Monatsarchiv für Januar 2007

Die Kreativität in der Musikindustrie

Sonntag, den 14. Januar 2007

Die Musikindustrie beklagt seit Jahr und Tag die angeblichen Einnahmeausfälle durch so genannte »Raubkopierer« (Raub ist juristisch genau definiert, und Raubkopierer rauben nun wirklich nichts). Dies unterstellt unter anderem auch, dass jeder, der sich einen Song per eDonkey, Bitttorrent und Co. besorgt hat, diesen auch sofort im Laden kaufen würde, falls es Filesharing nicht gäbe: Blödsinn!

Die Musikindustrie verweist auch immer wieder darauf, dass sie die Einnahmen dringend benötigt, um so genannte »Talente« zu fördern, dass die Musikindustrie als quasi der Motor der Kreativität sei.

Wenn der Nachbar droht …

Dienstag, den 9. Januar 2007

Allen Mitmenschen, die Probleme damit haben, Israels Politik im Allgemeinen und gegenüber dem Iran im Besonderen zu verstehen, möchte ich die Lektüre des Beitrags »Begriffsverwirrung« bei Statler & Waldorf empfehlen. Dort wird über eine Analogie zum gemütlich-deutschen Alltag sehr schön dargestellt, warum man Idioten wie Irans ach-so-demokratisch gewählten Präsidenten AchmachmirdenDschihad nicht erst dann aktiv bekämpfen darf, wenn der seine Bombe schon geworfen hat.

Aber ich weiß schon jetzt: Es läuft wie immer.

Die Leute, die sich ohnehin in die Lage Israels versetzen können, lesen den Artikel und bejahen ihn.

Die anderen lesen ihn nicht. Oder verstehen ihn nicht. Oder wollen ihn nicht verstehen.

Prima Klima

Dienstag, den 9. Januar 2007

Nein, hier soll es jetzt mal nicht um die angeblich unmittelbar bevorstehende Klimakatastrophe globalen Ausmaßes gehen, sondern vielmehr um das derzeitige Binnenklima in der großen Koalition in Berlin. Allerdings hat der akute Anlass durchaus auch etwas mit Klimaschutz zu tun. Es geht um die gerade heftig diskutierte Äußerung Angela Merkels zum Thema Energiemix und Abhängigkeit von Energielieferanten und den Reaktion aus der Opposition und vom Koalitionspartner.

Bundeskanzlerin Merkel hatte vor dem Hintergrund der eingestellten Öllieferungen aus Russland angemerkt, man dürfe sich nicht so stark an einen Lieferanten und einen Energieträger binden. Vielmehr sei es richtig, auf einen Energiemix zu setzen und die Lieferrisiken möglichst breit zu streuen. Neben einem Ausbau der Nutzung alternativer bzw. regenerativer Energieträger müsse man in dieser Situation auch noch einmal über den Atomausstieg nachdenken.

Amazon empfiehlt mir Windows

Montag, den 8. Januar 2007

... aber ich habe da so meine Zweifel … :-)

Ernsthaft: Heute habe ich eine eMail von Amazon bekommen, in der ich darauf hingewiesen werde, dass Windows Vista und Office 2007 ab sofort auch bei Amazon zu haben sind. Als Begründung für diese Empfehlung wird das folgende angegeben:

Because you have made a purchase from Amazon.com’s Software Store, we thought you’d like to learn more about Microsoft’s powerful new operating system—Windows Vista—and its full line of new and improved Office 2007 products.

Terrorismusbekämpfung, Datenschutz und so genannte »Datenbanken«

Montag, den 8. Januar 2007

Wenn man in letzter Zeit Berichte über neue Ansätze zur Bekämpfung von Kriminalität und Terrorismus verfolgt, bekommt man schnell den Eindruck, als seien neuerdings die Informatiker bei den Sicherheitsbehörden in der Mehrzahl: Da werden eifrig so genannte »Datenbanken« angelegt und miteinander verknüpft – oder auch nicht, wenn der lästige Datenschutz das wieder einmal nicht zulässt.

Mal abgesehen davon, dass es sich bei den angesprochenen Datensammlungen meist überhaupt nicht um (relationale/OO/Netzwerk/... -) Datenbanken handelt: Mir stellt sich die Frage, warum eigentlich meine biometrischen Daten aufgenommen werden sollen, damit Terroristen gefangen werden können. Wenn ich Terrorist wäre, würde ich tunlichst darauf aufpassen, dass meine biometrischen Daten den Geheimdiensten des jeweiligen Gegners nicht bekannt werden. Außerdem wäre ich ohnehin mit einem gefälschten Pass unterwegs – und dass sich auch biometrische Merkmale problemlos fälschen lassen, wurde schon mehrfach hinlänglich gezeigt.

Freies Ruby-Buch erschienen

Sonntag, den 7. Januar 2007

Jeremy McAnally (hihi!) hat sein Ruby-Buch »Mr. Neighborly’s Humble Little Ruby Book« zum kostenlosen Download bereitgestellt. Bei Bedarf kann auch eine gedruckte Fassung bei einem BOD-Service bestellt werden.

Das Buch fällt durch seinen lockeren Stil auf und bietet eine fundierte Einführung in die Sprache Ruby mitsamt einiger häufig gebrauchter Idiome in dieser mehr und mehr an Bedeutung gewinnenden Skriptsprache.

Empfehlung: Lesen!

Zensiert yigg.de ungenehme Artikel?

Dienstag, den 2. Januar 2007

Ich habe heute schon zweimal über den kurzen Ausfall bei yigg.de berichtet und diese Artikel dann auch bei yigg.de eingestellt – als wieder alles lief. Relativ kurze Zeit später waren die eingereichten Artikel bei yigg.de dann aber nicht mehr zu finden. Warum?

Darum:

Zensiert yigg.de Beiträge?

Offensichtlich sind Berichte über Ausfälle bei yigg.de den Moderatoren dort nicht genehm, und sie werden folgerichtig vor der Öffentlichkeit verborgen. Dieses Verhalten erweckt den Anschein fehlender Integrität bzw. fehlender Kritikfähigkeit. Da möchte ich mir aber kein vorschnelles Urteil erlauben. Nur: Seltsam wirkt dieses Vorgehen schon …

yigg.de zeigt seine Innereien

Dienstag, den 2. Januar 2007

Gerade eben habe ich darüber berichtet, dass der Recommender-Dienst yigg.de leichte Probleme mit seiner Technik hat – und nun kommt es noch besser.

yigg.de's Innereien

Jetzt wird es wirklich hammerhart: Man kann direkt auf’s Filesystem von yigg.de sehen. Mein lieber Herr Gesangsverein, da geht aber ordentlich was schief … :-D

yigg.de hat einen kleinen Aussetzer

Dienstag, den 2. Januar 2007

Der deutschsprachige Clone der amerikanischen Blog-Recommender-Community digg.com names yigg.de hat zur Zeit leider einen kleinen Aussetzer. Zunächst sah man noch die MySQL-Fehlermeldung im Browser, inzwischen gibt es da eine (extrem einfach gehaltene!) statische Seite mit dem Hinweis, man habe zur Zeit technische Probleme.

Natürlich passieren Fehler. Aber ein solches Problem bei einem semi-professionellen Service? Naja … :-D

SPON Spotting 1: Fingernägel

Dienstag, den 2. Januar 2007

Eigentlich bin ich seit über einem Jahrzehnt treuer Leser des SPIEGEL, und auch den SPIEGEL Online, kurz SPON, nutze ich als schnelles Medium, um mich auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen. In den letzten Jahren ist allerdings bei SPON eine Tendenz hin zum reißerischen Sensationsjournalismus festzustellen, unter dem auch die Qualität leidet. Hinzu kommt noch ein manches Mal leider nicht zu übersehender Hang zu nicht ganz unvoreingenommener Berichterstattung über die Lieblingsthemen linker Kreise: die bösen USA, die angebliche »Klimakatastrophe« und manch anderes mehr.