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	<title>node-0 &#187; Allgemein</title>
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		<title>Ganz Europa liebt Obama</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 08:32:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>

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		<description><![CDATA[	
		Ganz Europa liebt Barack Obama. Wirklich? Im Osten hält sich die Begeisterung für den US-Präsidenten in Grenzen.
	
	&#8230; schreibt Gregor Peter Schmitz im SPON und merkt nicht mal, dass die Begeisterung für Obama auch im Westen Europas bereits vor seiner Wahl zum US-Präsidenten nicht von allen geteilt wurde.
	Und dass jetzt, nachdem Obama seine weitgehende Unfähigkeit bewiesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<blockquote>
		<p>Ganz Europa liebt Barack Obama. Wirklich? Im Osten hält sich die Begeisterung für den US-Präsidenten in Grenzen.</p>
	</blockquote>
	<p>&hellip; schreibt Gregor Peter Schmitz im <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,656123,00.html">SPON</a> und merkt nicht mal, dass die Begeisterung für Obama auch im Westen Europas bereits vor seiner Wahl zum US-Präsidenten nicht von allen geteilt wurde.</p>
	<p>Und dass jetzt, nachdem Obama seine weitgehende Unfähigkeit bewiesen hat, seinen großen Worten auch große Taten folgen zu lassen, die Begeisterung insgesamt doch recht überschaubar ist.</p>
	<p>Eventuell wäre es für den Obama-Fanboy mal ganz gut, dem US-Volk ein wenig aufs Maul zu schauen um zu erkennen, dass selbst dort der Schock über die Wandlung von Obama vom Propheten des nahen Paradies zur äußerst schlechten Bush-Kopie tief sitzt.</p>
	<p>Nie zuvor hat schließlich ein US-Präsident derart schnell an Zustimmung und Ansehen verloren wie Obama &#8211; auch nicht GW Bush.</p>
	<p>War da nicht einmal so eine lästige Empfehlung, dass Journalisten objektiv berichten sollten?</p>
	<blockquote>
		<p>Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich niemals mit einer Sache gemein macht &#8211; auch nicht mit einer guten.</p>
	</blockquote>
	<p><em>Eat this</em>, Gregor Peter Schmitz.
 </p>

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		<title>Es wird eng für Steinmeier</title>
		<link>http://node-0.mneisen.org/2009/09/17/es-wird-eng-fur-steinmeier/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 14:08:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Nahles]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[BTW 2009]]></category>
		<category><![CDATA[BTW09]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Wowereit]]></category>
		<category><![CDATA[Olaf Scholz]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[	Für Frank »Minuswalter« Steinmeier, Kanzlerkandidat der SPD, wird die Luft langsam eng. Nicht nur, dass seine Partei in den Umfragen immer weiter abzusacken scheint; nicht nur, dass seine Partei wegen mangelnder realer Unterstützer sich ersatzweise die Unterstützung von Gewerkschaften und des WWF zusammenlügt. Nein, auch für Steinmeier als Kandidat wird es schwierig, wie Zahlen aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Für Frank »Minuswalter« Steinmeier, Kanzlerkandidat der SPD, wird die Luft langsam eng. Nicht nur, dass seine Partei in den Umfragen immer weiter abzusacken scheint; <a href="/2009/09/17/spd-und-steinmeier-oops-i-did-it-again/">nicht nur, dass seine Partei wegen mangelnder realer Unterstützer sich ersatzweise die Unterstützung von Gewerkschaften und des WWF zusammenlügt.</a> Nein, auch für Steinmeier als Kandidat wird es schwierig, wie Zahlen aus einer Allensbach-Umfrage zeigen:</p>
	<p><img src="/wp-content/uploads/2009/09/allensbach-eigenschaften.png" align="center" alt="" /></p>
	<p>Schon auf den ersten Blick erkennt man, dass Steinmeier im direkten Vergleich zu Bundeskanzlerin Angela Merkel keine Chance hat. In bewährter Art und Weise stellen wir das auch noch einmal als Differenzen zwischen den beiden Kandidaten dar, um die Unterschiede richtig deutlich zu machen:</p>
	<p><img src="/wp-content/uploads/2009/09/allensbach-eigenschaften-differenzen.png" align="center" alt="" /></p>
	<p>Da muss einem SPD-Wahlkämpfer das Herz in die Hose rutschen: Galt die SPD doch früher immer als Partei der Gebildeten und der Intelligenz, muss sie es jetzt ertragen, dass ihr Kandidat im Vergleich zur Kanzlerin als nicht besondern intelligent dasteht.</p>
	<p>Auch in anderen wichtigen Kategorien wie politischer Weitsichtigkeit, verständlicher Ausdrucksweise, Durchsetzungsfähigkeit (»energisch«) und &#8211; vor allem! &#8211; auch der Vertrauenswürdigkeit bleibt der Kandidat Frank-Walter Steinmeier weit hinter der Bundeskanzlerin Angela Merkel zurück.</p>
	<p>In keiner einzigen Kategorie kann Steinmeier mit statistischer Signifikanz Kanzlerin Merkel schlagen; das müde Plus von einem Prozentpunkt in der Kategorie »modern« reicht bei weitem nicht, um auch nur in dieser Kategorie als Sieger hervorzugehen.</p>
	<p>Unter diesen Vorzeichen &#8211; schlechte Umfragewerte für die SPD, der Skandal um erlogene Unterstütung von Gewerkschaften und WWF und die desaströsen persönlichen Werte von Steinmeier &#8211; kann die SPD diese Bundestagswahl eigentlich schon verloren geben.</p>
	<p>Vielleicht tut sie das ja auch bereits: <a href="/2009/09/17/wowereit-als-nachster-kanzlerkandidat-oder-die-spd-im-tunnel/">Die zweite Reihe um Klaus Wowereit, Andreas Nahles, Olaf Scholz und Sigmar Gabriel drängelt bereits nach vorne.</a> Ob das allerdings der SPD gute Chancen für kommende Wahlen in Bund, Länder und Kommunen eröffnet, darf bezweifelt werden.</p>

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		<title>Wowereit als nächster Kanzlerkandidat oder: Die SPD im Tunnel</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 11:24:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Nahles]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Wowereit]]></category>
		<category><![CDATA[Olaf Scholz]]></category>
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		<category><![CDATA[SPD]]></category>

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		<description><![CDATA[	Für politisch einigermaßen Interessierte war schon länger klar, dass die linke Riege um Klaus Wowereit und Andrea Nahles spätestens 2013 den Marsch durch die Institutionen beenden und als Kanzler bzw. Kanzlerin die Bundesrepublik in eine schöne, neue und vor allen Dingen linke Zukunft führen wollen.
	Offenbar regt sich da jetzt schon etwas:
	
		Selbst wenn sich die Sozialdemokraten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Für politisch einigermaßen Interessierte war schon länger klar, dass die linke Riege um Klaus Wowereit und Andrea Nahles spätestens 2013 den Marsch durch die Institutionen beenden und als Kanzler bzw. Kanzlerin die Bundesrepublik in eine schöne, neue und vor allen Dingen linke Zukunft führen wollen.</p>
	<p><a href="http://bit.ly/bTfHs">Offenbar regt sich da jetzt schon etwas:</a></p>
	<blockquote>
		<p>Selbst wenn sich die Sozialdemokraten nach der Bundestagswahl wieder in eine Große Koalition retten sollten, würde die Frage nach künftigem Führungspersonal und die Debatte um eine rot-rote Machtoption nur vertagt. Immer wieder wird er als möglicher Kanzlerkandidat für 2013 gehandelt.</p>
	</blockquote>
	<p><small>[ <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,649524,00.html">http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,649524,00.html</a> ]</small></p>
	<p>Ja, das sehe ich auch so. Langfristig steuert die SPD auf Rotrot zu, und sie wird dann von der Linken assimiliert werden, genauso wie die alte SPD-Ost es in der DDR über sich hat ergehen lassen müssen. Das Logo der SED &#8211; zwei ineinander verschränkte Hände, ein Händedruck &#8211; symbolisierte nicht umsonst den Händedruck zwischen Otto Grotewohl (SPD) und Wilhelm Pieck (DKP) bei der Zwangsvereinigung der beiden Parteien zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED).</p>
	<p>Gleiches wird der SPD auch in der Bundesrepublik blühen, wenn sie nicht endlich von den rot-roten Träumerein Abstand nimmt.</p>
	<p>Aber davon kann man momentan eher nicht ausgehen.</p>
	<p>Wie schlecht es um die SPD bestellt ist und wie sehr ihr hochwertiger politischer Nachwuchs fehlt, kann man auch hieran sehen:</p>
	<blockquote>
		<p>Seit acht Jahren steht Wowereit an der Spitze Berlins, gilt gemeinsam mit Scholz, Nahles oder Gabriel als &#8220;Führungsreserve&#8221; der SPD.</p>
	</blockquote>
	<p><em>Really?</em></p>
	<p>Der Scholzomat, die linke <del>Zicke</del> Andrea und der gemütlich-dicke Sigmar, der von nicht Ahnung, aber zu allem eine Meinung hat &#8211; auch diese drei zählen als »Führungsreserve«?</p>
	<p>Wenn die SPD eine Aktiengesellschaft wäre und in einer Pressemitteilung diese vier »Nachwuchspolitiker« als die kommende Führungsmannschaft angekündigt hätte, dann würde ich jetzt <em>asap</em> alle SPD-Aktien verkaufen und notfalls &#8211; falls sich kein Käufer findet &#8211; komplett abschreiben.</p>
	<p>Die einstmals so stolze SPD fährt immer rasanter in den Abgrund. Falls jemand die Kurzgeschichte »Der Tunnel« von Friedrich Dürrenmatt kennt, dann wird er Parallelen erkennen:</p>
	<blockquote>
		<p>Doch auf dieser Strecke, die er oft fährt, fällt ihm auf, dass der Zug ungewöhnlich lange durch einen eigentlich sehr kurzen Tunnel rast, den er sonst nie sonderlich bemerkt hat. Die Unruhe des Studenten wächst, während die Mitreisenden nicht beunruhigt sind. Der Schaffner versichert auf Anfrage, dass alles in Ordnung sei. Der 24-Jährige stößt zum Zugführer durch, der sich den langen Tunnel nicht erklären kann. Gemeinsam schaffen sie es, zur Lokomotive zu klettern. Der Führerraum ist leer, der Lokomotivführer schon nach fünf Minuten abgesprungen, der Zugführer aber an Bord geblieben (Er sagt, er habe schon „immer ohne Hoffnung gelebt“) Die Lokomotive gehorcht nicht mehr, die Notbremse funktioniert nicht, und der Zug rast immer schneller und schneller in den dunklen Abgrund. Am Ende sieht der Student &#8211; der anfangs noch Wattebäusche und Sonnenbrille trug &#8211; dem kommenden Tod mutig ins Auge, wendet den Blick nicht ab: „Was sollen wir tun“ &#8211; „Nichts.“</p>
	</blockquote>
	<p>Exakt das ist die SPD &#8211; immer weiter bergab, unfähig, auf die sich ändernden Bedingungen zu reagieren und sich anzupassen, zum Scheitern verurteilt, das Ende nur noch erwartend.</p>

 ]]></content:encoded>
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		<title>TV-Duell: Zuschauerbefragungen oder: Wie man mit Zahlen zaubern kann</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 13:16:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Duell]]></category>

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		<description><![CDATA[	Gestern abend lief das lange erwartete TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrem Herausforderer von der SPD, Franz Frank-Walter Steinmeier.
	Ohne auf das eigentlich ziemlich verunglückte Format dieses »Duells« weiter eingehen zu wollen, möchte ich mich kurz mit den während bzw. nach dem TV-Duell durchgeführten Umfragen beschäftigen, insbesondere auch mit deren Deutung durch Parteien und Medien.
	Diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Gestern abend lief das lange erwartete TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrem Herausforderer von der SPD, <del>Franz</del> Frank-Walter Steinmeier.</p>
	<p>Ohne auf das eigentlich ziemlich verunglückte Format dieses »Duells« weiter eingehen zu wollen, möchte ich mich kurz mit den während bzw. nach dem TV-Duell durchgeführten Umfragen beschäftigen, insbesondere auch mit deren Deutung durch Parteien und Medien.</p>
	<p>Diese waren nämlich wieder einmal geprägt von Unverständnis gegenüber statistischen Erhebungen, und es wurden recht schnell die ziemlich falschen Schlüsse gezogen. Besondern entkräften möchte ich die gestern von linken <em>spin doctors</em> gerne immer wieder geäußerte falsche Meinung, Steinmeier sei als Sieger aus diesem Duell hervorgegangen. Dies wurde immer unter Verweis auf die Umfragen zum TV-Duell behauptet.</p>
	<p>Wie also muss man diese Umfragen deuten?</p>
	<p>Sehen wir uns beispielhaft die Befragung der ARD an. Ich wähle diese aus zwei Gründen. Zum einen gilt die ARD insgesamt als eher SPD-freundlich, es wird hier also keinen Bias zuungunsten von Steinmeier geben; eher wird er dort noch zu gut wegkommen.</p>
	<p>Zum anderen ist die ARD-Umfrage recht umfangreich, verglichen mit denen der privaten Konkurrenz RTL und SAT.1 (die fragen mehr oder weniger nur nach dem Gewinner), und gleichzeitig mehr auf Themen fokussiert als die Umfrage des ZDF (die eher nach demographischen Gesichtspunkten ausgewertet wurde).</p>
	<p>Sehen wir uns zunächst einmal an, wie die Ergebnisse der Umfrage der ARD aussehen:</p>
	<p><img src="/wp-content/uploads/2009/09/tvduell-ard-absolut.png" alt="" /></p>
	<p>Wenn man dieses Ergebnis sieht, dann könnte man zunächst einmal schließen, Steinmeier habe tatsächlich gewonnen. Schließlich übertrumpft er in den meisten Kategorien die amtierende Bundeskanzlerin &#8211; wenn auch nur knapp.</p>
	<p>Genau darin aber liegt der Haken. Meinungsumfragen sind sind &#8211; auch wenn das gerne immer wieder vergessen wird &#8211; keine exakte Wissenschaft. Insbesondere sind die erhobenen Zahlen auch nicht exakt, sondern wegen der Stichprobenwahl aus der Gesamtbevölkerung immer mit einer gewissen Ungenauigkeit behaftet.</p>
	<p>In ordentlich durchgeführten Umfragen, etwa für die Sonntagsfrage des ZDF-Politbarometers, beträgt das Fehlerintervall immer noch etwa drei Prozentpunkte. Bei einer ad-hoc-Umfrage wie die gestern abend durchgeführten Befragungen während und nach dem TV-Duell kann man getrost davon ausgehen, dass die Unsicherheit locker fünf oder mehr Prozentpunkte beträgt.</p>
	<p>Was heißt das dann für oben dargestellte Ergebnisse? Erst dann, wenn ein Kandidat <em>mindestens</em> zweimal fünf Prozentpunkte Vorsprung in einer Frage hat, kann er diese für sich verbuchen. Warum ist das so? Wenn der Vorsprung geringer ist (z.B. A hat 30%, B 36%), kann man nicht sicher ausschließen, dass das <em>tatsächliche</em> Ergebnis nicht doch A: 35% und B: 31% ist &#8211; denn der Fehler kann beim einen Kandidaten nach oben, beim anderen nach unten wirken. Erst, wenn der Abstand doppelt so groß wie der angenommene Fehler ist (A: 30%, B: 40%), kann auch bei einem »gegenläufigen« Fehler das Ergebnis von A nicht mehr besser als das von B werden.</p>
	<p>Gehen wir aber mal von einem angenommenen Fehler von fünf Prozentpunkten aus und sehen uns wieder die Zahlen von gestern abend an, dieses Mal als Differenzen dargestellt:</p>
	<p><img src="/wp-content/uploads/2009/09/tvduell-ard-differenzen.png" alt="" /></p>
	<p>Wir sehen, dass wir bei den meisten Fragen gar nicht entscheiden können, ob nun Angela Merkel oder Frank-Walter Steinmeier die Nase vorne hat.</p>
	<p>Offensichtlich punkten konnte Steinmeier in der Kategorie »besser als erwartet« &#8211; und da stimme ich auch durchaus zu: So bräsig, wie man ihn bislang häufig erlebt hat, und so offensichtlich bemüht, sich als Kämpfer zu zeigen, wie man es (leider!) auch immer wieder erleben musste, war er nicht.</p>
	<p>Steinmeier kann auch punkten in der Kategorie »schlechter als erwartet«; da liegt zwar die Kanzlerin klar vorne, allerdings ist es ja eine »umgekehrte« Fragestellung; dort zu gewinnen ist also nicht positiv, sondern negativ.</p>
	<p>Der SPD-Kandidat wurde auch als angriffslustiger wahrgenommen, was aber nicht weiter überrascht. Wenn an so weit hinten liegt wie Steinmeier, dann sind verzweifelte Angriffe die letzte verbliebene Hoffnung.</p>
	<p>In vielen anderen Punkten unterscheiden sich die Kandidaten nur marginal, hier kann also weder dem einen noch dem anderen ein Sieg zugesprochen werden.</p>
	<p>Angela Merkel hingegen punktet bei drei zentralen und entscheidenden Fragen: Sie wird mit jeweils großen Vorsprung (> 20%-Punkte) als fairer, kompetenter und als bessere Kanzlerin empfunden. Und das sind die wichtigen, die »big points«.</p>
	<p>Denn niemand wählt eine Partei, weil deren Kanzlerkandidat besonders angriffslustig ist oder in der TV-Debatte doch nicht so schlecht war wie erwartet.</p>
	<p>Gewählt wird, wer als besonnen, fair, kompetent und staatsmännisch (oder auch staatsfrauisch <img src='http://node-0.mneisen.org/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> ) wahrgenommen wird.</p>
	<p>Klarer Punktsieg also für Angela Merkel &#8211; in den entscheidenden Kategorien lässt sie Frank-Walter Steinmeier gaaanz alt aussehen.</p>
	<p>Wenn er viel Glück hat, dann darf er vielleicht als Juniorpartner auch noch in der nächsten Regierung als Außenminister dienen, dann aber mit deutlich weniger SPD-Kollegen am Kabinettstisch.</p>
	<p>Danach sieht es momentan allerdings auch nicht aus.</p>


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		</item>
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		<title>Langfristige Pläne</title>
		<link>http://node-0.mneisen.org/2009/07/07/langfristige-plane/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 15:54:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakatastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>

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		<description><![CDATA[	Bei den Vorverhandlungen zum Nachfolger des Kyoto-Abkommens zum Klimaschutz äußerte sich der indische Vertreter wie folgt (SpON):
Shyam Saran wird sogar noch deutlicher: &#8220;Was sollten wir für ein Abkommen unterschreiben, in dem es keine Finanzierung gibt?&#8221; Sein Land könne keine langfristigen Strategien zur CO2-Senkung entwickeln, wenn finanzielle Hilfe dafür nur aus Marktquellen komme. &#8220;Märkte gehen nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Bei den Vorverhandlungen zum Nachfolger des Kyoto-Abkommens zum Klimaschutz äußerte sich der indische Vertreter wie folgt (<a href="http://bit.ly/30FTj">SpON</a>):</p>
<blockquote>Shyam Saran wird sogar noch deutlicher: &#8220;Was sollten wir für ein Abkommen unterschreiben, in dem es keine Finanzierung gibt?&#8221; Sein Land könne keine langfristigen Strategien zur CO2-Senkung entwickeln, wenn finanzielle Hilfe dafür nur aus Marktquellen komme. &#8220;Märkte gehen nach oben, Märkte gehen nach unten &#8211; wir brauchen aber zumindest etwas an vorhersehbarer Finanzierung, um langfristige Pläne machen zu können.&#8221;
</blockquote>
	<p>Natürlich ist verständlich, dass Staaten der Zweiten und Dritten Welt noch nicht auf dem Stand der Ersten Welt sind; klar ist auch, dass sie noch berechtigten Nachholbedarf haben und die Erste Welt auch helfen sollte.</p>
	<p>Ich bekomme aber den Eindruck, dass hier unter dem Deckmantel des Klimaschutzes versucht wird, sich langfristig stabile Unterstützung aus dem Ausland zu sichern &#8211; und dass dies ausgerechnet ein Land macht, dass nicht nur schon etliche Billigarbeitsplätze aus der Ersten Welt zu sich geholt hat, sondern sich nun auch noch anschickt, hochqualifizierte Arbeitsplätze zu sich zu verlagern.</p>
	<p>Solche Länder sind im Allgemeinen in der Lage, sich selbst am besten zu helfen; sonst könnten sie nicht eine florierende High-Tech-Industrie ihr eigen nennen.</p>
	<p>Hilfe aus der Ersten Welt sollte daher lieber auf Länder konzentriert werden, die diese auch tatsächlich benötigen &#8211; denn davon gibt es (leider!) immer noch genug.</p>

 ]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zum Friedensnobelpreis für Martti Ahtisaari</title>
		<link>http://node-0.mneisen.org/2008/10/10/zum-friedensnobelpreis-fur-martti-ahtisaari/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 11:02:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Al Gore]]></category>
		<category><![CDATA[Martti Ahtisaari]]></category>
		<category><![CDATA[Muhammad Yunus]]></category>
		<category><![CDATA[Nobelpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Oslo]]></category>
		<category><![CDATA[Yassir Arafat]]></category>

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		<description><![CDATA[	Nachdem in vergangenen Jahren bereits 
	
		Terroristen wie Yassir Arafat den Nobelpreis bekommen hatten, obwohl sie hunderte (tausende?) von Menschen auf dem Gewissen haben und alles andere als dem Frieden förderlich waren, und
		nachdem sich das Nobelpreiskommittee im letzten Jahr mit der Auszeichnung der Klima-Hysteriker um Al Gore und den Weltklimarat lächerlich gemacht hat, da der vermutete [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Nachdem in vergangenen Jahren bereits </p>
	<ul>
		<li>Terroristen wie <a href="/2005/01/26/palastinas-weg-zum-frieden/">Yassir Arafat</a> den Nobelpreis bekommen hatten, obwohl sie hunderte (tausende?) von Menschen auf dem Gewissen haben und alles andere als dem Frieden förderlich waren, und</li>
		<li>nachdem sich das Nobelpreiskommittee im letzten Jahr mit der <a href="/2007/10/12/terroristen-und-heuchler/">Auszeichnung der Klima-Hysteriker</a> um <a href="/2007/12/10/nobelpreis-contra-frieden/">Al Gore</a> und den Weltklimarat lächerlich gemacht hat, da der vermutete Klimawandel nichts mit Frieden (oder Wissenschaft), sehr wohl aber sehr viel mit Al Gore&#8217;s Investments zu tun hat;</li>
	</ul>
nachdem also bereits einiges schief gelaufen ist, haben sich die Verantwortlichen in Oslo nun doch wieder eines besseren besonnen und mit Martti Ahtisaari einen Politiker ausgezeichnet, der sich fast ein Leben lang aufopferungsvoll um die Vermittlung in Konflikten und Krisenherden gekümmert hat.
	<p>Einem solchen Menschen gebührt die Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis, und mit der Auswahl von Ahtisaari zeigt das Kommittee, dass es offenbar doch noch nicht ganz den objektiven Blick für die Realität verloren hat &#8211; auch wenn das in zurückliegenden Jahren häufig anders war.</p>
	<p>Es bleibt zu hoffen, dass es mehr Preisträger wie Ahtisaari oder auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Yunus">Muhammad Yunus</a> (Preisträger 2006; Einführung von Mikrokrediten für Arme) gibt, die tatsächlich etwas für den Frieden leisten, und weniger Aufmerksamkeit für Terroristen und Scharlatane.</p>

 ]]></content:encoded>
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