Was würde Deutschland tun?

12. Januar 2009

Für all diejenigen, die noch immer behaupten, Israel habe kein Recht, gegen die Hamas vorzugehen, die dieses Vorgehen immer noch als unverhältnismäßig bezeichnen, ja die glauben, die palästinensische Seite sei hier eindeutig als Opfer anzusehen—für all diejenigen möchte ich einmal ein kleines hypothetisches Gedankenexperiment durchführen.

Das Setting:

Stelle Dir einmal vor, Du wohnst … in Aachen. Oder in Trier. Oder irgendwo anders nahe einer Grenze Deutschlands zu einem seiner Nachbarn. Nehmen wir im konkreten Fall aber einfach einmal Aachen.

Gewinne veschieben? Das kann doch jeder …

17. November 2008

Eines vorneweg: Ich bin kein Opel-Fan, ganz im Gegenteil. Ich finde die von Opel entwickelten Automobile spießig und furchtbar öde, und die Image-Kampagne, die Opel ein jugendliches Image verleihen soll (»C’mon Babe!«) ist einfach nur peinlich.

Dennoch ist Opel eine deutsche Traditionsmarke und beschäftigt nicht zuletzt einige hunderttausend Arbeitnehmer, entweder direkt oder indirekt.

Was sich der Mutterkonzern der schon lange nicht mehr eigenständigen Adam Opel GmbH nun erlaubt, ist einfach die allerunterste Schublade: Statt endlich einmal den schon lange fälligen Zahlungsverpflichtungen in Milliardenhöhe gegenüber der Tochter Opel nachzukommen (diese waren u.a. für Entwicklungsarbeiten und ähnliche Dienstleistungen angefallen), weist die Konzernmutter General Motors ihrer deutschen Tochter Schulden in Milliardenhöhe zu; Schulden, die Opel nicht verursacht hat, jetzt aber verantworten muss. Opel steht damit vor dem aus, denn besonders gut läuft das Geschäft schon seit Jahren nicht mehr.

Geehrte Fahrgäste, wir ersetzen den Ersatz

12. November 2008

Heute auf dem Hauptbahnhof Nürnberg: Normalerweise fahren um 8:23h und 8:27h gleich zwei ICEs von Nürnberg nach München; der eine hält noch einmal in Ingolstadt, der andere erst wieder in München.

Seitdem die Bahn völlig überraschend feststellen musste, dass nicht nur die Achsen des in Köln aus den Schienen gesprungenen ICEs überprüft werden müssen, sondern auch die aller baugleichen ICEs, ist der Fahrplan im Fernverkehr ein kleines bisschen aus dem Tritt geraten.

Daher ist inzwischen der ICE um 8:23h ganz offiziell zum IC degradiert worden, und manchmal fährt dann auch tatsächlich der versprochene Ersatzzug. Meistens aber eher nicht, z.B. am Montag dieser Woche.

Demagogische Wahlhilfe für Übersee

11. Oktober 2008

Ich mag es nicht, wenn für mich gedacht wird. An mich: ja. Für mich: ne, das mache ich lieber selbst. Vor allen Dingen weiß ich dann auch, dass ich den Ergebnisse zumindest einigermaßen trauen kann.

Wenn ich bei SPON lese, dass der Stimmenanteil für Barack von den MSM möglicherweise unterschätzt werde, dann wundere ich mich da besonders über die Begründung:

Der Vorsprung Barack Obamas vor seinem Konkurrenten John McCain ist womöglich größer, als die Umfragen nahelegen, berichten US-Psychologen. In konservativ geprägten US-Staaten verzerre sozial erwünschtes Verhalten Wahlprognosen.

Dazu habe ich zwei Anmerkungen:

Zum Friedensnobelpreis für Martti Ahtisaari

10. Oktober 2008

Nachdem in vergangenen Jahren bereits

  • Terroristen wie Yassir Arafat den Nobelpreis bekommen hatten, obwohl sie hunderte (tausende?) von Menschen auf dem Gewissen haben und alles andere als dem Frieden förderlich waren, und
  • nachdem sich das Nobelpreiskommittee im letzten Jahr mit der Auszeichnung der Klima-Hysteriker um Al Gore und den Weltklimarat lächerlich gemacht hat, da der vermutete Klimawandel nichts mit Frieden (oder Wissenschaft), sehr wohl aber sehr viel mit Al Gore’s Investments zu tun hat;

Main Stream Media und die Hypo Real Estate

2. Oktober 2008

Gestern habe ich ein paar Korrekturen zur Wahrnehmung der Krise bei der Hypo Real Estate in den Medien zusammengefasst.

Wenn ich dann heute im Spiegel Online lesen muss, dass die Situation rund um die HRE den Bundeshaushalt gefährdet, kann ich mich kaum zurückhalten. Was reitet die Autorin Corinna Kreiler bloß, so etwas zu schreiben? Selbst wenn sich Peer Steinbrück etwas unglücklich äußert, dann wäre es doch ihre Aufgabe, ein bisschen zu recherchieren, statt dumpf irgendeinen von einem Politiker verzapften Dünnsinn weiterzureichen.

Die Krise bei der Hypo Real Estate aus der Innensicht

1. Oktober 2008

Wie ich bereits am Montag angedeutet habe, ist die Hypo Real Estate (HRE) ein Kunde unseres Unternehmens. Ich habe die ersten Tickermeldungen am Sonntagabend live miterlebt, und ehrlich gesagt: Ich wusste nicht, ob ich am Montag überhaupt noch nach München fahren soll. Immerhin hieß es in den Berichten, die HRE sei »so gut wie pleite«.

Nun habe ich das Glück, sozusagen an der Quelle zu sitzen. Vieles bekommen wir vermutlich noch vor der Presse bzw. den Agenturen mit, und es ist immer wieder erstaunlich, wie die Qualitätsmedien – allen voran natürlich Spiegel Online, aber dazu in einem anderen Posting mehr – es schaffen, die Tatsachen zu verdrehen. Manches Mal frage ich mich, ob das nun Inkompetenz und Ignoranz oder doch Böswilligkeit ist.

Near miss …

29. September 2008

Im Zug unterwegs zu einem Kunden, der in der vergangenen Nacht beinahe insolvent gegangen wäre: Ein extrem seltsames Gefühl.

Und ein gutes Gefühl: Zum Glück ist es der Kunde, dem es schlecht geht, und nicht wir selbst.

Eines ist klar: Die Einschläge kommen näher …

Jede Zelle meines Körpers ist glücklich …

25. September 2008

... oder auch besoffen, oder in Wacken, ...

Der inoffizielle Sommer-Hit 2008 hat es inzwischen auch bis in unser Unternehmen geschafft. Morgens und abends wird folgendes Lied mit Inbrunst gespielt bzw. von YouTube gestreamt:

Davon gibt es dann auch eine Version vom Wacken Open Air, in dem echte Metal-Fans zu diesem Esoterik-Quatsch … nun ja, nennen wir es »tanzen«:

Was darf da als Antwort nicht fehlen? Na klar, die ziemlich entgegengesetzte Musikrichtung: Ein paar Fans der elektronischen Musik demonstrieren, dass man auch nach Alkohol (und eventuellem Konsum von ein paar anderen Substanzen) durchaus auch noch in jeder Zelle seines Körpers glücklich sein kann:

Bücherspende

18. September 2008

Gestern abend bei »Hart aber Fair« in der ARD: Zum Thema »Absturz aus Gier – verzocken Banker unseren Wohlstand?« waren unter anderem Hilmar Kopper, der ehemalige Vorstandssprecher der Deutschen Bank, und der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel, anwesend.

Die traditionelle Schlussfrage in die Runde lautete dieses Mal: »Wenn Sie jetzt € 50.000 erben würden – wem aus dieser Runde würden Sie dieses Geld geben, um es sinnvoll anzulegen?«

Rudolf Hickel würde dieses Geld Hilmar Kopper geben, weil der sich gestern als eher konventioneller und konservativer Investor outete; nach seinen Angaben besitzt er kein einziges von einer Investmentbank begebenes Zertifikat.