Ubuntu: Installation von Merb
Merb ist ein leichtgewichtiges Framework für die Erstellung von Model-View-Controller-basierten Webanwedungen mit Ruby. Von der Zielsetzung her ist es mit Ruby on Rails, Nitro und Ramaze vergleichbar.
Insbesondere von Rails unterscheiden sich Merb und Ramaze durch die Rückkehr zum »micro framework«, einer bewussten Beschränkung auf das Wesentliche und bleiben dadurch klein, performant und flexibel; Ruby on Rails hingegen versucht durch »convention over configuration« dem Anwender ein recht festes Grundgerüst vorzugeben, dass bis hin zu Konventionen (böswillig: »Vorschriften«) bei der Benennung von Entwicklungsobjekten (Klassen, Methoden, Templates, Layouts, ...) reicht. Der Entwickler/Anwender muss sich also zwischen zwei grundsätzlich unterschiedlichen Philosophien unterscheiden: zwischen maximaler Selbständigkeit (Merb, Ramaze, ...) und einem recht strikten Vorgehensmodell (Ruby on Rails).
Falls man sich nun für Merb entscheidet, besteht die erste Hürde unter Umständen schon in der Installation. Diese ist z.B. unter Ubuntu gar nicht so ohne, da Ubuntu und andere Debian-basierte Linux-Distributionen momentan einen kleinen, aber folgenreichen Fehler bei der Installation der rubygems machen. Nach einem
$ sudo apt-get install rubygems
sind die Rubygems (ein Paketmanager für Ruby-Erweiterungen) zwar installiert, neu hinzugefügte Gems mit eigenen Binaries wie etwa Rails, Merb, Ramaze, Mongrel und andere können allerdings nicht von der Kommandozeile aus aufgerufen werden. Die Lösung dazu habe ich in einem separaten Post beschrieben.
Merb selbst kann zwar auch als RubyGem bezogen werden, es bietet sich allerdings dringend an, die neueste Version aus dem trunk des Subversion-Repositories zu installieren. Damit das glatt über die Bühne geht, sollte man zunächst die Abhängigkeiten von Merb installieren:
$ sudo gem install mongrel json_pure erubis mime-types \ rspec rubigen ruby2ruby rake
Nun können wir uns an die Installation von Merb selbst machen:
# eventuell muss Subversion noch installiert werden $ sudo apt-get install subversion $ cd /tmp $ svn checkout http://svn.devjavu.com/merb/trunk merb $ cd merb $ rake gem $ sudo gem install pkg/merb-0.5.0.gem
Fertig. Kurz ausprobieren, ob alles klappt:
$ cd /tmp $ merb myapp $ cd myapp $ merb
Im Browser kann man nun auf http://localhost:4000 die generierte (und noch völlig nutzlose …) Webanwendung aufrufen. Man darf sich nur nicht wundern, dass man eine hübsch aufgemachte Fehlermeldung zu sehen bekommt – da noch nichts implemeniert ist, kann Merb auch noch keinen Content serven; insbesondere fehlt ein Controller.
Zeit, sich ans implementieren der nächsten Web 2.0 Killer Application zu machen …
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Am 22. April 2008 um 21:57 Uhr
—-
ERROR: Error installing mongrel:
ERROR: Failed to build gem native extension.
/usr/bin/ruby1.8 extconf.rb install mongrel
extconf.rb:1:in `require’: no such file to load—mkmf (LoadError)
from extconf.rb:1—-
Bei wem das o.g. Problem auftritt, sollte noch per apt-get das Packet “ruby1.8-dev” installieren
Am 23. April 2008 um 10:57 Uhr
Guter Hinweis, danke. ruby-dev habe ich tatsächlich übersehen, da es bei mir aus »unerfindlichen Gründen«
bereits installiert war.