eines Nutzers zu einer Gruppe weder in neu gestarteten Shells noch nach einem Neustart der KDE-Session beherzigt.
Erst ein kompletter Neustart hat die beschriebenen Probleme beseitigt.
Daher empfehle ich (K)Ubuntu-Nutzern nach der Installation der VirtualBox einen Neustart ihres Systems durchzuführen.
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Tags: Kubuntu, Linux, Open Source, OSS, Ubuntu










Am 16. Januar 2007 um 21:48 Uhr
Funktioniert ohne Probleme nach deiner Anleitung. Vielen Dank für den Hinweis.
Am 20. Januar 2007 um 20:51 Uhr
Der Schritt
$ sudo chmod 777 /dev/vboxdrv
ist vollkommen unnötig und reißt nur Löcher ins System. Auch sonst gehört die 777 gerade bei device files nur mit großer Vorsicht vergeben.
LG Florian
Am 24. Januar 2007 um 22:00 Uhr
Sieht so aus als ob die Installation mittlerweile vereinfacht wurde. Ging bei mir ohne Änderung der Gruppenzuordnung und Rechte…
mfg JAT
Am 25. Januar 2007 um 11:39 Uhr
Bei mir musste ich zuerst die Rechte umstellen, da sonst die virtuelle Maschine zwar läuft, jedoch nach einer gewissen Zeit oder Installationsstadium abschmiert.
Mit den Rechten auf 777 läuft alles problemlos. Jedoch bin auch ich nicht sehr erfreut über diesen Zustand.
Mal sehen, was die Zukunft bringt.
Sonst bin ich sehr zufrieden.
Al
Am 26. Januar 2007 um 19:31 Uhr
Hallo zusammen!
Bei mir klappt das nicht, ich habs zuerst mit dem .deb File versucht, dann manuell installiert, diverse Anleitungen gelesen, etc… Problem bleibt immer dasselbe: Beim starten von VirtualBox erscheint der Fehler “Floating Point Exception” und das wars. Konnte auch nichts dazu im Netz finden… Wie kann ich herausfinden, wo der Fehler sitzt?
Danke im Voraus,
Am 21. Juli 2007 um 14:20 Uhr
bei mir lief alles problemlos, hab allerdings ueber Eintrag in die sources.list installiert. danach user in die gruppe aufnehmen, und kde neustarten.
voila
Am 12. Oktober 2007 um 11:27 Uhr
Der lieben Kinder wegen…...
habe ich heute denn doch noch ein Windows XP installiert. Der Kleene bracht nämlich CDs aus der Schule mit, die eine unter WINE nicht lauffähige Software enthielten. Da ich den Kindern jedoch alle Möglichkeiten in Sachen Computer offen halten mö...
Am 30. Oktober 2007 um 00:28 Uhr
wozu steht die 777 bei chmod eigentli ?
Am 30. Oktober 2007 um 10:03 Uhr
777 bedeutet »voller Zugriff für alle«, siehe zu diesem Thema auch den entsprechenden Eintrag in der Wikipedia.
Am 15. April 2008 um 15:46 Uhr
und wo bleibt die USB Unterstützung ?
Am 16. April 2008 um 09:51 Uhr
Ich kann da jetzt lediglich aus eigener Erfahrung berichten, aber bei mir funktioniert die USB-Unterstützung völlig problemfrei. Einziges Problem: Es gelingt mir nicht, meinen iPod touch an ein iTunes anzubinden, dass in einem Windows XP-Gast läuft. Das ist schade, wird sich aber hoffentlich noch ändern.
Ansonsten, wie gesagt, habe ich überhaupt keine Probleme, externe USB-Geräte wie etwa Festplatten, Sticks oder Kameras anzuschließen und zu nutzen, sowohl mit Linux- als auch mit Windows-Gastsystemen.