Langfristige Pläne
Bei den Vorverhandlungen zum Nachfolger des Kyoto-Abkommens zum Klimaschutz äußerte sich der indische Vertreter wie folgt (SpON):
Shyam Saran wird sogar noch deutlicher: “Was sollten wir für ein Abkommen unterschreiben, in dem es keine Finanzierung gibt?” Sein Land könne keine langfristigen Strategien zur CO2-Senkung entwickeln, wenn finanzielle Hilfe dafür nur aus Marktquellen komme. “Märkte gehen nach oben, Märkte gehen nach unten – wir brauchen aber zumindest etwas an vorhersehbarer Finanzierung, um langfristige Pläne machen zu können.”
Natürlich ist verständlich, dass Staaten der Zweiten und Dritten Welt noch nicht auf dem Stand der Ersten Welt sind; klar ist auch, dass sie noch berechtigten Nachholbedarf haben und die Erste Welt auch helfen sollte.
Ich bekomme aber den Eindruck, dass hier unter dem Deckmantel des Klimaschutzes versucht wird, sich langfristig stabile Unterstützung aus dem Ausland zu sichern – und dass dies ausgerechnet ein Land macht, dass nicht nur schon etliche Billigarbeitsplätze aus der Ersten Welt zu sich geholt hat, sondern sich nun auch noch anschickt, hochqualifizierte Arbeitsplätze zu sich zu verlagern.
Solche Länder sind im Allgemeinen in der Lage, sich selbst am besten zu helfen; sonst könnten sie nicht eine florierende High-Tech-Industrie ihr eigen nennen.
Hilfe aus der Ersten Welt sollte daher lieber auf Länder konzentriert werden, die diese auch tatsächlich benötigen – denn davon gibt es (leider!) immer noch genug.
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