Sieht so wissenschaftlicher Konsens aus?
Obwohl Sigmar Gabriel – und mit ihm leider viele andere Politiker und Wissenschaftler – immer wieder behauptet, dass der Klimawandel beschlossene Sache sei und in der Community ein »wissenschaftlicher Konsens« herrsche, scheint dem – wer hätte das gedacht? – doch nicht so zu sein.
Dem Reference Frame entnehmen wir (Hervorhebungen von mir):
However, meteorologists have to invite climatologists and other natural scientists to collect arguments and decide whether these phenomena are new, whether we see a change of a trend or a normal fluke that may be a part of a cycle, whether the observed dynamics has a short-term or long-term character, and these questions – at least as far as people such as myself can see from outside – are not settled among natural scientists. On one hand, some people claim that there exists “scientific consensus” that these phenomena are new and unexplainable by natural processes (and therefore man-made) and on the other hand, there are numerous people who are proving that the situation is very different, that the observations can be explained “naturally”, and that Man plays a secondary or even negligible role in the current warming trend. 2500 scientists grouped around the IPCC, the U.N.-organized intergovernmental climate panel, defends the former opinion while 4000 scientists signed e.g. under the Heidelberg resolution claims just the opposite. Whatever the right answer is, there is no consensus about it, and even if there were consensus, it wouldn’t be a proof.
Also, unter »Konsens« hatte ich immer etwas anderes verstanden.
Und wie es aussieht, halten sogar mehr Wissenschaftler die Klimahysterie für das, was sie ist: eine Ersatz-Religion fürs 21. Jahrhundert. Wobei eines natürlich auch wieder war ist: Wissenschaft, insbesondere die Naturwissenschaften, ist keine demokratische Veranstaltung. Wissenschaftliche Wahrheit kann nicht durch Abstimmung erkannt werden, auch wenn das IPCC genau das macht. Tatsächlich vollzieht sich der Erkenntnisprozess in einer Wissenschaft meist so, dass anfangs nur ein oder einige wenige Wissenschaftler ein neues Faktum, eine neue Theorie oder eine neue Entdeckung als wissenschaftlich relevant und richtig betrachten und nach und nach ihre Kollegen überzeugen – vor allem dadurch, dass sie ihre originalen(!) Messdaten veröffentlichen und die verwendeten Methoden (Versuchsanordnung, Software, Auswertungsmethodik, ...) anderen Wissenschaftlern zur Überprüfung zugänglich machen1.
Wäre Wissenschaft demokratisch, hätten neue Ideen keine Chance – sie würden einfach überstimmt. Zum Glück ist sie es nicht, sondern streng rational. Wahres ist wahr, auch wenn es anfangs nur ganz wenige erkennen. Und auch ein »Konsens« (selbst wenn wir in der Frage des Klimawandels einen hätten) ist nichts wert, sondern kann jederzeit durch neue Erkenntnisse oder die Neubewertung vorhandener Messdaten umgeworfen werden.
Bleibt also abzuwarten, bis die Mär vom angeblichen wissenschaftlichen Konsens als Lüge entlarvt wird und die Politiker-Kaste begreift, dass es wichtigere (und real existierende) Probleme gibt, die es zu lösen gilt.
1 Auch dies ist übrigens ein Aspekt, bei dem viele Klimaforscher jämmerlich versagen. So werden z.B. Messdaten »angepasst«, damit sie zu den Modellen und Voraussagen passen. Methodik und originale Messdaten werden anderen Wissenschaftlern nicht zugänglich gemacht, denn diese könnten dann ja eventuell gegen die Theorie des Klimawandels argumentieren … So etwas ist keine Wissenschaft, sondern Religion.
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Tags: CO2, Klima, Klimakatastrophe, Klimawandel, Sigmar Gabriel








Am 12. Juli 2007 um 12:54 Uhr
Angesichts so mancher unserer Politiker scheint mir der Spruch “Politik bietet keine Lösungen, Politik ist das Problem” doch einigermaßen berechtigt. Insofern sollte man vielleicht hoffen, dass wichtige Probleme nicht von diesen Deppen entdeckt und zu Profilierungszwecken missbraucht (und verschärft) werden. Oder?
Am 12. Juli 2007 um 13:10 Uhr
Da hast Du natürlich auch wieder recht: Wenn man sieht, wie an einigen doch recht einfachen Problemen herumdilettiert wird, kann man natürlich auch hoffen, dass die Kaste der heutigen Politker sich aus den wichtigen Dingen raushält.
So optimistisch bin ich dann aber doch nicht …