Schief gelaufen
Was momentan so alles bei uns hier in Deutschland (und nicht nur da!) schief läuft, darüber kann man lange sinnieren und schreiben. Eine zwar nicht vollständige, aber durch die prägnante Darstellung herausragende Liste findet sich bei Gibt’s doch gar nicht unter der Überschrift »1973 vs. 2006«.
Und ich finde die dort aufgeführten Beispiele noch nicht einmal übertrieben, insbesondere bei den Beispielen, in denen es um das Bemühen um die ach so wichtige political correctness geht. Wenn es Probleme gibt, dann muss man Ross und Reiter schon nennen dürfen.
Unter anderem schön fand ich:
Szenario: Ahmed fällt wegen Deutsch in der 8. Klasse durch.
1973: Ahmed nimmt Nachhilfeunterricht in den Sommerferien und schafft den Schulabschluss ein Jahr später ohne Probleme.
2006: Ahmeds Fall landet vor der Gleichstellungskommission der Schule. Die liberale Presse findet das Verhalten der Schule unvertretbar. Deutsch ist nicht die Mutter aller Sprachen. Man denke mal daran, was im Namen der deutschen Sprache schon alles für Unheil angerichtet wurde. Die Schule lässt unter dem immensen Druck eine Nachprüfung mit Fragen für einen Erstklässler zu und Ahmed rückt nach. Den Abschluss schafft er nicht und landet am Fließband bei VW, weil er immer noch kein Deutsch kann.
Ein sehr schönes Beispiel für falsch verstandene Hilfe für Migranten und für Fairness, die keine ist – schließlich tut man dem Schüler bzw. dem zu integrierenden Migranten damit überhaupt keinen Gefallen.
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