Was ist arm?

Montag, den 19. Mai 2008

Schließen wir einmal kurz die Augen und stellen uns einen wirklich armen Menschen vor. Was sehen wir?

In meinem Fall erscheint vor meinem geistigen Auge ein gebeugter Mensch, nicht oder nur mit Lumpen bekleidet, verhärmt und abgemagert, mit eingefallenem Gesicht, schlechten Zähnen, wirren Haaren; dieser Mensch ist verdreckt, und aus seinem Gesicht und seiner ganzen Haltung spricht Hoffnungslosigkeit. Um diesen Menschen herum: Müll. Ödnis. Schlamm. Trümmer. Weinende Frauen und Kinder (auch die sind natürlich arm). Elend, ohne Aussicht auf Besserung, nicht wissend, wovon man sein Leben am nächsten Tag bestreiten soll.

Früher Start ins Berufsleben

Freitag, den 1. Februar 2008

Im »Spiegel Online« können wir lesen:

Festnahme an einer Schule in Bayern: Ein angehender Lehrer kündigte einen Anschlag auf seinen Ausbilder an. Der Referendar hatte für einen praktischen Teil seiner Ausbildung eine schlechte Note bekommen. Der 40-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.

[ Quelle: SPON ]

Bin ich eigentlich der einzige, der einen 40-jährigen Referendar für ein bisschen seltsam hält?

Bin ich der einzige, der das auf der anderen Seite gar nicht abwegig findet, wenn man sich mal einige der Lehramtsstudierenden an den Universitäten anguckt? Ich meine, Elite ist halt irgendwie anders …