Monatsarchiv für Januar 2008

Schäuble, Papier, Terror

Sonntag, den 20. Januar 2008

Schäuble hat sich am Papier geschnitten, könnte man fast meinen. Der Präsident des Bundesverfassungsberichts (BVG), Hans-Jürgen Papier, hatte sich in einem Interview recht kritisch (bis ziemlich ablehnend) mit den Gesetzesvorhaben unseres Bundesinnenwolfgang Schäuble auseinandergesetzt. Ob es eine gute Sache ist, wenn sich unsere höchsten Richter per Interview in Massenmedien zur aktuellen Politik äußern, wurde bereits bei den Bissigen Liberalen diskutiert.

Ich denke, so lange Politiker vom Schlage eines Wolfgang Schäubles Gesetze vorschlagen, muss man da auch als Bundesverfassungsrichter durchaus mal präventiv tätig werden – und Prävention ist bei der Verteidigung unseres (Rechts-) Staats doch besonders wichtig, gelle, Herr Schäuble? :-D

Ubuntu: Ruby und MySQL

Donnerstag, den 10. Januar 2008

Möchte man das RubyGem mysql unter Ubuntu oder Kubuntu installieren, ist es zunächst notwendig, die Dev-Sourcen des MySQL-Clients zu installieren, sonst kommt es zu folgender Fehlermeldung:

Howto: ruby-sqlite3 unter Ubuntu installieren

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Wer die Ruby-Bindings für sqlite3 namens sqlite3-ruby unter Ubuntu oder Kubuntu mittels rubygems installieren möchte, stößt auf Probleme:

$ sudo gem install sqlite3-ruby
Building native extensions.  This could take a while...
ERROR:  Error installing sqlite3-ruby:
        ERROR: Failed to build gem native extension.
 
/usr/bin/ruby1.8 extconf.rb install sqlite3-ruby
checking for sqlite3.h... no
 
make
make: *** No rule to make target 'ruby.h', 
      needed by `sqlite3_api_wrap.o'.  Stop.

Die Lösung für dieses Problem: Man muss zunächst das Ubuntu-Package libsqlite3-dev installieren:

$ sudo apt-get install libsqlite3-dev
$ sudo gem install sqlite3-ruby

Ein kurzer Test in irb:

Ubuntu: Installation von Merb

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Merb ist ein leichtgewichtiges Framework für die Erstellung von Model-View-Controller-basierten Webanwedungen mit Ruby. Von der Zielsetzung her ist es mit Ruby on Rails, Nitro und Ramaze vergleichbar.

Insbesondere von Rails unterscheiden sich Merb und Ramaze durch die Rückkehr zum »micro framework«, einer bewussten Beschränkung auf das Wesentliche und bleiben dadurch klein, performant und flexibel; Ruby on Rails hingegen versucht durch »convention over configuration« dem Anwender ein recht festes Grundgerüst vorzugeben, dass bis hin zu Konventionen (böswillig: »Vorschriften«) bei der Benennung von Entwicklungsobjekten (Klassen, Methoden, Templates, Layouts, ...) reicht. Der Entwickler/Anwender muss sich also zwischen zwei grundsätzlich unterschiedlichen Philosophien unterscheiden: zwischen maximaler Selbständigkeit (Merb, Ramaze, ...) und einem recht strikten Vorgehensmodell (Ruby on Rails).

Werbeverbot für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Es wird offenbar ein Werbeverbot für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk geben – nur leider nicht in Deutschland, sondern in Frankreich.

Was auch immer man sonst von Präsident Nicolas »Sarko« Sarkozy halten mag: Das ist ein riesiger Schritt in die richtige Richtung, auch wenn man über die Motivation dahinter nur Vermutungen anstellen kann. Offensichtlich profitiert von dieser Entscheidung der Taufpate seines Sohnes; diesem gehört ein großer französischer Privatsender, der demnächst mehr vom Werbe-Etat vieler Firmen einheimsen dürfte:

Ubuntu: Howto rubygems

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Ruby ist eine vollständig objekt-orientierte Skriptsprache, die sich wachsender Beliebtheit für die Realisierung von Webanwendungen (siehe Ruby on Rails, Merb, Ramaze, Nitro, ...), für System-Administration (als »glue language«), für Prototyping und Datenauswertung erfreut.

Die Sprache selbst kann auf Ubuntu, Kubuntu und anderen auf Debian basierenden Linux-Distributionen komfortable über den Paketmanager installiert werden:

$ sudo apt-get install ruby

Erweiterungen für Ruby werden typischerweise als so genannte »gems« verbreitet und installiert. Dazu wird zunächst der Paketmanager für diese Gems installiert:

$ sudo apt-get install rubygems

Danach können dann – ähnlich wie bei apt – Ruby-Erweiterungen als Ruby-Gems installiert werden:

23 Hours

Montag, den 7. Januar 2008

Nein, hier geht es nicht um »24« und Jack Bauer, sondern um eine neue Filiale von McDonald’s in Bamberg, an der ich jeden Tag auf dem Arbeitsweg vorbeifahre. Dieses Schnellrestaurant hat 23 Stunden am Tag geöffnet.

Ich frage mich: Was machen die in der 23sten Stunde? Geisterstunde?

Und: Macht es wirklich einen Unterschied, ob man nun 23 oder 24 Stunden öffnet? Kann man da nicht gleich durchgehend öffnen?

Wie auch immer, ich finde es nur kurios; betreffen werden mich die Öffnungszeiten wohl nicht. :-D

Old Skool: Vinyl

Samstag, den 5. Januar 2008

Habe ich gerade gelacht über einen Teaser für den Artikel »250 Kilo schwerer Plattenspieler« bei heise.de:

Klangpuristen können sich das Knacksen und Rauschen ihrer Vinyl-Platten in nie geahnter Qualität anhören [...]

Besser kann man es wohl nicht fassen.

Musikindustrie: Kreativität und Kontrolle

Dienstag, den 1. Januar 2008

Was habe ich gerade gelacht: Unter dem Titel »EMI dreht Geldhahn weiter zu – Jobabbau droht« verarbeitet SPON offenbar eine Pressemitteilung von EMI, in der dieser Vertrater der Musikindustrie wieder einmal die einbrechenden Umsätze beweint und das natürlich nicht dem eigenen Versagen bei der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells, sondern den pösen »Raubkopierern« anlastet.

Amüsant fand ich besonders Folgendes:

Die Kreativität der Mitarbeiter soll künftig noch stärker kontrolliert werden.

Wie soll denn das gehen? Wird da künftig eine Metrik eingeführt, die aus von den Mitarbeitern geschickten eMails, vorgelegten Memos und ähnlichem einen Kreativitätsindex ableitet? Wird das äußere Erscheinungbild mit einbezogen?