Religiöse Tendenzen und die Klimakatastrophe

Im lawblog kann man nachlesen, dass nun offenbar immer mehr Menschen auffällt, dass das Gebahren der Propheten der Klimakatastrophe sich immer seltsamer ausnimmt. Bald schon wird man wohl damit rechnen müssen, dass eine von der offiziellen Linie abweichende Meinung Grund genug für Sanktionen ist.

Auf der anderen Seite: Es ist schön, dass sich die Stimmen der Vernunft zwar langsam, aber doch immer weiter mehren.

Das Gefühl, für leise geäußerte Zweifel an der Korrektheit der vorhergesagten Katastrophe (auch unter Hinweis auf die Unvorhersagbarkeit komplexer iterativer Systeme, aber das ist eine andere Baustelle) jedes Mal als egoistische Umweltsau denunziert zu werden, nimmt aber leider auch zu.

Es wäre tatsächlich noch schöner, wenn diejenigen Wissenschaftler, die an die Klimakatastrophe glauben, dies auch wirklich belegen könnten, bevor sie in Politikern den unbändigen Hunger auf neue Verbote und Steuern wecken. So eindeutig, wie sie immer dargestellt wird, ist die Faktenlage nämlich nicht. Und Kohlendioxid, um das sich jetzt nun alle Diskussionen drehen, hat nur einen recht geringen Einfluss auf den Treibhauseffekt. Methan und Wasserdampf sind die größten »Übeltäter«.

Solange die Diskussion um die angeblich unmittelbar bevorstehende Klimakatastrophe aber auf einem Niveau geführt wird, das eher an Religion und Glauben als an Wissenschaft erinnert, werden abweichende Meinungen wohl unter polemischen Beschuss stehen bleiben.

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11 Reaktionen zu “Religiöse Tendenzen und die Klimakatastrophe”

  1. akimo

    Hier gibts was an das du glauben kannst:

    http://www.greenpeace.at/gletscherschmelze.html

    Es geht nicht darum, die Argumente zu zählen (dafür oder dagegen). Ein wenig gesunder Menschenverstand tut es auch. Wenn die Umwelt so robust wäre wie es einige Menschen glauben, warum gibt es eine solche dann so selten?

    An unzähligen Beispielen lässt sich aufzählen, wie wir das empfindliche Gleichgewicht ganzer Ökosysteme gestört haben. Aber unser starker Ressourcenverbrauch hingegen soll keinerlei Auswirkungen haben? Ich frage mich langsam welche Seite hier religiös ist.

    Ok, dann sieh es doch mal andersherum. Was ist schlimmer:
    a) Nichts tun und abwarten. Selbst auf die Gefahr hin das was dran sein könnte
    b) etwas tun obwohl es evtl. nicht erforderlich wäre

    Bei a) könnten wir verlieren.
    Bei b) können wir nur gewinnen.

  2. Martin Eisenhardt

    Hallo Akimo,

    nimm es mir nicht übel, aber Informationen von Greenpeace sind mir immer etwas suspekt. Diese Organisation schreit mir immer viel zu schnell “Katastrophe”, um dann hinterher doch zugeben zu müssen, dass die Information stark übertrieben oder aber sogar völlig aus der Luft gegriffen war. Zwei Beispiele: das angebliche Waldsterben (der deutsche Wald lebt immer noch!) und das Desaster um die Entsorgung der Shell-Ölplattform »Brent Spar«, die angeblich voller giftiger Stoffe war und wo sich dann herausgestellt hat, dass die von Shell vorgesehene Entsorgungsmethode (einfaches Versenken) die umweltverträglichste gewesen wäre.

    Mir ist es völlig fern zu behaupten, dass unser Tun auf diesem Planeten keine negative Wirkungen nach sich zieht. Natürlich tut es das. Wir verbrauchen Ressourcen, wir nehmen anderen Organismen und Biosystemen Platz weg, wir vergiften und töten Pflanzen und Tiere.

    All das ist mir bewusst, und ich versuche durch mein Verhalten, meinen Einfluss auf die Umwelt so wenig negativ wie möglich zu gestalten.

    Auch Deiner Frage nach dem schlimmeren Szenario (Nichtstun bei Existenz einer Gefahr vs. Tun bei Nicht-Existenz einer Gefahr) bin ich völlig auf Deiner Linie. Natürlich ist es immer besser, auf der sicheren Seite zu sein und dann hinterher zu merken, dass man eventuell zu viel getan hat.

    Steigerung der Energieeffizienz, modernere Kraftwerke, neue umweltschonende oder gar umweltfreundliche Energieträger usw. sind sehr sinnvoll – nicht zuletzt auch aus Kostengründen (wer weniger verbraucht, zahlt auch weniger) und wegen der Verringerung unserer Abhängigkeit von den Lieferanten fossiler Brennstoffe (vor allem Russland und die islamische Welt sind mir da suspekt).

    Ich streite auch nicht ab, dass der Mensch durch sein Handeln Einfluss auf das Klima genommen hat und dies immer noch tut.

    Aber: Man darf eben auch nicht übertreiben und muss immer ehrlich argumentieren. Wer systematisch Daten fälscht (Hockeystick), »anpasst« (Temperaturen für die 1920er, 1930er wurden gesenkt, in den 1990er nach oben korrigiert) und die Folgen übertreibt, obwohl er von den Wirkzusammenhängen – wenn man ehrlich ist – noch wenig versteht, der betreibt eben nicht Wissenschaft, sondern eine Mischung aus Politik und missionierender Religionslehre.

    Man darf auch nicht annehmen, dass all die Propheten des baldigen Untergangs so ganz selbstlos sind, wie man das nach ihrem Auftreten vielleicht vermuten könnte. Da hängen ganz handfeste private wirtschaftliche Interessen mit drinnen. Woher, meinst Du, bezieht ein solcher Klimaforscher sein Einkommen? Aus seiner Forschertätigkeit, und die muss gefördert werden.

    Worum es mir geht, ist eine wirklich objektive Diskussion über das Thema, und nicht das einseitige und unreflektierte Verkünden von Untergangsszenarien.

    Es gibt z.B. keinen Grund, verbrauchsärmere Wägen zu fordern; wenn schon, muss man Automobile fordern, die weniger CO2 ausstoßen. Wieviel Kraftstoff ich dann vorne reinkippe, ist für das Klima nämlich schnuppe.

    Außerdem: Es geht um die CO2-(Methan, Aerosol, ...)-Bilanz, und nicht darum, wieviel ein Auto ausstößt. Wenn nämlich der Kraftstoff nicht aus fossilen Energieträgern, sondern z.B. aus Biomasse gewonnen wird, dann kann ich unbesorgt Porsche mit Vollgas fahren: All das CO2, dass ich dann in die Umwelt puste, wurde vorher von energie-tragenden Pflanzen aus der Athmosphäre aufgenommen. Ein Nullsummen-Spiel also.

    Ich frage mich, warum Klimaschutz immer gegen die Menschen gemacht wird und nicht mit den Menschen. Es gibt so viele Möglichkeiten, das Klima zu schützen, ohne auf Komfort und Wohlstand zu verzichten (z.B. die erwähnten Biokraftstoffe). Warum spielt das in der Diskussion nur eine so untergeordnete Rolle.

    Ein letztes Argument zum Schluss: Die Voraussagen für die Klimakatastrophe gehen immer davon aus, dass der CO2-Anstieg immer so weiter geht wie bisher oder sogar noch zunimmt. Das möchte ich aber mal hinterfragen. Denn Kohle und Öl gehen ja zur Neige. Wir können also gar nicht mehr so viel CO2 aus fossilen Brennstoffen in die Athmosphäre blasen, weil es gar nicht mehr so viel gibt, wie wir bereits verbraucht haben. Wenn man dann wieder auf Holz umsteigt, oder aber Raps und andere Pflanzen verwendet, ist man wieder beim Nullsummenspiel.

    Objektive Diskussion, das tut Not. Energieeffizienz steigern ist eine richtige Strategie. Dabei aber Panikmache zu betreiben und unseriös zu argumentieren, dass ist Junk Science und eben nicht glaubwürdig.

  3. akimo

    Es ist erstaunlich. Immer wieder wird die Glaubwürdigkeit von Greenpeace in Frage gestellt, anstatt auf die Sache einzugehen. Ich bezweifle dass GP die Bilder manipuliert – ganz einfach deshalb, weil das sehr einfach nachprüfbar ist: Fahr einfach hin und schau es Dir an.

    Diese Bilder zeigen einen Zeitraum von 100-150 Jahren. Ich gehe davon aus dass sich an der Physik hinsichtlich des Schmelzpunktes von Eis in den letzten Jahrtausenden nichts geändert hat. Trotzdem verlieren die Gletscher für alle sichtbar an Masse. Im Grunde dürften diese Fakten jedem reichen, der eine Schule besucht, um zu dem Schluß zu kommen das etwas nicht stimmt. Stattdessen vergleicht der Mensch mit Hingabe Studie A mit Studie B und zählt Erbsen. Vielleicht weil die Konsequenz so ungemütlich ist.

    Keine Frage: die aktuelle Panikmache ist auch mir unerträglich. Sie ist wenig hilfreich, und es dreht sich nur um die Schlagzeile. Aber mich muss sie ja auch nicht mehr erreichen. Sie soll diejenigen erreichen, die sich im Lauf der Zeit eine unsägliche Unbekümmertheit zugelegt haben. Diejenigen, die einfach aus Bequemlichkeit dagegen sind. Es ist ja auch viel bequemer anzunehmen, dass die ganzen Forscher nur ihre Daseinsberechtigung pflegen. Sorry, aber Dein Einwand diesbezüglich ist mir ein wenig zu konstruiert.

    Es ist mir mittlerweile egal, ob Daten manipuliert und dramatisiert werden oder nicht. Das macht mittlerweile jede Seite. Anscheinend braucht die überwiegende Mehrheit der Konsumenten eine solch plakative Berichterstattung. Die letzten 20 Jahre haben ja nicht viel gebracht – schon gar nicht mehr Verstand. Vielleicht brauchen die Menschen wirklich eine “Religion”, damit man Ihnen unbequeme Dinge besser verkaufen kann. In dieser Hinsicht ist der Durchschnittsmensch offensichtlich nicht über das 16. Jahrhundert hinausgekommen.

    Es geht eben nicht ohne persönliche Einschränkungen. Zunächst muss erst mal das “Konto” ausgeglichen werden. In Dein Nullsummenspiel musst Du also das ganze bisher verbrannte Öl einberechnen, was es dann aber nicht mehr zu einem Nullsummenspiel macht. Um das zu kompensieren musst Du also immer etwas mehr geben als nehmen. Hinzu kommt noch der immense Regenwaldverlust der letzten Jahre. Also noch mehr geben.

    Eine Sache interressiert mich aber brennend. In der ganzen Diskussion höre ich immer wieder das Argument “Arbeitsplätze”. Kann mir bitte mal jemand vernünftig erklären, warum Klimaschutz und die Limitierung des CO2 Ausstoßes Arbeitsplätze kosten soll?

  4. akimo

    Nachtrag: Die pauschale Limitierung von CO2 pro Fahrzeug ist selbstverständlich unfug, und selbstverständlich ist die Art der Energiegewinnung maßgeblich.

    Hier gibts noch mehr zum Nachdenken:
    http://www.ews-schoenau.de

    Bitte erst lesen, besonders den Punkt “Die Idee”.

  5. Martin Eisenhardt

    Hallo Akimo,

    offensichtlich sind wir beide gar nicht so weit voneinander entfernt. Es ist wirklich schön zu sehen, dass offenbar auch für Menschen, die die Klimakatastrophe als Tatsache betrachten, die Panikmache etwas übertrieben ist.

    Ich möchte auch noch eines klarstellen: Ich sage nicht, dass die alpinen Gletscher sich nicht zurückziehen – ich halte nur Greenpeace als Quelle für nicht sehr seriös. Diese von ihren Grundsätzen her eigentlich sehr unterstützenswerte Organisation hat sich durch einige fragwürdige Aktionen unglaubwürdig gemacht.

    Übrigens: Im Gegensatz zu den alpinen Gletschern, die tatsächlich mit ziemlicher Geschwindigkeit abschmelzen, gibt es andere Gebirgszüge (z.B. den Kaukasus), in dem die Gletscher momentan wachsen – sowohl nach Länge als auch nach Volumen.

    Mein Einwand hinsichtlich der Klimaforscher, die ein persönliches finanzielles Interesse an möglichst pessimistischen Prognosen haben (weil sie dann weitere Forschungsarbeiten finanziert bekommen), ist alles andere als konstruiert. Wer sich auch nur ein bisschen mit der Forschungsmittelvergabe z.B. innerhalb der EU auskennt, der weiß, dass es »Forschungstrends« gibt, Themen, die gerade besonders hip sind und massiv gefördert werden. Ein solches Thema ist die Klimaforschung, die insbesondere durch die immer wieder in düstersten Farben ausgemalte Zukunft scheinbar an Wichtigkeit gewinnt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt und ein positives Feedback zwischen Fördersumme und Schwere der vorhergesagten Katastrophe unterstellt …

    Erst gestern wurde publiziert, die Menschheit habe bis 2020 Zeit, die Katastrophe noch abzuwenden, falls bis dahin die Energiewende geschafft sei. Es ginge darum, den CO2-Gehalt der Atmosphäre bei 430 ppm zu stabilisieren, heute sind es bereits ca 380 ppm. Wenn also – wie nicht nur von mir, sondern auch von den Forschern selbst vorgeschlagen – künftig auf fossile Brennstoffe verzichtet wird, kommen wir zu dem von mir so genannten Nullsummenspiel; ein Hineinrechnen der bisherigen Emissionen ist also nicht notwendig.

    Hinzu kommt, dass einmal emittiertes CO2 ja nicht ewig in der Atmosphäre bleibt. Vielmehr wird es ja nach und nach von Ozeanen (ja, ich weiß, die versauern) und Pflanzen wieder aufgenommen. Damit wird die CO2-Konzentration in der Atmosphäre auch wieder sinken – langsam zwar, aber doch.

    Warum im Übrigen Klimaschutz immer mit Arbeitsplatzverlust gleichgesetzt wird, ist auch mir ein Rätsel. Die Solarbranche und die Hersteller von Windkraftanlagen machen es vor: Umweltfreundliche Technologien schaffen Arbeitsplätze und sind – richtiges Management immer vorausgesetzt! – hoch profitabel. Auch in der Automobilbranche muss es ja nicht zu Einbußen kommen, wenn wir eben, anstatt uns auf das 1-Liter-Auto zu fokussieren, zukünftig mit Biokraftstoffen fahren.

    Die Idee der EWS finde ich im Übrigen spitze. Besonders der Name »Rebellenkraftwerke« finde ich klasse! Und: Teurer als mein lokaler Stromanbieter (Stadtwerke Lauf) ist dieser Strom auch nicht.

  6. akimo

    Ja, leider machen es viele Klimaschützer ihren Kritikern durch eine leicht verblendete Aura sehr leicht. Dennoch wurde in der letzten Zeit das Spektrum der Dummheit gerade auch von der Gegenseite erheblich erweitert.

    Wenn ich sage, es ist mir egal ob Daten manipuliert werden, so meine ich selbstverständlich, das es für den Sachverhalt an sich unerheblich ist – also keine Rolle mehr spielt.

    Natürlich sind auch Klimaforscher abhängig von Fördergeldern. Wenn ich aber die Interessen gegenüberstelle, und die Manipulierbarkeit objektiv vergleiche, so kommt die Ressourcen verbrauchende Industrie erheblich unglaubwürdiger daher.

    Übrigens finde ich den in bunten Blättern konstruierten 13-Jahres Count-Down sehr informativ. Das ist so “Konkret”. Das lässt auf das Niveu der Zielgruppe schliessen. Leider ist weder ein genaues Datum noch eine Urzeit angegeben, ab wann wir uns sekundengenau zurücklehnen können.

    Die Idee hinter der EWS finde ich deshalb sehr gut, da sie ausschliesslich klimaschonende Energie vertreiben/handeln, und “streben nicht nach maximalem Gewinn”. (‘Klimaschonend’ ist natürlich auch etwas übertreiben). Und wenn diese Energie nun mal so viel kostet, dann muss man das eben bezahlen. Genauso wie ich für meine Arbeit einen angemessenen Lohn verlange.

    Viele große Energieversorger bieten einen Alibitarif an, und gleichzeitig einen Normaltarif. Das ist heuchlerisch, und nützt gar nichts, da sich diese beiden Modelle im Mittel wieder aufheben. Also nichts erreicht ist.

  7. Martin Eisenhardt

    Hallo Akimo,

    eines möchte ich noch kurz klarstellen: Ich halte das Angebot der EWS wirklich für eine gute Idee, und ich halte es auch nicht für zu teuer. In Deinem letzten Kommentar kommt es mir ein bisschen so vor, als hättest Du meine diesbezüglichen Äußerungen als zynisch oder sarkastisch empfunden. So war das aber gar nicht gemeint.

    Die EWS bietet ja drei Stromtarife an, jeweils mit 0.5, 1 bzw. 2 Cent/kwH an Förderung für umweltschonende Kraftwerke. In meinem konkreten Fall ist es tatsächlich so, dass ich mir – bei gleichem Verbrauch und gleichen Gesamtkosten zu meinem jetzigen Stromtarif – die Variante mit 1 Cent/kwH leisten könnte. Umweltschonendes Handeln, ein ruhigeres Gewissen und das alles zu gleichem Preis und gleichem Komfort: Genau so kann Umweltschutz funktionieren, und genau so sollten wir alle Probleme rund um Umwelt, Klima und Soziales angehen.

  8. akimo

    Nee, so wars sicher nicht gemeint. Das war eine Statement gegen die leider weit verbreitete Meinung, das alles billig sein muss.

  9. VerMan

    http://www.welt.de/politik/article759237/Warum_ich_nicht_an_die_Klimakatastrophe_glaube.html

  10. Volkmar Spies

    Hallo Akimo,

    ich glaube Dir, daß das Gletscherbild NICHT von GP gefälscht wurde, allerdings war ich im April diesen Jahres in Olkiluoto (Finnland und habe mit vier Betonpumpen und fünf Kollegen einen Turbinentisch für den neuen Atomreaktor betoniert. Da war auch ein Weltkulturerbe in der Nähe, die sogenannten Kirchenböden, Steingräber ich glaube ca. 6000 Jahre alt. In einer Broschüre stand, daß der Meeresspiegel 20-30 meter und die Durchschnittstemperatur 5-6 Grad höher waren, da wurde keiner als Klimasünder gesteinigt.- ich bin auch für einen bewußten Umgang mit Ressourcen, ich möchte meinen Sohn (7 Jahre) auch nicht im Smog spazieren sehen, aber ich habe hier ein Deja-vu: Wenn einer bei unbewiesenen Behauptungen Zweifel anmeldet wird er mit Totschlagargumenten mundtot gemacht, sowas kenne ich als Ossi in einem anderen ideologischen Kontext, da hieß es, wenn einer zu scharf nachdachte und die richtigen (sprich fürs System falschen) Fragen stellte: Bist Du etwa ein Klassenfeind?
    Nach unserem Einsatz habe ich bei GMX gelesen, daß mehrere Aktivisten von Greenpeace versucht haben auf das Kraftwerksgelände vorzudringen, um gegen die dort herrschenden zahllosen Sicherheitsverstöße zu protestieren. also geschafft haben sie es nicht, da die Sicherheit dort top ist. Zur Bausicherheit möchte ich, auch im Namen meiner Kollegen folgendes sagen: Was Greenpeace da macht ist VERLEUMDUNG!!! Ich habe in meinem ganzen Bau-Leben (bin 46 Jahre alt) noch keine Baustelle auf dieser Welt gesehen, die derart aufgeräumt und abgesichert war. Jedes Loch wurde wirksam abgesperrt oder, wenn dort gearbeitet werden mußte eingerüstet oder komplett zugeschalt. Wenn wir, die wir dort waren dann lesen, das da jemand gegen Schlamperei oder Sicherheitsverstöße protestieren möchte, geht uns ehrlich gesagt der HUT hoch. Meine Kollegen träumen heute noch von den exzellenten Bedingungen unter denen wir dort arbeiten durften, Danke Firma Heitkamp Ingenieur- und Kraftwerksbau, für Euch gern und sofort wieder!!! Wenn das Atomkraftwerk nur halb so sicher wie diese Baustelle ist habe ich keine Probleme daneben mein Einfamilienhaus hinzubauen.
    Noch eine Frage an Dich zum Thema Interpretation: Wenn ich richtig informiert bin, ist die Erddurchschnittstemperatur (ich vernachlässige jetzt mal den Fakt, das die genauesten Messungen der letzten fünf Jahre einen Abfall der Temperaturen ergeben haben) um ca 0,6 Grad gestiegen. Auf dem Mars um 0,9 Grad! Kann mir mal jemand erklären wie das in den Klimakatastrophenkontext passt?
    Nix gegen Disput aber bitte achtet darauf, JEDE als unumstößlich geltende Wahrheit kritisch hinterfragt wird. Ich respektiere jeden Idealisten, ob Öko, Christ oder Tierschützer, Vorsicht ist allerdings geboten, wenn es zur Ersatzreligion wird.

    Mit freundlichen Grüßen
    Volkmar Spies

  11. PeterPan

    Interessant in diesem Zusammenhang das aktuelle Heft der Zeitschrift “ZeitGeist”, in dem die Machenschaften rund um die “Klimakatastrophe” ebenfalls mit einer Religion verglichen werden. Verrückterweise zeigen sich tatsächlich zahlreiche Parallelen, wie etwa Angstmache, Schuldeinredung, Prophetie, Höllenvorstellung und ganz offensichtlich der Ablasshandel. Ideologie wäre vielleicht treffender gewesen, Religion bringt dafür noch den Faktor Glaube (und damit die Möglichkeit der Manipulation) mit ein.

    [ Werbung entfernt; Red. ]

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