In your Face, Steve …

Nein, nicht Steve Jobs, sondern Steve Ballmer ist gemeint. Wie man überall lesen kann, lehnt Yahoo! die Übernahmeofferte von Microsoft als zu gering ab – man sieht sich mit etwa 45 Milliarden Dollar »massiv unterbewertet«.

Recht so. Wer glaubt, eigenen Innovationskraft durch den ungezügelten Zukauf anderer Unternehmen ersetzen zu können, dem gebührt auch mal ein ordentlicher Schuss vor den Bug. Und ich denke nicht, dass Steve Ballmer und Microsoft willens sind, ihr Angebot wesentlich nachzubessern.

Denn seien wir mal ehrlich: Die Integration von Yahoo! in den Microsoft-Konzern dürfte ein ziemlicher Alptraum sein. Auf der einen Seite eine streng hierarchische Struktur, auf der anderen Seite eine offene, freie und kreative Unternehmenskultur.

Hinzu kommt, dass Yahoo! im Geschäft mit Suche, Portalen, Fotodiensten und anderen web-basierten Mehrwertdiensten zwar um Längen vor Microsoft liegt, aber dennoch relativ klein ist; im Vergleich mit Branchenprimus Google hat allenfalls das Geschäft mit kostenlosen eMails (wo ist da das Geschäft?) und der Fotodienst Flickr eine Chance.

Der Zukauf würde Microsoft also einen relativ geringen Nutzen bringen, bei ungewissem Risiko und der Monsteraufgabe der Integration zweier solch höchst unterschiedlicher Konzerne. Da sollte Steve Ballmer ein Einsehen haben und sein Geld lieber gewinnbringender anlegen.

Wobei: Microsoft hat ja auch 240 Millionen Dollar für 1,6 Prozent der Anteile an Facebook gezahlt, dem Portal also einen Marktwert von lockeren 15 Milliarden Dollar bescheinigt. Nächste Spekulationsblase, ick hör Dir trapsen.

Wie es in Steve Ballmer nach der vorerst geplatzten Übernahme aussieht, kann man nicht ergründen; das folgende Video kann aber Anlass zu Vermutungen geben. Denn wer schon so ausflippt, wenn eigentlich alles in Butter ist, wie führt sich derjenige erst auf, wenn es mal nicht so läuft …?

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3 Reaktionen zu “In your Face, Steve …”

  1. Stefan Jung

    Yahoo schickt Microsoft nach Hause…

    Das milliardenschwere Übernahmeangebot von Microsoft an das Internetunternehmen Yahoo hat dieses als zu niedrig zurückgewiesen. Die FAZ berichtet, die Unternehmensführung hätte das Angebot ausgeschlagen – das letzte Wort hätten allerdings trotzdem…

  2. Microsoft will Yahoo kaufen | Der güldene Blog

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  3. Dudley

    Also sollen die mal machen auf was sie Lust haben – oder es eben lassen ….

    aber ein kleines Lächeln hat die Meldung schon bewirkt bei mir ….:-)

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