Geehrte Fahrgäste, wir ersetzen den Ersatz

Heute auf dem Hauptbahnhof Nürnberg: Normalerweise fahren um 8:23h und 8:27h gleich zwei ICEs von Nürnberg nach München; der eine hält noch einmal in Ingolstadt, der andere erst wieder in München.

Seitdem die Bahn völlig überraschend feststellen musste, dass nicht nur die Achsen des in Köln aus den Schienen gesprungenen ICEs überprüft werden müssen, sondern auch die aller baugleichen ICEs, ist der Fahrplan im Fernverkehr ein kleines bisschen aus dem Tritt geraten.

Daher ist inzwischen der ICE um 8:23h ganz offiziell zum IC degradiert worden, und manchmal fährt dann auch tatsächlich der versprochene Ersatzzug. Meistens aber eher nicht, z.B. am Montag dieser Woche.

Das ist nicht gar so schlimm, weil der ICE um 8:27h nach wie vor seinen Dienst tut.

Heute aber ist der Ersatzzug um 8:23h wieder einmal ausgefallen, stattdessen fuhr dann aber ein Ersatzzug für den Ersatzzug. Und das ist dieses Mal (... wait for it ...): ein ICE-3.

Geht doch, Herr Mehdorn!

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2 Reaktionen zu “Geehrte Fahrgäste, wir ersetzen den Ersatz”

  1. Niklas

    Eigentlich müsstest Du Dich glücklich schätzen, bei Dir werden wenigstens Ersatzzüge eingesetzt. Und nicht nur das, sondern die Ersatzzüge werden sogar noch, bei Ausfall der Ersatzzüge, durch weitere Ersatzzüge ersetzt…
    Ich fühle mich gerade ein wenig schwindellig…
    Was ich jedenfalls sagen wollte: Glückspils ;)

  2. Martin Eisenhardt

    Prost!

    Worum es mir geht: Bahnfahren ist momentan ein noch größeres Chaos, als es ohnehin immer schon war. Insbesondere in Sicherheitsfragen halte ich inzwischen die Führung der DB AG für recht unbeholfen, was ja durch ein Gutachten in der vergangenen Woche gerade erst bestätigt wurde.

    Natürlich bin ich glücklich, wenn ein ICE mit einem anderen (und bauart-neueren) ICE ersetzt wird – mir wäre es allerdings im liebsten, wenn es gar nicht erst zu solchen überhasteten Rückrufaktionen für Züge kommen müsste, denn ein ungutes Gefühl bleibt dann immer zurück:

    Warum erst jetzt, warum nicht schon früher?

    Und warum können die Hersteller-Unternehmen (und da insbesondere Siemens und Bombardier) eigentlich keine Einschätzung geben, ob die von ihnen gefertigten Achsen den Belastungen nun dauerhaft standhalten oder nicht?

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