»Ich würde Andrea Ypsilanti nicht wählen«

... sagt Wolfgang Clement erneut, wie man heute der Zeitung »Die Welt« entnehmen kann.

Und er hat natürlich recht mit seiner Skepsis gegenüber einer Frau und ihrem Wahlprogramm, das zumindest im energie- und wirtschaftspolitischen Bereich selbst in der eigenen Partei und sogar beim Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auf Skepsis stößt: Gabriel etwa kann sich nicht vorstellen, wie man gleichzeitig die Atomkraftwerke abschaltet und keine neuen Kohlekraftwerke in Betrieb nimmt. Wie ich bereits dargestellt hatte, kann momentan die dadurch wegfallende Produktionskapazität nicht durch erneuerbare Energien ausgeglichen werden.

Oliver Luksic vom Antibürokratie-Team zeigt auch sehr schön, warum sich die SPD bei der Schelte, Clement sei ein Lobbyist, recht seltsam positioniert: Lobbyisten, die gegen die SPD und das Wahlprogramm der hässlichen hessischen Spitzenkandidaten Ypsilanti argumentieren, die sind böse und von der Wirtschaft korrumpiert. Lobbyisten hingegen, die sich für den Ausbau z.B. der Solarenergie-Erzeugung einsetzen, das sind die guten.

Und ich dachte immer, Lobbyismus an sich sei zweifelhaft, und diese Einschätzung sei nicht vom lobbyierten Gegenstand odedr Standpunkt abhängig. Da hatte ich die SPD wohl falsch eingeschätzt und muss mein Urteil revidieren: die SPD dreht ihr Fähnlein nach dem Wind und agiert äußerst opportunistisch.

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