Musikindustrie: Kreativität und Kontrolle
Was habe ich gerade gelacht: Unter dem Titel »EMI dreht Geldhahn weiter zu – Jobabbau droht« verarbeitet SPON offenbar eine Pressemitteilung von EMI, in der dieser Vertrater der Musikindustrie wieder einmal die einbrechenden Umsätze beweint und das natürlich nicht dem eigenen Versagen bei der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells, sondern den pösen »Raubkopierern« anlastet.
Amüsant fand ich besonders Folgendes:
Die Kreativität der Mitarbeiter soll künftig noch stärker kontrolliert werden.
Wie soll denn das gehen? Wird da künftig eine Metrik eingeführt, die aus von den Mitarbeitern geschickten eMails, vorgelegten Memos und ähnlichem einen Kreativitätsindex ableitet? Wird das äußere Erscheinungbild mit einbezogen?
Letztlich zeigt diese hilflose Maßnahme einmal mehr, dass die Dinosaurier unter den Rechteverwertern ihre beste Zeit hinter sich haben. Apple iTunes und Amazons Musikstore machen vor, wie man in einer digitalisierten Welt mit Musik Geld verdienen kann – übrigens zunehmend ohne Einsatz von DRM (Digital Restriction Management). Auch Angebote wie Second Life, World of Warcraft und andere führen vor, wie man prima von digitalen Gütern und Dienstleistungen profitiert.
Es wird Zeit, dass die Dinosaurier aussterben, die sich mehr und mehr nicht nur gegen ihre Kunden stellen (was schon schlimm genug ist), sondern nun offenbar auch die eigenen Mitarbeiter als Gegner entdeckt haben.
RIP, EMI.
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Tags: Digital Restriction Management, Digital Rights Management, DRM, Intellectual Property, IP, SPON







