Mein Strom kommt aus der Steckdose
... denkt sich offenbar die hässliche hessische SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl und Anwärterin auf das Amt der Ministerpräsidentin in Hessen, Andrea Ypsilanti. Sie möchte nämlich zum einen die Restlaufzeit der Atomkraftwerke in Hessen nicht verlängern (was ich angesichts von Atommüll, der mehrere 10.000 Jahre sicher gelagert werden muss, verständlich finde); zum anderen möchte sie aber auch keine neuen Kohlekraftwerke bauen lassen.
Woher soll der Strom denn dann kommen?
- Aus der Wasserkraft? In Deutschland so gut wie ausgereizt.
- Aus der Windkraft? Viel Spaß dabei, für den Ersatz eines einzigen herkömmlichen Kraftwerks (mit 1.000 MW Leistung) 1000 Standorte für Windkraftanlagen (mit jeweils 1 MW Leistung) zu finden – Anwohner finden Windkraft nämlich nicht so dolle. Außerdem: Windkraft ist nicht zuverlässig und dauerhaft verfügbar, sondern unterliegt starken regionalen, saisonalen und intra-saisonalen Schwankungen.
- Aus der Erdwärme? Erdbeben, ick hör Dir trapsen.
- Aus der Bio-Energie? So viel Kuhdung haben wir gar nicht.
- Aus der Solarenergie? Zu geringe Ausbeute, zu geringe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit.
Vor diesem Hintergrund wird dann auch sehr schnell deutlich, warum die Kritik vom ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement an dieser Energiepolitik absolut valide ist, wie man auch beim Antibürokratie-Team nachlesen kann. Dort arbeitet Statler sehr schön heraus, dass Clement wohl einen wunden Punkt im Wahlprogramm der SPD und Andrea Ypsilantis getroffen hat; sonst wäre es tatsächlich einfach für die SPD, mit Sachargumenten diesen lästigen Einwurf von Clement zu entkräften. Da ihr das offensichtlich nicht gelingen mag, bedient man sich einer ad hominem gerichteteten Kampagne.
Wenn ich dann lesen muss, dass die hässliche hessische SPD in Umfragen deutlich zugelegt hat und sich Andrea Ypsilanti berechtigt Hoffnung auf den Sessel des Ministerpräsidenten machen kann, dann ist wieder der Punkt erreicht, wo ich zum einen am allgemeinen Wahlrecht zweifle und das gerne an ein paar Vorbedingungen (sprich: einen Eignungstest) knüpfen würde, zum anderen kann ich jetzt wieder nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.
Ähnliche Artikel in diesem Blog:
Tags: Andrea Ypsilanti, Deutschland, Energie, Energiepolitik, Hessen, Industrie, Infrastruktur, SPD, Strom, Windkraft, Wolfgang Clement







