Monatsarchiv für Juli 2009

Piratenpartei empfiehlt Zensursula die Netiquette

Montag, den 27. Juli 2009

Gerade noch darüber geschrieben: Zensursula »die Laiin« von der Leyen fordert bekanntlich eine Art Benimmregel im Netz – besonders für Kinder und Jugendliche. Dass es diese Verhaltensregeln schon seit längerem (geschätzte 35 Jahre) gibt, hat Zensursula dabei sicherlich nur aus Versehen übersehen. Nicht vorstellbar, das Ganze sei nur ein PR-Stunt unter dem Eindruck der herannahenden Bundestagswahl.

Nun hat sich auch die Piratenpartei der Sache angenommen und empfiehlt Ursula von der Leyen einen Blick in die Netiquette – der Ton darf dabei ruhig als süffisant bezeichnet werden.

Recht so.

Zensursula will Benimmregeln im Internet

Donnerstag, den 23. Juli 2009

Wir leben im Zeitalter der Internetausdrucker – soviel ist ja schon seit einiger Zeit klar. Die Blüten, die das treibt, werden allerdings immer bunter.

Nun fordert Bundesfamilienministerin Zensursula von der Leyen, es möge doch auch im Internet eine Reihe von Verhaltensregeln geben, auf die sich die Nutzer miteinander einigen und die dann auch von allen eingehalten werden. Verstöße gegen diesen Verhaltenskodex sollen dann wohl mit sozialer Ausgrenzung bestraft werden.

Als ich das las, habe ich mich gefragt: Habe ich das nicht schon einmal irgendwo gesehen, gelesen oder gehört?

Langfristige Pläne

Dienstag, den 7. Juli 2009

Bei den Vorverhandlungen zum Nachfolger des Kyoto-Abkommens zum Klimaschutz äußerte sich der indische Vertreter wie folgt (SpON):

Shyam Saran wird sogar noch deutlicher: “Was sollten wir für ein Abkommen unterschreiben, in dem es keine Finanzierung gibt?” Sein Land könne keine langfristigen Strategien zur CO2-Senkung entwickeln, wenn finanzielle Hilfe dafür nur aus Marktquellen komme. “Märkte gehen nach oben, Märkte gehen nach unten – wir brauchen aber zumindest etwas an vorhersehbarer Finanzierung, um langfristige Pläne machen zu können.”

Natürlich ist verständlich, dass Staaten der Zweiten und Dritten Welt noch nicht auf dem Stand der Ersten Welt sind; klar ist auch, dass sie noch berechtigten Nachholbedarf haben und die Erste Welt auch helfen sollte.

Empfindliche Festplatten

Sonntag, den 5. Juli 2009

Der SPON dilettiert wieder mal:

3,5”-Laufwerke vertragen im ausgeschalteten Zustand laut Spezifikation Stöße von “nur” 300 Gramm bei einer Impulsdauer von weniger als zwei Millisekunden

Das wäre mir neu.

Und zwar aus zwei Gründen: Zum einen muten 300 Gramm als Maß für die gerade noch tolerierbare Belastung tatsächlich als recht gering an. Zum zweiten, und viel wichtiger, ist eher der Umstand, dass Stöße und Impulse wohl eher nicht in Gramm gemessen werden, sondern in Beschleunigung über ein Zeitintervall.

Alternativen

Samstag, den 4. Juli 2009

Alles, wirklich alles ist besser, als Opel via Magna an Russland zu verschachern (siehe auch den SpON). Ob die bessere Lösung nun darin besteht, doch noch Fiat zum Zuge kommen zu lassen, oder aber Opel an chinesische Investoren zu verkaufen – bei jeder dieser Alternativen ist die Chance für Opel auf ein langfristiges Überleben besser als bei einer Übernahme durch Magna und die mit Magna verbundenen russischen Unternehmen.

Warum ist das so?

Magna und Konsorten verfügen bereits jetzt über hochmoderne Produktionsstätten mit Überkapazitäten. Was fehlt, sind Baupläne für moderne Fahrzeuge. Was würde also vermutlich passieren, wenn Magna Opel übernimmt? Das geistige Eigentum Opels wandert Richtung Ural, und die Produktionsstätten in Deutschland werden nach einer Schamfrist bzw. nach der vertraglich zugesicherten Zeit dicht gemacht.