Ein Hauch von Verstand
Ich konnte meinen Ohren gerade kaum trauen: Im ZDF-Flagschiff heute wurde – wie immer – am Ende auf die heutige Ausgabe des heute journals hingewiesen und im Rahmen dieses Teasers auch einige der Themen aufgezählt. Eines davon ließ mich aufhorchen:
[..] Sind wird doch nicht Schuld? Experten streiten über die Ursachen des Klimawandels. [...]
Kann es tatsächlich sein, dass sich auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Gestalt des ZDFs vom Betroffenheitsjournalismus löst und nun endlich einmal über Fakten berichtet:Dass sich die Wissenschaft nämlich keineswegs einig ist über den Klimawandel, über seine Existenz, seine Ursachen und seine Folgen und – nicht zuletzt – was wir ggfs. gegen den Klimawandel unternehmen sollten.
Eine kurze Überprüfung direkt auf den Seiten des heute journals beim ZDF ergab dann das erstaunliche Ergebnis. Die heutige Sendung wird sich wirklich mit alternativen Erklärungen zur angeblich kurz bevorstehenden Klimakatastrophe beschäftigen:
Abkehr
Gegentheorien zum Klimawandel
Es besteht also noch Hoffnung, dass die völlig überhitzte Meute der quasi-religiösen Klimaphobiker doch nicht die Meinungs- und Deutungshoheit gewinnt. Prima, ZDF!
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Tags: CO2, Klima, Klimakatastrophe, Klimawandel








Am 11. April 2007 um 11:50 Uhr
Ich glaube das ZDF weiss es einfach nicht besser. Während die privaten immer am Zahn der Zeit sein MÜSSEN hat es das ZDF einfach nicht nötig, gewagte und öffentlichkeitswirksame Thesen zu verbreiten. Dann lieber das senden, was sicher ist und uns bereits alle vorgekaut haben.
Am 12. April 2007 um 11:34 Uhr
Das ZDF folgt doch nur der üblichen Hysterie-Kurve. Erst wird massiv Panik gemacht, einseitig berichtet und ein Angstthema durch diverse Verstärker ausgebreitet.
Dann folgt die Ermüdung der be-ängstigten Massen und die Medien versuchen, durch entgegengesetzte oder die Panikthesen abschwächende Themenwahl mitzuschwimmen.
Wenn die Hysterie dann maximal ausgeschlachtet, in finanziellen und politischen Profit umgewandelt und auch das Abflauen noch ausgeschlachtet wurde, wenn das Thema dann wieder ruht, rollt bestimmt bald die nächste Welle auf uns zu. Wollen wir raten? Viren? Eine Tierseuche? Mal wieder Feinstaub? Oder – immer gern gesehen – Gentechnik?
Am 28. April 2007 um 09:28 Uhr
Wer tatsächlich glaubt unser Handeln sei komplett folgenlos ist extrem naiv. Es hat absolut nichts mit Fanatismus oder Hysterie zu tun sondern mit Realität. Die Klimaveräveränderungen hat es in der Vergangenheit auch schon gegeben, aber was von den Verweigerern des Problemes immer missachtet wird ist die Geschwindigkeit mit de sich die Veränderungen vollziehen. Diese sind um den Faktor 100-1000 schneller als die natürlichen effekte es in der vergangenheit gezeigt haben. Ist in etwa so als würde man sich auf einen gerade eingeschalteten Herd setzen und erklären dass die verspürte Erwärmung ganz natürlich sei und die Werte noch vollkommen normal.
Am 28. April 2007 um 14:41 Uhr
Hallo Jan,
danke für den Kommentar. Mir wäre es sehr wichtig, mal ein wenig Sachlichkeit in die Diskussion um den eventuellen Klimawandel zu bringen. Dort gibt es nämlich – von allen Seiten – jede Menge Emotionen, meist allerdings mit relativ wenig Hintergrundwissen.
Ich nehme einmal ganz stark an, dass Du – als Verfechter der Theorie, dass sich das Klima durch den Einfluss des Menschen ändert – das pseudo-wissenschaftliche Machwerk von Al Gore namens »An Inconvenient Truth« bereits gesehen hast oder es zumindest für glaubwürdig hältst.
In der Wissenschaft ist es üblich, durch Diskurs mit anderen den Stand der Erkenntnis weiterzuentwickeln; es ist also wichtig, sich zu einer Theorie nicht nur die Hinweise auf ihre Gültigkeit, sondern auch Indizien für ihre Falschheit anzusehen.
Allen Klimaphobikern empfehle ich daher nachdrücklich, sich den Film »The Great Global Warming Swindle« anzusehen: Der rückt nämlich einiges wieder in Perspektive, vor allen Dingen die in den Medien immer wieder dummdreist wiederholte Bezeichnung des IPCC als Gremium von Wissenschaftlern.
Das IPCC ist das »Inter-*governmental* Panel on Climate Change«, ist also ein Gremium von Regierungen und nicht von Wissenschaftlern. Dieser werden dorthin nur entsandt. Die endgültige Entscheidung über die IPCC-Berichte werden in einer Runde von Politikern und Juristen gefällt.
Schon alleine die Vorstellung, dass sich »alle Wissenschaftler auf einen Konsens einigen« könnten, ist absolut lachhaft: Konsens in der Wissenschaft ist äußerst selten – und wenn es ihn dann doch einmal gibt, muss er noch lange nicht auf die Richtigkeit der gemeinsamen These hinweisen.
Ich lasse mich gerne von wissenschaftlich fundierten Argumenten überzeugen; aber eben nicht dadurch, dass Al Gore mit – wenn man es positiv formuliert – wissenschaftlich fragwürdigen Methoden und bewusst irreführender Darstellung von Messdaten versucht, eine neue, religiös anmutende Umweltbewegung um ihrer selbst zu gründen.