Monatsarchiv für Juli 2008

Rattenfänger oder Popstar?

Donnerstag, den 24. Juli 2008

Ich weiß nicht, was von beidem Barack Obama ist, jedenfalls betreibt er seine Politik hauptsächlich mit Emotionen und nicht mit Argumenten. Wohin das führen kann und wie gefährlich das ist, zeigt der folgende Ausschnitt aus Obamas Rede an der Siegessäule in Berlin:

For the people of Afghanistan, and for our shared security, the work must be done. America cannot do this alone. The Afghan people need our troops and your troops; our support and your support to defeat the Taliban and al Qaeda, to develop their economy, and to help them rebuild their nation. We have too much at stake to turn back now.

HDL? STFU!

Donnerstag, den 17. Juli 2008

Über das Deppendeutsch mancher Business-Kasper habe ich mich schon einmal ausgelassen. Dass die Jugend nicht so arg viel besser ist, war mir schon klar. Wie man dagegen ankommt, eher nicht.

Versuchen wir es mit ein bisschen Musik:

[ via hostblogger ]

Obama at the Gate

Mittwoch, den 16. Juli 2008

Zur Debatte, ob und wo der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten Barack Obama auf seines Besuchs in Berlin Mitte/Ende Juli sprechen soll, möchte ich auch noch kurz meine “2 cents” beitragen – auch, wenn meine Position dazu sicherlich keine neue sein dürfte.

Zunächst einmal halte ich – wie auch Angela Merkel und viele andere – den Wahlkampfauftritt eines Politikers im Ausland für zumindest problematisch. Warum sollte Deutschland (oder Frankreich, oder Italien, oder …) einem demokratisch nicht legitimierten US-Bürger, der sich zudem nicht in offizieller Mission, sondern auch einer Wahlkampftour befindet, dadurch ein möglichst breites Forum bieten, indem man ihn/sie an einem der symbolträchtigsten Orte Deutschlands (Frankreichs/Italiens/...) sprechen lässt?

Protectionism at its best

Mittwoch, den 9. Juli 2008

Schützt mich!

Letzte Woche wurde von der bayrischen Vertretung ein Gesetzesvorhaben in den Bundesrat eingebracht, mit dem der Internet-Handel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten wieder verboten werden soll – nachdem er vor nicht allzu langer Zeit ja erst erlaubt worden war.

Neben den offensichtlichen Argumenten gegen solchen Aktivismus stellt sich mir vor allem eine Frage: Warum?

Es ist ja nicht so, dass DocMorris und Co. verschreibungspflichtige Medikamente einfach so an jeden verkaufen und verschicken würden. Nein, auch die so genannten Internet-Apotheken prüfen in jedem einzelnen Fall, ob eine entsprechende Verschreibung durch den behandelnden Arzt (das “Rezept”) vorliegt, das Medikament also abgegeben werden darf.

Zustandsbeschreibung der SPD

Dienstag, den 8. Juli 2008

Aus dem Spiegel Online:

Kurt Beck, Andrea Nahles und all ihre Gesinnungsgenossen in der SPD erinnern bei ihrem Umgang mit dem Erbe der Schröder-Politik an einen Schwimmer, der einen langen breiten Strom durchschwimmt und nach drei Viertel der Strecke das Gefühl hat: Ich schaffe es nicht, das halte ich nicht durch. Ich dreh’ um.

Genau Exakt so ist auch mein Eindruck. Statt den durchaus mutigen Reformprozess weiterzugehen, der unter Gerhard Schröder begonnen wurde, sprintet man zurück in klassenkämpferische Ideologie, mit der sich zwar die Arbeitnehmerschaft schön anheizen lässt, die aber vermutlich sowohl den Wahlerfolg als auch das letzte bisschen Glaubwürdigkeit kosten werden.

Veränderungen

Montag, den 7. Juli 2008

Wie fühlt man sich, wenn man aus dem immer als behütet verspotteten Leben an einer deutschen Universität unversehens in ein Unternehmen eintritt, dass die größten IT-Anwender Deutschlands berät und deren IT-Systeme maßgeblich entwirft und implementiert?

Vieles ist anders, manches ist gleich.

Fangen wir mit dem an, was gleich geblieben ist. Die Fahrt zur Arbeit nervt nach wie vor. Geld ist nicht wirklich die Kompensation, nach der man strebt. Geregelt sind die Arbeitszeiten schon, aber etwas abseits vom 8-Stunden-Tag. Die Kollegen sind nett bis freundschaftlich. Die Informatik ist noch immer das richtige Metier für mich.

Herr Soundso und Kollegen

Donnerstag, den 3. Juli 2008

Folgende eMail kam heute über das eMail-System eines der größten Arbeitgeber weltweit mit Sitz in Deutschland (und nein, es ist nicht Siemens, es gibt tatsächlich größere deutsche Unternehmen …), und zwar als hämischer Kommentar zu einem ganz großen Delegierer … :

Sehr geehrter Herr Soundso,

leider kann ich mich momentan nicht um Ihre Anfrage kümmern, da Herr Imurlaub nicht da ist. Frau Auchweg kann leider auch nicht unterstützend tätig werden, da sie völlig mit der Einarbeitung unseres neuen Kollegen Herrn Nochgrünhinterdenohren ausgelastet ist. Ich konnte leider auch weder Herrn Keinelust noch Frau Nochimmutterschutz zur Mitarbeit bewegen.