Monatsarchiv für April 2007

TOP 5: Woran man merkt, dass man mit dem Auto gerne schnell unterwegs ist

Donnerstag, den 26. April 2007

Anzeichen 5: Tankwart und Reifenhändler sind Deine besten Freunde.

Anzeichen 4: Du leidest körperlich, wenn Du außerhalb Deutschlands mit dem Auto unterwegs bist.

Anzeichen 3: Du beschwerst Dich über die anderen Fahrer, die auf der Autobahn mit 180 vor Dir her schleichen.

Anzeichen 2: Du ertappst Dich dabei, dass Du früher am Ziel bist, als Du losgefahren bist.

Das #1 Top-Anzeichen dafür, dass man mit dem Auto gerne schnell unterwegs ist:

Peer Steinbrück lächelt, wenn er an Dich denkt.

Legal, illegal, egal

Mittwoch, den 25. April 2007

Wie man bei SPON und bei golem lesen kann, hat der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) gegen Ende seiner Amtszeit im Jahr 2005 die derzeit äußerst umstrittene Online-Durchsuchung von Computern per Dienstvorschrift genehmigt bzw. die Anweisung gegeben, solche rechtlich nicht zulässigen Durchsuchungen durchzuführen.

Ehrlich gesagt bin ich nur mäßig geschockt: Der alten rot-grünen Gutmenschen-Regierung unter Gerhard »der lupenreine« Schröder habe ich damals schon vieles zugetraut; jetzt, im Nachhinein, wo alles herauskommt, traue ich diesen Ex-68ern wirklich fast alles zu – außer, dass sich Deutschland unter ihrer Führung tatsächlich weiterentwickelt hat.

An der nun bekannt gewordenen Erlaubnis von Online-Durchsuchungen per ministerieller Dienstvorschrift stören mich zwei Dinge:

Ubuntu 7.04 »Feisty Fawn« released

Donnerstag, den 19. April 2007

Wie man das von Mark Shuttleworth und seinem Ubuntu-Team bereits gewöhnt ist, wurde die neue cutting edge Version der populären Linux-Distribution Ubuntu pünktlich und ohne Verzögerung (Hallo Redmond!) ausgeliefert.

Die Server bei ubuntu.com sind zur Zeit etwas überlastet – das sind dann die weniger positiven Auswirkungen der immer weiter steigenden Popularität von Linux im Allgemeinen und Ubuntu bzw. Kubuntu und Xubuntu, vor allem auch im Desktop-Bereich.

Falsche Political Correctness

Dienstag, den 17. April 2007

Oliver bei F!XMBR hat in einem Blogpost berichtet, dass der britische Premierminister Tony Blair sich angeblich rassistisch zu den Gründen für die neuerliche Welle von Gewalt in London geäußert hat.

Das Zitat, um das es hier geht, ist das Folgende:

Tony Blair yesterday claimed the spate of knife and gun murders in London was not being caused by poverty, but a distinctive black culture.

We need to stop thinking of this as a society that has gone wrong – it has not – but of specific groups that for specific reasons have gone outside of the proper lines of respect and good conduct towards others and need by specific measures to be brought back into the fold.

Erbschaftssteuer: Überzeugende Argumentationslinie

Dienstag, den 17. April 2007

Ich fasse mir an den Kopf, wenn ich die neuesten Meldungen zur Erbschaftssteuer aus den Reihen der -Groß-Berliner Großen Koalition und aus den Reihen der Ministerpräsidenten höre:

An der Erbschaftssteuer solle – entgegen anderslautender Vorschläge – in einer reformierten Form festgehalten werden. »Die Länder könnten den Ausfall von ca. 4 Milliarden Euro pro Jahr nicht schultern.« (Edmund Stoiber)

Ich übersetze das mal kurz, damit das wirklich Wichtige etwas augenfälliger wird:

Wir wissen, dass die Erbschaftssteuer bereits versteuertes Einkommen nochmals belastet; das ist nicht in Ordnung und verfassungswidrig, weil es gegen das Verbot der Doppel-Besteuerung verstößt. Aber weil wir so schnell kein Geld woanders herbekommen, machen wir damit einfach weiter.

Erzeugen einer Liste installierter Pakete auf einem (K)Ubuntu-System

Dienstag, den 17. April 2007

Wer sich schon einmal gefragt hat, wie er eine Liste aller auf seinem Ubuntu- bzw. Kubuntu-System installierten Pakete erhalten kann, sollte sich mal das folgende kleine Kommando angucken:

$ sudo dpkg -l | grep ^ii | awk '{print $2}' > paket-liste

Es wird eine Liste installierter Pakete in die Datei paket-liste geschrieben. Diese Liste kann man sich dann als Bettlektüre zu Gemüte führen (weniger empfehlenswert :-D) oder aber – und das ist das interessante – man kann diese Datei auf einen anderen Rechner übertragen und dann folgendes machen:

GPG-Keys automatisch in apt importieren

Montag, den 16. April 2007

Wer mit Ubuntu/Kubuntu/Xubuntu/... arbeitet, kommt um die Benutzung des manchmal etwas widerspenstigen apt in all seinen Varianten (apt-get, apt-cache, ...) nicht herum – es sei denn, man entscheidet sich für das oftmals nicht weniger kryptische aptitude.

Ein nettes Feature von apt (und inzwischen eigentlich aller anderen package manager wie yast, portage, ...) ist, dass Pakete vor der Installation gegen einen oder mehrere kryptographische Hashes (meist MD5 und SHA1) getestet werden. Damit kann festgestellt werden, ob das Paket (möglicherweise mit finsteren Absichten) verändert wurde.

Die (Schräg-)Lage der SPD in der Zusammenfassung

Donnerstag, den 12. April 2007

Eine gute Zusammenfassung der gegenwärtigen Lage der SPD und ihres glorreichen Vorsitzenden Kurt »ich-red-auch-mit-den-Taliban« Beck gibt es in einer kleinen Artikelserie bei F!XMBR:

  • Die SPD und Kurt Beck: Nur noch ein Trauerspiel

    chris bei F!XMBR präsentiert in diesen Artikeln eine fundierte Bestandsaufnahme des Gemütszustands innerhalb der deutschen Sozialdemokratie und eine Abrechnung mit einem Vorsitzenden, der diese Partei schnurstracks ins politische Abseits führt:

Warum DRM nicht funktionieren kann II

Donnerstag, den 12. April 2007

Nachdem die HD-DVD-Verschlüsselung namens AACS nun bereits zum zweiten Mal geknackt worden ist, also auch in ihrer »verbesserten« Variante mit kostenpflichtigem Schlüsselrückruf bzw. -erneuerung in festen Intervallen, sollte man sich noch einmal kurz die Zeit nehmen, um eine ganz simple Tatsache in eine auch für die Rechteverwerter verständliche Form zu bringen:

DRM ist eine Anwendung der Kryptographie. Kryptographie dient dazu, geheime Informationen von einem Sender über ein unsicheres Medium an einen Empfänger zu übermitteln. Sender und Empfänger sind nicht notwendigerweise verschieden, sie können zeitlich und räumlich getrennt sein, und beide haben vollen Zugriff auf die übermittelte Information.

und

Ein Hauch von Verstand

Donnerstag, den 5. April 2007

Ich konnte meinen Ohren gerade kaum trauen: Im ZDF-Flagschiff heute wurde – wie immer – am Ende auf die heutige Ausgabe des heute journals hingewiesen und im Rahmen dieses Teasers auch einige der Themen aufgezählt. Eines davon ließ mich aufhorchen:

[..] Sind wird doch nicht Schuld? Experten streiten über die Ursachen des Klimawandels. [...]

Kann es tatsächlich sein, dass sich auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Gestalt des ZDFs vom Betroffenheitsjournalismus löst und nun endlich einmal über Fakten berichtet:Dass sich die Wissenschaft nämlich keineswegs einig ist über den Klimawandel, über seine Existenz, seine Ursachen und seine Folgen und – nicht zuletzt – was wir ggfs. gegen den Klimawandel unternehmen sollten.