Archiv der Kategorie 'Seltsames'

Geehrte Fahrgäste, wir ersetzen den Ersatz

Mittwoch, den 12. November 2008

Heute auf dem Hauptbahnhof Nürnberg: Normalerweise fahren um 8:23h und 8:27h gleich zwei ICEs von Nürnberg nach München; der eine hält noch einmal in Ingolstadt, der andere erst wieder in München.

Seitdem die Bahn völlig überraschend feststellen musste, dass nicht nur die Achsen des in Köln aus den Schienen gesprungenen ICEs überprüft werden müssen, sondern auch die aller baugleichen ICEs, ist der Fahrplan im Fernverkehr ein kleines bisschen aus dem Tritt geraten.

Daher ist inzwischen der ICE um 8:23h ganz offiziell zum IC degradiert worden, und manchmal fährt dann auch tatsächlich der versprochene Ersatzzug. Meistens aber eher nicht, z.B. am Montag dieser Woche.

Jede Zelle meines Körpers ist glücklich …

Donnerstag, den 25. September 2008

... oder auch besoffen, oder in Wacken, ...

Der inoffizielle Sommer-Hit 2008 hat es inzwischen auch bis in unser Unternehmen geschafft. Morgens und abends wird folgendes Lied mit Inbrunst gespielt bzw. von YouTube gestreamt:

Davon gibt es dann auch eine Version vom Wacken Open Air, in dem echte Metal-Fans zu diesem Esoterik-Quatsch … nun ja, nennen wir es »tanzen«:

Was darf da als Antwort nicht fehlen? Na klar, die ziemlich entgegengesetzte Musikrichtung: Ein paar Fans der elektronischen Musik demonstrieren, dass man auch nach Alkohol (und eventuellem Konsum von ein paar anderen Substanzen) durchaus auch noch in jeder Zelle seines Körpers glücklich sein kann:

Bücherspende

Donnerstag, den 18. September 2008

Gestern abend bei »Hart aber Fair« in der ARD: Zum Thema »Absturz aus Gier – verzocken Banker unseren Wohlstand?« waren unter anderem Hilmar Kopper, der ehemalige Vorstandssprecher der Deutschen Bank, und der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel, anwesend.

Die traditionelle Schlussfrage in die Runde lautete dieses Mal: »Wenn Sie jetzt € 50.000 erben würden – wem aus dieser Runde würden Sie dieses Geld geben, um es sinnvoll anzulegen?«

Rudolf Hickel würde dieses Geld Hilmar Kopper geben, weil der sich gestern als eher konventioneller und konservativer Investor outete; nach seinen Angaben besitzt er kein einziges von einer Investmentbank begebenes Zertifikat.

Ausschweifungen im Bundestag

Dienstag, den 16. September 2008

Gerade in der Tagesschau gesehen: Peer Steinbrück sagt über den typisch deutschen Pessimismus hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung:

Diese Sado-Maso-Einstellung ist mir ein Rätsel.

Da hat er Recht—wir Deutsche sollten wirklich ein bisschen optimistischer in die Zukunft blicken und nicht immer vom schlimmsten Fall ausgehen.

Allerdings stellt sich mir auch die Frage, ob das Niveau im Reichstag nicht doch ein bisschen sinkt: Sexualpraktiken wie die oben genannte sind zwar nicht verwerflich, haben aber in der politischen Öffentlichkeit eigentlich nichts zu suchen.

Vielleicht bin ich aber auch einfach zu spießig. Einzelne SPD-Genossen (z.B. Peter Struck) sieht man ja durchaus hin und wieder in Lederkluft … :-D

Afrika! Afrika!

Montag, den 15. September 2008

Wenn man bei einem großen deutschen Konzern arbeitet, dann bringt das neben vielen Unannehmlichkeiten und Problemen – vor allem in Zeiten der Kostenreduktion in der Verwaltung – manchmal auch ein paar Vorteile mit sich. Nun arbeite nicht ich in einem solchen Konzern (dieser Kelch ging an mir vorüber), sondern die beste Ehefrau von allen (Hallo, Ephraim Kishon!), im Ergebnis hingegen bleibt festzustellen: Wir hatten Freikarten für »Afrika! Afrika!« in Nürnberg, und das für die Vorstellung am Samstagabend.

HDL? STFU!

Donnerstag, den 17. Juli 2008

Über das Deppendeutsch mancher Business-Kasper habe ich mich schon einmal ausgelassen. Dass die Jugend nicht so arg viel besser ist, war mir schon klar. Wie man dagegen ankommt, eher nicht.

Versuchen wir es mit ein bisschen Musik:

[ via hostblogger ]

Herr Soundso und Kollegen

Donnerstag, den 3. Juli 2008

Folgende eMail kam heute über das eMail-System eines der größten Arbeitgeber weltweit mit Sitz in Deutschland (und nein, es ist nicht Siemens, es gibt tatsächlich größere deutsche Unternehmen …), und zwar als hämischer Kommentar zu einem ganz großen Delegierer … :

Sehr geehrter Herr Soundso,

leider kann ich mich momentan nicht um Ihre Anfrage kümmern, da Herr Imurlaub nicht da ist. Frau Auchweg kann leider auch nicht unterstützend tätig werden, da sie völlig mit der Einarbeitung unseres neuen Kollegen Herrn Nochgrünhinterdenohren ausgelastet ist. Ich konnte leider auch weder Herrn Keinelust noch Frau Nochimmutterschutz zur Mitarbeit bewegen.

SPON: Prozentrechnung ist schwierig

Freitag, den 29. Februar 2008

... das merkt man immer wieder, vor allem bei Leuten, die nicht sooo furchtbar gern und viel mit Zahlen zu tun haben. Wir lesen in einem Interview mit der Familienministerin Ursula von der Leyen:

SPIEGEL ONLINE: Eigentlich wollten Sie mit dem Elterngeld die Geburtenraten in die Höhe treiben. Das ist ihnen gelungen. Allerdings nur von 1,3 auf 1,4. Reicht das?

Von der Leyen: [...]

SPIEGEL ONLINE: Trotzdem, eine Steigerung von 0,1 Prozent ist nicht sehr viel. [...]

[ Quelle: SPON ]

Grammatik ist optional

Sonntag, den 17. Februar 2008

Gerade erscheint im SPON ein längerer Artikel zur Steueraffäre um BND, deutsche Manager, Peer Steinbrück und das Fürstentum Liechtenstein und der daraus resultierenden Debatte über Verteilungsgerechtigkeit.

Schon häufiger habe ich mich gefragt, ob es im SPON eigentlich keine Endredaktion gibt, in der Texte vor der Veröffentlichung noch einmal korrekturgelesen werden. Denn die Fehlerrate im SPON ist häufig deutlich höher als bei von Privatpersonen erstellten Artikeln in der Blogosphäre. Natürlich sind wir alle nicht frei von Fehlern, aber genau hier könnte in einem professionell gemachten Online-Medium wie dem Spiegel Online ein Qualitätsmanagement einsetzen, um über das Vier-Augen-Prinzip (oder wahlweise auch noch mehr Augen!) zumindest die gröbsten grammatikalischen Fehler auszumerzen.

Marketing und Maschinenbau

Freitag, den 15. Februar 2008

... fängt zwar beides mit »Ma« an, hat aber sonst nicht so viel miteinander zu tun, wie man hier sieht:

Marketing vs. Maschinenbau

Erkennt da irgendjemand, warum ein technisch auch nur halbwegs versierter Mensch hier nur ungläubig gucken kann?

Schick aussehen und sinnvoll sind halt auch zwei verschiedene Dinge …