Archiv der Kategorie 'Gesellschaft'

Afrika! Afrika!

Montag, den 15. September 2008

Wenn man bei einem großen deutschen Konzern arbeitet, dann bringt das neben vielen Unannehmlichkeiten und Problemen – vor allem in Zeiten der Kostenreduktion in der Verwaltung – manchmal auch ein paar Vorteile mit sich. Nun arbeite nicht ich in einem solchen Konzern (dieser Kelch ging an mir vorüber), sondern die beste Ehefrau von allen (Hallo, Ephraim Kishon!), im Ergebnis hingegen bleibt festzustellen: Wir hatten Freikarten für »Afrika! Afrika!« in Nürnberg, und das für die Vorstellung am Samstagabend.

Rattenfänger oder Popstar?

Donnerstag, den 24. Juli 2008

Ich weiß nicht, was von beidem Barack Obama ist, jedenfalls betreibt er seine Politik hauptsächlich mit Emotionen und nicht mit Argumenten. Wohin das führen kann und wie gefährlich das ist, zeigt der folgende Ausschnitt aus Obamas Rede an der Siegessäule in Berlin:

For the people of Afghanistan, and for our shared security, the work must be done. America cannot do this alone. The Afghan people need our troops and your troops; our support and your support to defeat the Taliban and al Qaeda, to develop their economy, and to help them rebuild their nation. We have too much at stake to turn back now.

HDL? STFU!

Donnerstag, den 17. Juli 2008

Über das Deppendeutsch mancher Business-Kasper habe ich mich schon einmal ausgelassen. Dass die Jugend nicht so arg viel besser ist, war mir schon klar. Wie man dagegen ankommt, eher nicht.

Versuchen wir es mit ein bisschen Musik:

[ via hostblogger ]

Protectionism at its best

Mittwoch, den 9. Juli 2008

Schützt mich!

Letzte Woche wurde von der bayrischen Vertretung ein Gesetzesvorhaben in den Bundesrat eingebracht, mit dem der Internet-Handel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten wieder verboten werden soll – nachdem er vor nicht allzu langer Zeit ja erst erlaubt worden war.

Neben den offensichtlichen Argumenten gegen solchen Aktivismus stellt sich mir vor allem eine Frage: Warum?

Es ist ja nicht so, dass DocMorris und Co. verschreibungspflichtige Medikamente einfach so an jeden verkaufen und verschicken würden. Nein, auch die so genannten Internet-Apotheken prüfen in jedem einzelnen Fall, ob eine entsprechende Verschreibung durch den behandelnden Arzt (das “Rezept”) vorliegt, das Medikament also abgegeben werden darf.

Veränderungen

Montag, den 7. Juli 2008

Wie fühlt man sich, wenn man aus dem immer als behütet verspotteten Leben an einer deutschen Universität unversehens in ein Unternehmen eintritt, dass die größten IT-Anwender Deutschlands berät und deren IT-Systeme maßgeblich entwirft und implementiert?

Vieles ist anders, manches ist gleich.

Fangen wir mit dem an, was gleich geblieben ist. Die Fahrt zur Arbeit nervt nach wie vor. Geld ist nicht wirklich die Kompensation, nach der man strebt. Geregelt sind die Arbeitszeiten schon, aber etwas abseits vom 8-Stunden-Tag. Die Kollegen sind nett bis freundschaftlich. Die Informatik ist noch immer das richtige Metier für mich.

Herr Soundso und Kollegen

Donnerstag, den 3. Juli 2008

Folgende eMail kam heute über das eMail-System eines der größten Arbeitgeber weltweit mit Sitz in Deutschland (und nein, es ist nicht Siemens, es gibt tatsächlich größere deutsche Unternehmen …), und zwar als hämischer Kommentar zu einem ganz großen Delegierer … :

Sehr geehrter Herr Soundso,

leider kann ich mich momentan nicht um Ihre Anfrage kümmern, da Herr Imurlaub nicht da ist. Frau Auchweg kann leider auch nicht unterstützend tätig werden, da sie völlig mit der Einarbeitung unseres neuen Kollegen Herrn Nochgrünhinterdenohren ausgelastet ist. Ich konnte leider auch weder Herrn Keinelust noch Frau Nochimmutterschutz zur Mitarbeit bewegen.

Was ist arm?

Montag, den 19. Mai 2008

Schließen wir einmal kurz die Augen und stellen uns einen wirklich armen Menschen vor. Was sehen wir?

In meinem Fall erscheint vor meinem geistigen Auge ein gebeugter Mensch, nicht oder nur mit Lumpen bekleidet, verhärmt und abgemagert, mit eingefallenem Gesicht, schlechten Zähnen, wirren Haaren; dieser Mensch ist verdreckt, und aus seinem Gesicht und seiner ganzen Haltung spricht Hoffnungslosigkeit. Um diesen Menschen herum: Müll. Ödnis. Schlamm. Trümmer. Weinende Frauen und Kinder (auch die sind natürlich arm). Elend, ohne Aussicht auf Besserung, nicht wissend, wovon man sein Leben am nächsten Tag bestreiten soll.

Liberalität und Nichtraucherschutz

Montag, den 21. April 2008

Drüben bei den Bissigen Liberalen wird wieder mal über die Nichtraucher-Gesetze diskutiert und ein aus meiner Sicht recht falsches Verständnis von Liberalität offenbart.

Was ist liberal?

Liberal ist, wenn man den Einfluss des Staates und der Gesellschaft auf den einzelnen Bürger auf ein unabdingbares Minimum begrenzt. Liberal ist, den Staat so zu strukturieren, dass er nur das leistet, was nicht auch aus privater Initiative heraus geleistet werden kann.

Wir brauchen also Gesetze und Strafverfolgungsorgane, die z.B. Diebstahl, Raub und Mord verfolgen und ahnden. Wir brauchen eine Regierung, die die Interessen des deutschen Volkes nach außen vertritt. Wir brauchen eine Bundeswehr, die die äußere Sicherheit garantiert.

Wehrgerechtigkeit oder was man dafür halten soll

Dienstag, den 8. April 2008

Im SPON können wir eine Meldung darüber lesen, dass etwa 42 Prozent der jungen Männer in Deutschland dauerhaft und weitere drei Prozent zumindest zeitweise untauglich für den Wehrdienst und damit auch für die Landesverteidigung sind.

Weiter wird in diesem Artikel (aus meiner Sicht zutreffend) spekuliert, dass dieser untypisch hohe Anteil an Wehruntüchtigen seine Ursachen wohl nicht in einer tatsächlichen dramatischen Verschlechterung der Gesundheit unter deutschen Jugendlichen hat, sondern politisch gewollt ist. Schließlich seien die Ausmusterungsraten in europäischen Nachbarländern typischerweise um die zehn Prozent angesiedelt.

Feuchte Träume (linke Version)

Sonntag, den 17. Februar 2008

Welcher Teufel reitet eigentlich Frank Bsirske, wenn er angesichts des Steuerskandals rund um BND, Klaus Zumwinkel, Peer Steinbrück und Liechtenstein einen Spitzensteuersatz von 80 Prozent für Managergehälter über zwei Millionen Euro jährlich fordert?

Mal ganz davon abgesehen, dass durch eine solche Forderung ganz deutlich zu werden scheint, dass linke Seelen offenbar von Neid und Missgunst zerfressen sind: Was verspricht sich Bsirske davon?

Zunächst einmal ist festzustellen, dass auch für Großverdiener die normalen Gesetze und natürlich auch die grundgesetzlich verbrieften Bürgerrechte gelten. Und da ist nun einmal so, dass die Gesamtbelastung für den Steuerpflichtigen die Marke von 50 Prozent nicht überschreiten darf. Eine kurze überschlägige Rechnung ergibt, dass ein Grenzsteuersatz von 80 Prozent deutlich darüber liegt und damit gar nicht machbar ist.