Terroristen und Heuchler

Nachdem das Nobel-Komitee sich in der Vergangenheit schon nicht zu schade war, den Friedennobelpreis an einen massenmordenden palästinensischen Terroristen zu verleihen, hat es sich heute in einer neuen Kategorie übertroffen.

Die Verleihung des _Friedens_nobelpreis 2007 an den Klimahysteriker Al Gore (und den Weltklimarat der UNO) zeigt, dass dieser eigentlich sehr wichtige und angesehene Preis einiges an Ansehen zu verlieren bereit ist. Das sehen auch die bissigen Liberalen so, und Statler weist darauf hin, dass diese Entwertung der Nobelpreise auf die nicht-wissenschaftlichen Kategorien des Nobelpreises beschränkt ist. Recht hat er.

Und die Entwertung des Friedensnobelpreises ist erheblich: Denn Al Gore ist weder friedlich – das zeigt seine polemische und irreführende Rhetorik – noch ist das von ihm Gesagte geeignet, den Frieden in der Welt zu befördern und zu festigen. Vielmehr dürften Alarmisten wie Al Gore dazu beitragen, einige der schwelenden Konflikte auf der Welt mit neuen Argumenten weiter anzuheizen. Dem Nachbarn wird nun nicht mehr nur sein Öl, sein Geld oder seine Infrakstruktur geneidet. Jetzt kann man auch auf die höhere geographische Lage im Nachbarland schielen und wegen des steigenden Meeresspiegels Anspruch darauf erheben.

Zudem bleiben für eigentlich wichtige Aufgaben – wie etwa den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufbau in den Entwicklungs- und Schwellenländern, für den Kampf gegen Krankheiten und Hunger – wesentlich weniger Mittel übrig, wenn diese für den Kampf gegen einen Klimawandel verwendet werden, wobei der Nutzen (sprich: die Vermeidungswirkung) dieser Maßnahmen als eher gering einzuschätzen ist – ob der Meeresspiegel nun um 50 Zentimeter oder nur um 48 Zentimeter steigt (und das ist ungefähr das, was man erreichen kann), ist eher egal.

Aber auch rein faktisch ist das Oeuvre von Al Gore nicht über alle Zweifel erhaben. Erst kürzlich wurde in Großbritannien geurteilt, dass der Film An Inconvenient Truth in Schulen nur noch mit entsprechenden Warnhinweisen gezeigt werden darf, die auf einige der vielen unbequemen Unwahrheiten in diesem propagandistischen Machwerk hinweisen.

Um nur ein paar davon zu nennen:

  • Al Gore behauptet, der Meerespiegel würde in Folge der globalen Erwärmung um sechs Meter ansteigen. Selbst das IPCC, dass sicherlich nicht im Verdacht steht, den Klimawandel zu leugnen, hält lediglich einen Anstieg von einigen zehn Zentimetern in den nächsten hundert Jahren für wahrscheinlich.
  • Al Gore zeigt eine (inzwischen berühmte) Grafik, in der der angebliche kausale Zusammenhang zwischen einem Anstieg des CO2-Gehalts der Athmosphäre und der globalen Temperatur zu sehen ist. Tatsächlich steigt der CO2-Gehalt der Athmosphäre ca. 800 bis 1000 Jahr nach der globalen Temperatur an, und inzwischen weiß man auch, dass tatsächlich die höheren Temperaturen zu einer Ausgasung von CO2 aus den Ozeanen führen – die Kausalität ist also exakt anders herum.
  • Al Gore zeigt kalbende Gletscher in der Arktis und stellt diesen absolut normalen und natürlich Vorgang als katastrophale Folge des Klimawandels dar. An der Stelle im Film habe ich mich gefragt, wogegen eigentlich damals die Titanic gerauscht ist, wenn erst der Anstieg der globalen Temperatur zum Auftauschen von Eisbergen führte.

    Hinzu kommt, dass Al Gore in seinem 4-Personen-Haushalt im Jahr 2006 etwa 221.000 kWh Strom verbraucht hat – etwa 20 mal so viel wie ein normaler US-Haushalt und etwa 40-mal so viel wie ein 4-Personen-Haushalt in Deutschland.

    Wer derart heuchlerisch ist, wer Wasser predigt, aber Wein säuft, der verliert jegliche Glaubwürdigkeit. Dass das Nobelpreiskomitee sich dennoch nicht zu schade war, einen derart fragwürdigen Menschen mit einem so angesehenen Preis auszuzeichnen, spricht Bände: Allzu deutlich wird, wie weit inzwischen die Lobby und der Einfluss der Klimahysteriker reicht.

    Aber wer auch Terroristen als Friedensbringer auszeichnet, dem ist wohl alles egal.

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