Kubuntu in der VirtualBox
Heute hat InnoTek seine Virtualisierungssoftware VirtualBox unter der GPL veröffentlicht und auch die Enterprise-Version zum kostenlosen (aber eben nicht freien) Download bereitgestellt.
Da mich so etwas immer brennend interessiert, habe ich es gleich einmal ausprobiert, und siehe da, Kubuntu 6.10 (»Edgy Eft«) als Guest auf einem Kubuntu 6.10 (»Edgy Eft«) läuft wunderbar.
Kubuntu läuft prima und auch recht performant, natürlich nicht ganz so schnell wie ein nicht-virtualisiertes System. Das kann aber auch keiner erwarten. Schön sind die Möglichkeiten, Sound und USB an die virtuellen Maschine anzuschließen. Wer also für die Videobearbeitung immer noch auf Windowstools angewiesen ist – voila!
Nach den ersten Eindrücken bin ich ganz begeistert von VirtualBox. Bislang hatte ich immer auf Qemu gesetzt, dass allerdings z.Z. unter Kubuntu ohne die Beschleunigung durch ein besonderes Kernel-Modul auskommen muss und daher nicht sonderlich schnell ist. Das ist bei VirtualBox gänzlich anders, da ist flüssiges Arbeiten mit dem Gastsystem gar kein Problem.
Nächste Tests für mich sind OpenSolaris und FreeBSD in der VirtualBox.
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Tags: Kubuntu, Open Source, OSS, Ubuntu










Am 15. Januar 2007 um 13:41 Uhr
Unter Kubuntu 6.10 kann man Kqemu problemlos starten. Man muss es nur selbst bauen. Das dürfte aber kein Problem für Menschen sein, die sich ernsthaft mit Virtualisierung befassen.
Am 15. Januar 2007 um 14:13 Uhr
Hallo Tuergeist,
dass man sich das Kernel-Modul für qemu selbst kompilieren muss, dürfte tatsächlich für viele technisch Versierte kein Problem sein, setzt aber doch gewisse Kenntnisse und Fertigkeiten voraus.
Es stellt sich dann die Frage, welche Zielgruppe man mit einer Virtualisierungslösung ansprechen möchte; Applikationen wie Qemu, VirtualPC und VirtualBox zielen sicherlich nicht auf Unternehmen, die Server konsolidieren wollen und sicherlich über genügend Know-How verfügen, um auch mal ein Kernelmodul zu übersetzen und zu installieren.
Für solche Unternehmen werder eher die “großen” Lösungen von VMware interessant sein, also z.B. der ESX Server.
Für Endanwender sind Virtualisierungstools wie z.B. der VirtualPC oder der VirtualBox deshalb interessant, weil man damit den klassischen Lock-in auf eine OS-Plattform vermeiden kann. Wer partout seine Videoschnitt-Software, die nur unter Windows läuft, weiterbenutzen möchte, kann das mit VirtualBox tun. Damit werden letztlich auch Hürden abgebaut, die viele Anwender vom Wechsel auf ein anderes Betriebssystem abhalten.
Und für diese Zielgruppe (abfällig könnte man sie mit “Klicki-Bunti” beschreiben, aber das geht an der Sache völlig vorbei) ist es eben nicht mal eben mit ein paar make-Aufrufen getan. Die müssten sich erst einlesen etc.
Und damit kann man keinen Staat machen. Man darf eben nicht vergessen, dass die meisten PC-Nutzer keine Technik-Freaks, sondern ganz normale Anwender sind.
Und für die sollte man Software entwickeln.
Am 13. Februar 2007 um 16:00 Uhr
@Martin Eisenhardt:
Du schreibst: “Man darf eben nicht vergessen, dass die meisten PC-Nutzer keine Technik-Freaks, sondern ganz normale Anwender sind.”
Du kennst bestimmt das Sprichwort: “Einem geschenkten Gaul schaut man sich nicht ins Maul.” Beim Thema Opensource aber scheint es üblich zu sein über angebotene Lösungen zu meckern.
An euch alle die gerne Anwenderfreundliche Gratis-Software Lösungen haben wollen:
Nicht selten wird freie Software in einer ersten Phase von Programmieren für Programmierer entwickelt. Später (falls eine Software populär wird) versuchen sich auch Programmierer das Leben etwas einfacher zu machen und entwickeln z.B. mal eine grafische Benutzeroberfläche. Erst wenn dann wirklich die Popularität noch weiter steigt, versucht man auch noch die letzten Stellen wo Handarbeit anfällt zu eliminieren.
Liebe Anwender: Die Opensource Community freut sich, dass Ihre Ihre Software nützlich findet. Jeder Opensource Entwickler hat jedoch seine eigenen Gründe wieso er tut was er tut, damit kommt auch die Freiheit den Nutzern gehört zu schenken oder nicht. Sollte ein Projekt genug Entwickler angezogen haben, ist es nur eine Frage der Zeit, dass auch die letzten Benutzbarkeitsprobleme ausgemerzt sind. Bis dahin müsst Ihr, liebe Anwender, mit dem vorlieb nehmen was der Opensource Markt anbietet oder Geld für eine kommerzielle Anwendung in die Hand nehmen.
Hochachtungsvoll
MadMike