Monatsarchiv für Juni 2007

Contradictio pur: Freiheit und Sozialismus

Donnerstag, den 28. Juni 2007

Mir brennt es schon ein paar Tage unter den Nägeln, zum polemischen Ausspruch Oskar Lafontaines auf dem Gründungsparteitag der Kommunistischen Einheitspartei Deutschlands Partei »Die Linke« ein bisschen Dampf abzulassen.

Was hatte Oskar »ich muss weg« Lafontaine dort gesagt:

[Es heißt] nicht »Freiheit statt Sozialismus«, sondern »Freiheit und Sozialismus«, am besten »Freiheit durch Sozialismus«.

Ich weiß natürlich nicht, was Oskar Lafontaine vor dieser Rede da zu sich genommen hat, aber zumindest von der Freude über seine neue Partei wird er schon trunken gewesen sein.

»Freiheit und/durch Sozialismus«?

Die Deutsche Bahn verliert schon wieder

Samstag, den 23. Juni 2007

Gerade erst habe ich darüber berichtet, warum ich die Art und Weise, in der die Deutsche Bahn ihre ICEs einsetzt, für … wenig optimal halte. Und schon wieder bestätigt die Deutsche Bahn AG, dass sie sich nicht gerade um Reisende bemüht, die vom Flugzeug auf den Zug umsteigen wollen – in zweierlei Hinsicht.

Zum einen versucht die Bahn auf Strecken mit dem Flugzeug zu konkurrieren, wo das Flugzeug nun wirklich das bessere Verkehrsmittel ist (z.B. Frankfurt – Paris oder München – Hamburg). Hier wird das nichts mit der ökologisch korrekten Umerziehung der Reisenden, zumal das Zugticket meist nicht nur die langsamere, sondern auch die teurere Alternative ist.

Microsoft bietet Ubuntu »Feisty Fawn« zum Download an

Freitag, den 22. Juni 2007

Kaum zu glauben, aber dennoch wahr: Auf dem Microsoft Windows Marketplace stand für kurze Zeit die freie Linux-Distribution Ubuntu in der Version »Feisty Fawn« zum Download bereit, wie wir auf Groklaw nachlesen können.

Erstaunlich ist, dass immerhin fast 11.000 Nutzer Ubuntu von der Website des Erzrivalen aus Redmond downloaden konnten, bevor Microsoft den Spaß beendete:

Microsoft bietet Ubuntu Feisty Fawn zum Download an.

Den Spaßbremsen bei Microsoft möchte ich eigentlich nur eines zurufen: Macht weiter so, bietet häufiger mal wirklich freie Software an – frei wie in Rede und nicht nur frei wie in Bier – dann klappt das mit dem Image auch wieder … ;-)

Polens tote Legionen

Freitag, den 22. Juni 2007

Als ich gestern gelesen habe, dass Polens Kartoffel Premier Jaroslaw Kaczynski nun fordert, bei der Bestimmung des Stimmgewichts seines Landes auch die im Zweiten Weltkrieg Gefallenen und die damals getöteten Zivilisten mit zu berücksichtigen, habe ich dann doch gestutzt. Ist das einfach Dummheit, rasender Deutschenhass, oder vielleicht eher eine medizinisch zu behandelnde Angelegenheit?

Ich verstehe nicht, wie man derart in der Vergangenheit verfangen sein kann, in einer Vergangenheit, die nun – gottseidank! – bereits mehr als sechs Jahrzehnte hinter uns liegt. Unsere (deutschen) Vorfahren haben damals schlimm in Europa und Afrika gewütet, das möchte ich auch gar nicht in Abrede stellen. Ich bin auch sehr für ein andauerndes Gedenken an die damals begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und das internationale Völkerrecht.

Flickr: Ich will zu den Kätzchen

Donnerstag, den 21. Juni 2007

Das Foto-Portal Flickr hat in den letzten Tagen gezeigt, wie man sich gezielt selbst ins Bein schießt, und das auch noch mit Anlauf.

Was ist Flickr?

Flickr ist eine typische »Web 2.0«-Erfolgsgeschichte. Nutzer können per Browser oder eMail Fotos zu Flickr hochladen, diese mit Kommentaren und Tags versehen und damit anderen (möglicherweise allen) zugänglich machen. Zusätzlich können Bilder noch nach ihrer … nennen wir es political correctness eingestuft werden. Dabei gibt es die drei Stufen safe, medium und restricted. Die Idee dabei ist, dass keiner gezwungen werden soll, sich Bilder anzusehen oder in Suchergebnissen zu finden, die er/sie nicht sehen möchte. Zu diesem Zweck kann man in seinen eigenen Optionen auch angeben, ob man bei der Suche auch Bilder mit dem Prädikat restricted finden möchte.

Deutsche Bummelbahn (oder: shICE)

Montag, den 11. Juni 2007

Seit gestern gilt der neue Sommerfahrplan der Deutsche Bahn AG, und besonders überschwenglich werden zwei neue Verbindungen nach Paris gefeiert: Der deutsche ICE fährt von Frankfurt aus nach Paris, der französische Hochgeschwindigkeitszug TGV pendelt zwischen Paris und Stuttgart.

Bahnchef Medorn freut sich darüber, dass nun die Bahn dem Flugzeug Konkurrenz mache und viele Reisende vom Flugzeug auf die Schiene umsteigen werden. Bei genauerem Hinsehen aber erkennt man, dass diese Hoffnung wohl unbegründet ist.