Scott Adams: Dilberts »Mission Statement Generator«
Wem von uns ist das noch nicht passiert: Man wird von einer Management-Drone bei der Arbeit oder im Bekanntenkreis mit irgendwelchen Phrasen zugetextet, und man weiß ganz genau, dass es sich dabei nur um heiße Luft handelt.
Bislang gab es eigentlich nur eine Möglichkeit, darauf zu reagieren: Bullshit-Bingo.
Nun gibt es eine weitere Reaktionsvariante: Einfach zurückschießen und auch ein bisschen heiße Luft generieren. Da das eher technische ausgeprägten Menschen für gewöhnlich nicht so leicht fällt (schließlich ist es ineffiziente Ressourcennutzung), hat sich Scott Adams nun den »Mission Statement Generator« einfallen lassen, der einem ein paar Mission Statements um die Ohren haut, und zwar auf Englisch. Ein Beispiel gefällig? Gerne:
It is our mission to proactively facilitate interdependent paradigms while continuing to synergistically maintain value-added deliverables because that is what the customer expects.
Mancher mag nun einwenden, dass dieses Tool – weil es in Englisch textet – für ein deutschsprachiges Arbeitsumfeld eher weniger geeignet ist. Aber weit gefehlt. Erstens wird Englisch am Arbeitsplatz auch in Deutschland immer mehr zur standard lingo, und zweitens kommt man auch in einer deutschsprachigen Firma supercool rüber, wenn man Management-Phrasen nur noch auf Englisch von sich gibt. Wer daran so seine Zweifel hat, hat Management-Idole wie Wolfgang Joop oder Klaus Kleinfeld bisher noch nicht reden gehört …
Wer dennoch auf Deutsch steht: Kein Problem, dafür gibt es ja den Babelfish:
Es ist unsere Mission, zum der voneinander abhängigen Paradigmen beim Fortfahren proaktiv zu erleichtern, Dienstleistungsdeliverables synergistisch beizubehalten, weil das ist, was der Kunde erwartet.
Klar, das hört sich jetzt noch nicht wirklich an wie gutes Deutsch, aber welche Management-Drone achtet da schon drauf, so lange es nicht dem cash flow dient?
Gerade Wortfügungen wie »Dienstleistungsdeliverables« meine ich auch schon woanders mal gehört zu haben.
Wer aber partout auf deutschen Phrasen besteht, der kann den allseits beliebten »Mission Statement-Klopfomat« von Achimowitz verwenden. Der gibt auch gutes Material und nimmt einem sogar das Sprechen ab (mit einer herrlich arroganten Stimme und anschließendem Applaus), so dass einer ausgedehnten Mittagspause nichts mehr im Wege steht …
Beispiel:
Wir modifizieren unsere flexiblen Human Ressources, um den logischen Shift der datengestützten Leistungspotentiale umzusetzen.
oder auch:
Wir vernetzen unsere differenzierten Wachstumschancen, um den Workflow der ausdifferenzierten Services zu präsentieren.
Gut, das ist jetzt auch nicht viel deutscher, aber auch nicht schlecht …
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