Dummsprech

Bei den Bissigen Liberalen gab es gerade einen Beitrag von Rayson, in dem er – kurz zusammengefasst – seine Liebe zur deutschen Sprache gesteht und unnötige(!) Anglizismen ablehnt. Obwohl ich wohl im Detail etwas anderer Meinung bin (für mich ist »Rechner« keine gute Übersetzung von »Computer«; es gibt auch Tischrechner, Taschenrechner, ...), so stimme ich ihm doch größtenteils zu.

Was mich immer wieder besonders abstößt, ist das sinnlose Trimmen der deutschen Sprache auf coolness, vor allen Dingen dann, wenn hinter dem mit vielen schönen Anglizismen Gesagten dann recht wenig Sinn steckt. Auf diese spezielle Art zu sprechen trifft man immer dann, wenn etwas verkauft werden soll, sei es in Politik (die rot-grüne Bundesregierung hatte z.B. nach eigener Auskunft eine ganz neue – und gottseidank! gescheiterte – »Denke«) oder in der Wirtschaft. Marketing ist in vielen Märkten eben alles, besonders dann, wenn das zu verkaufende Produkt (Partei, Wahlprogramm, ...) tatsächlich nicht so toll ist.

Dass man über die grammatikalisch-syntaktisch-semantischen Verrenkungen manch selbst ernannter Sprachkünstler aber doch herzlich lachen kann, zeigt das folgende Video, das ich per Basic Thinking und (Achtung: transitiver Pingback!) Martin en Neukoelln gefunden habe:



Ich widme diesen Blogpost Wolfgang Joop, der viel für Anglizismen im Deutschen getan hat … :-D

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