<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>node-0 &#187; Energie</title>
	<atom:link href="http://node-0.mneisen.org/tag/energie/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://node-0.mneisen.org</link>
	<description>more random ramblings ...</description>
	<lastBuildDate>Tue, 20 Oct 2009 08:32:05 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Alles super (Teil 2)</title>
		<link>http://node-0.mneisen.org/2008/01/30/alles-super-teil-2/</link>
		<comments>http://node-0.mneisen.org/2008/01/30/alles-super-teil-2/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Jan 2008 12:10:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Aral]]></category>
		<category><![CDATA[Automobil]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[SPON]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://node-0.mneisen.org/2008/01/30/alles-super-teil-2/</guid>
		<description><![CDATA[	Aral schafft jetzt das Normalbenzin ab. Ich verstehe nicht ganz warum, denn mein Wagen fährt eigentlich ganz gut auch ohne »Super«, obwohl er von einer »Premium«-Marke ist. Ironisch, oder?
	Tatächlich ist es aber so, dass gerade kleinere Automobile inzwischen häufig Superbenzin brauchen. Auch das ist ironisch.
	Letztlich habe ich das aber alles irgendwie kommen sehen, nach meinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><a href="http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,532040,00.html">Aral schafft jetzt das Normalbenzin ab</a>. Ich verstehe nicht ganz warum, denn mein Wagen fährt eigentlich ganz gut auch ohne »Super«, obwohl er von einer »Premium«-Marke ist. Ironisch, oder?</p>
	<p>Tatächlich ist es aber so, dass gerade kleinere Automobile inzwischen häufig Superbenzin brauchen. Auch das ist ironisch.</p>
	<p>Letztlich habe ich das aber alles irgendwie kommen sehen, <a href="http://node-0.mneisen.org/2007/02/03/alles-super/">nach meinen Erfahrungen mit Aral</a>.</p>

 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://node-0.mneisen.org/2008/01/30/alles-super-teil-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>»Ich würde Andrea Ypsilanti nicht wählen«</title>
		<link>http://node-0.mneisen.org/2008/01/23/%c2%bbich-wurde-andrea-ypsilanti-nicht-wahlen%c2%ab/</link>
		<comments>http://node-0.mneisen.org/2008/01/23/%c2%bbich-wurde-andrea-ypsilanti-nicht-wahlen%c2%ab/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Jan 2008 10:54:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Ypsilanti]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakatastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmar Gabriel]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Strom]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Clement]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://node-0.mneisen.org/2008/01/23/%c2%bbich-wurde-andrea-ypsilanti-nicht-wahlen%c2%ab/</guid>
		<description><![CDATA[	... sagt Wolfgang Clement erneut, wie man heute der Zeitung »Die Welt« entnehmen kann. 
	Und er hat natürlich recht mit seiner Skepsis gegenüber einer Frau und ihrem Wahlprogramm, das zumindest im energie- und wirtschaftspolitischen Bereich selbst in der eigenen Partei und sogar beim Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auf Skepsis stößt: Gabriel etwa kann sich nicht vorstellen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>... sagt Wolfgang Clement erneut, <a href="http://www.welt.de/politik/article1584343/Ich_wuerde_Andrea_Ypsilanti_nicht_waehlen.html">wie man heute der Zeitung »Die Welt« entnehmen kann</a>. </p>
	<p>Und er hat natürlich recht mit seiner Skepsis gegenüber einer Frau und ihrem Wahlprogramm, das zumindest im energie- und wirtschaftspolitischen Bereich selbst in der eigenen Partei und sogar beim Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auf Skepsis stößt: Gabriel etwa kann sich nicht vorstellen, wie man gleichzeitig die Atomkraftwerke abschaltet <em>und</em> keine neuen Kohlekraftwerke in Betrieb nimmt. <a href="http://node-0.mneisen.org/2008/01/22/mein-strom-kommt-aus-der-steckdose/">Wie ich bereits dargestellt hatte</a>, <em>kann</em> momentan die dadurch wegfallende Produktionskapazität nicht durch erneuerbare Energien ausgeglichen werden.</p>
	<p><a href="http://www.antibuerokratieteam.net/2008/01/23/gute-und-boese-spd-lobbyisten/">Oliver Luksic vom Antibürokratie-Team zeigt auch sehr schön, warum sich die SPD bei der Schelte, Clement sei ein Lobbyist, recht seltsam positioniert:</a> Lobbyisten, die gegen die SPD und das Wahlprogramm der <del>hässlichen</del> hessischen Spitzenkandidaten Ypsilanti argumentieren, die sind böse und von der Wirtschaft korrumpiert. Lobbyisten hingegen, die sich für den Ausbau z.B. der Solarenergie-Erzeugung einsetzen, das sind die guten.</p>
	<p>Und ich dachte immer, Lobbyismus an sich sei zweifelhaft, und diese Einschätzung sei nicht vom lobbyierten Gegenstand odedr Standpunkt abhängig. Da hatte ich die SPD wohl falsch eingeschätzt und muss mein Urteil revidieren: die SPD dreht ihr Fähnlein nach dem Wind und agiert äußerst opportunistisch.</p>

 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://node-0.mneisen.org/2008/01/23/%c2%bbich-wurde-andrea-ypsilanti-nicht-wahlen%c2%ab/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mein Strom kommt aus der Steckdose</title>
		<link>http://node-0.mneisen.org/2008/01/22/mein-strom-kommt-aus-der-steckdose/</link>
		<comments>http://node-0.mneisen.org/2008/01/22/mein-strom-kommt-aus-der-steckdose/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 13:21:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Ypsilanti]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Strom]]></category>
		<category><![CDATA[Windkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Clement]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://node-0.mneisen.org/2008/01/22/mein-strom-kommt-aus-der-steckdose/</guid>
		<description><![CDATA[	... denkt sich offenbar die hässliche hessische SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl und Anwärterin auf das Amt der Ministerpräsidentin in Hessen, Andrea Ypsilanti. Sie möchte nämlich zum einen die Restlaufzeit der Atomkraftwerke in Hessen nicht verlängern (was ich angesichts von Atommüll, der mehrere 10.000 Jahre sicher gelagert werden muss, verständlich finde); zum anderen möchte sie aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>... denkt sich offenbar die <del>hässliche</del> hessische SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl und Anwärterin auf das Amt der Ministerpräsidentin in Hessen, Andrea Ypsilanti. Sie möchte nämlich zum einen die Restlaufzeit der Atomkraftwerke in Hessen nicht verlängern (was ich angesichts von Atommüll, der mehrere 10.000 Jahre sicher gelagert werden muss, verständlich finde); zum anderen möchte sie aber auch keine neuen Kohlekraftwerke bauen lassen.</p>
	<p>Woher soll der Strom denn dann kommen? </p>
	<ul>
		<li>Aus der Wasserkraft? In Deutschland so gut wie ausgereizt.</li>
		<li>Aus der Windkraft? Viel Spaß dabei, für den Ersatz eines einzigen herkömmlichen Kraftwerks (mit 1.000 MW Leistung) 1000 Standorte für Windkraftanlagen (mit jeweils 1 MW Leistung) zu finden &#8211; Anwohner finden Windkraft nämlich nicht so dolle. Außerdem: Windkraft ist nicht zuverlässig und dauerhaft verfügbar, sondern unterliegt starken regionalen, saisonalen und intra-saisonalen Schwankungen.</li>
		<li>Aus der Erdwärme? Erdbeben, ick hör Dir trapsen.</li>
		<li>Aus der Bio-Energie? <em>So</em> viel Kuhdung haben wir gar nicht.
		<li>Aus der Solarenergie? Zu geringe Ausbeute, zu geringe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit.</li>
	</ul>
Ich persönlich würde mich sehr freuen, wenn der gesamte Stromverbrauch in Deutschland zuverlässig, dauerhaft und preisgünstig aus erneuerbaren Energien gedeckt werden könnte/würde. So weit sind wir aber (noch!) nicht. Vorerst brauchen wir auch die herkömmlichen primären Energieträger noch. Denn es sind zwei verschiedene Dinge, ob ich bei mir zu Hause das Wasser mit einem Sonnenkollektor heize und im Winter dann doch den normalen Boiler zuschalte, oder ob ich mit den erneuerbaren Energien auch die Infrastruktur und Industrie beliefern und betreiben möchte.
	<p><a href="http://www.antibuerokratieteam.net/2008/01/21/schwache-replik/">Vor diesem Hintergrund wird dann auch sehr schnell deutlich, warum die Kritik vom ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement an dieser Energiepolitik absolut valide ist, wie man auch beim Antibürokratie-Team nachlesen kann</a>. Dort arbeitet Statler sehr schön heraus, dass Clement wohl einen wunden Punkt im Wahlprogramm der SPD und Andrea Ypsilantis getroffen hat; sonst wäre es tatsächlich einfach für die SPD, mit Sachargumenten diesen lästigen Einwurf von Clement zu entkräften. Da ihr das offensichtlich nicht gelingen mag, bedient man sich einer <em>ad hominem</em> gerichteteten Kampagne.</p>
	<p><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,530154,00.html">Wenn ich dann lesen muss, dass die <del>hässliche</del> hessische SPD in Umfragen deutlich zugelegt hat</a> und sich Andrea Ypsilanti berechtigt Hoffnung auf den Sessel des Ministerpräsidenten machen kann, dann ist wieder der Punkt erreicht, wo ich zum einen am allgemeinen Wahlrecht zweifle und das gerne an ein paar Vorbedingungen (sprich: einen Eignungstest) knüpfen würde, zum anderen kann ich jetzt wieder nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.</p>

 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://node-0.mneisen.org/2008/01/22/mein-strom-kommt-aus-der-steckdose/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nobelpreis contra Frieden</title>
		<link>http://node-0.mneisen.org/2007/12/10/nobelpreis-contra-frieden/</link>
		<comments>http://node-0.mneisen.org/2007/12/10/nobelpreis-contra-frieden/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2007 19:36:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Al Gore]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakatastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://node-0.mneisen.org/?p=290</guid>
		<description><![CDATA[	Heute war es dann soweit: Al Gore durfte &#8211; neben dem Weltklimarat &#8211; den Friedensnobelpreis in Empfang nehmen. Ob es allerdings schlau war, ausgerechnet jemanden damit auszuzeichnen, der ein voller Unwahrheiten steckendes Propagandamachwerk auf die Menschheit loslässt, nur um gleichzeitig
	
		mehr als 200.000 kWh Strom pro Jahr in seinem Haus zu verwenden,
		ständig um die Welt zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Heute war es dann soweit: Al Gore durfte &#8211; neben dem Weltklimarat &#8211; den Friedensnobelpreis in Empfang nehmen. Ob es allerdings schlau war, ausgerechnet jemanden damit auszuzeichnen, der ein voller Unwahrheiten steckendes Propagandamachwerk auf die Menschheit loslässt, nur um gleichzeitig</p>
	<ul>
		<li>mehr als 200.000 kWh Strom pro Jahr in seinem Haus zu verwenden,</li>
		<li>ständig um die Welt zu jetten,</li>
		<li>schwachsinnige »Licht aus!«-Aktionen zu unterstützen (und damit die Versorgungssicherheit zu gefährden) und</li>
	</ul>
	<ul>
		<li>sich an den Folgen des selbstverursachten Katastrophenhypes zu bereichern,
	<p>das ist nun wirklich fraglich. Insbesondere der erste und der letzte Punkt sind von Interesse.</p>
	<p>Der erste weist darauf hin, dass Al Gore zwar Wasser predigt, selbst aber Wein säuft, und das dann auch gleich faßweise. Wer von anderen Sparsamkeit beim Energieverbrauch fordert, sollte schon darauf achten, selbst dann nicht zehn- bis zwanzigmal soviel Energie zu verbrauchen wie eine ohnehin schon nicht sonderlich sparsame amerikanische Durchschnittsfamilie. Vergleicht man Al Gores »energy footprint« mit der deutschen Durchschnittsfamilie, wird einem erst recht schwindlich: Al Gore verbraucht mehr als 40-mal soviel Strom wie der deutsche Michel mit Frau und zwei Kindern. Dies als Heuchelei zu bezeichnen ist also eher noch untertrieben.</p>
	<p>Der letzte Punkte aus der obigen Liste ist aber auch interessant: Al Gore investiert in großem Stil in Inestmentfirmen, die sich auf »grüne« Technologie und vorgeblich klimaschonende Wirtschaft spezialisiert haben. Das ist sein gutes Recht. Fragwürdig ist aber, dass er durch seine weltweite Medienpräsenz die hysterische Angst vor einem Klimawandel schürt und damit Geld in seine eigenen Taschen leitet &#8211; denn durch den medialen und politischen Hype rund um die »Klimakatastrophe« zahlen sich Gores Investments erst so richtig aus.</p>
	<p>Würde ein hochgestellter Manager eines Erdöl- oder Finanzkonzerns auf ähnliche Weise Stimmung für die eigenen Produkte machen, mit Halbwahrheiten und Propaganda operieren, dann würde man dem zurecht schnell ein Ende setzen. Nicht so bei Al Gore. Die Klimakatastrophe ist Ersatzreligion, und den Weltuntergang lassen sich die Gläubigen der neuen Kirche nicht nehmen.</p>
	<p>Fazit: Was soll man schon von einem Gremium erwarten, dass zwar einen Friedenspreis verleiht, diesen aber auch schon an Terroristen vergeben hat? Nichts.</p>

 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://node-0.mneisen.org/2007/12/10/nobelpreis-contra-frieden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Al Gore: Die schlimmste Bedrohung</title>
		<link>http://node-0.mneisen.org/2007/10/23/al-gore-die-schlimmste-bedrohung/</link>
		<comments>http://node-0.mneisen.org/2007/10/23/al-gore-die-schlimmste-bedrohung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Oct 2007 19:36:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Al Gore]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakatastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://node-0.mneisen.org/?p=283</guid>
		<description><![CDATA[	Der frischgebackene Klimahysteriker Energieheuchler Friedennobelpreisträger Al Gore wurde heute bei Bundeskanzlerin Angela Merkel vorstellig, und man hat sich gegenseitig dazu beglückwünscht, wie tatkräftig man in Bezug auf den Klimawandel denn so ist.
	Dass ich (den öffentlichen) Al Gore nicht mag und sein eintreten für den Klimaschutz angesichts seines privaten Energieverbrauchs für sein Eigenheim von über 220.000 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Der frischgebackene <del>Klimahysteriker</del> <del>Energieheuchler</del> Friedennobelpreisträger Al Gore wurde heute bei Bundeskanzlerin Angela Merkel vorstellig, und man hat sich gegenseitig dazu beglückwünscht, wie tatkräftig man in Bezug auf den Klimawandel denn so ist.</p>
	<p>Dass ich (den öffentlichen) Al Gore nicht mag und sein eintreten für den Klimaschutz angesichts seines privaten Energieverbrauchs für sein Eigenheim von über 220.000 kWh im Jahr 2006 für eine unglaubliche Heuchelei halte, ist aus meinen bisherigen Blogposts zu Al Gore bereits ersichtlich. Eine Sache ließ mich heute aber besonders aufhorchen:</p>
	<p>Al Gore bezeichnet tatsächlich den eventuell drohenden Klimawandel als »die größte Bedrohung, der sich die Menschheit je ausgesetzt sah«.</p>
	<p><em>I beg to differ.</em></p>
	<p>Unterstellen wir einmal, dass der Klimawandel tatsächlich menschengemacht ist und tatsächlich so schlimm kommt, wie Al Gore es immer wieder schwarzmalert.</p>
	<p>Dann müssen leider Menschen in tiefergelegenen Gebieten umgesiedelt, Getreidesorten für das neue Klima fitgemacht und ein paar mehr Schutzmaßnahmen getroffen werden. Ich vertraue da ganz darauf, dass sich »der Mensch« als Gattung da prima anpassen kann, genau so, wie er das bisher auch schon immer getan hat, wenn sich etwas an seiner Umgebung geändert hat.</p>
	<p>Vergleicht man damit die jahrzehntelange und (leider!) sehr reale Gefahr eines globalen Atomkriegs, der nicht nur die Menschheit, sondern auch gleich allergrößte Teile von Fauna und Flora ausgerottet hätte, dann wird einem klar, in welchen Kategorien Al Gore denkt &#8211; in den falschen.</p>
	<p>Aber was ist schon die Unfruchtbarmachung des gesamten Planeten gegenüber ein paar weniger verregneten Sommern in Mitteleuropa &#8230;</p>
	<p>(Flame me &#8230; <img src='http://node-0.mneisen.org/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> )</p>

 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://node-0.mneisen.org/2007/10/23/al-gore-die-schlimmste-bedrohung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Intel nutzt Ubuntu für mobile Devices</title>
		<link>http://node-0.mneisen.org/2007/09/22/intel-nutzt-ubuntu-fur-mobile-devices/</link>
		<comments>http://node-0.mneisen.org/2007/09/22/intel-nutzt-ubuntu-fur-mobile-devices/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Sep 2007 09:14:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kubuntu]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Open Source]]></category>
		<category><![CDATA[OSS]]></category>
		<category><![CDATA[SPON]]></category>
		<category><![CDATA[Ubuntu]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://node-0.mneisen.org/?p=278</guid>
		<description><![CDATA[	Auf dem IDF (Intel Developer Forum) hat Intel eine Reihe neuer Chips für mobiles Computing mit kleinem (räumlichen und Energie-) Footprint vorgestellt:
	
		Den gezeigten MIDs (Mobile Internet Devices) ist vor allem eines gemein: Sie alle nutzen Ubuntu-Linux als Betriebssystem. Von Microsofts Windows war weit und breit nichts zu sehen. [...] Stattdessen läuft dort nun also ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Auf dem <a href="http://www.intel.com/idf/">IDF</a> (Intel Developer Forum) hat <a href="http://www.intel.com">Intel</a> eine Reihe neuer Chips für mobiles Computing mit kleinem (räumlichen und Energie-) Footprint vorgestellt:</p>
	<blockquote>
		<p>Den gezeigten MIDs (Mobile Internet Devices) ist vor allem eines gemein: Sie alle nutzen Ubuntu-Linux als Betriebssystem. Von Microsofts Windows war weit und breit nichts zu sehen. [...] Stattdessen läuft dort nun also ein Linux mit einer speziell an die Bedürfnisse mobiler Nutzer angepassten Oberfläche. Da strahlen einem große Icons entgegen, die verschiedene Programme und Funktionen symbolisieren. Die Bedienung erfolgt per Fingerzeig auf den Touchscreen.</p>
	</blockquote>
	<p><small>[Quelle: <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,506853,00.html">SPON</a> ]</small></p>
	<p>Merke: Wirkliche Innovation passiert inzwischen auch bei den Big Players dort, wo wir es schon immer vermutet haben: Im Bereich freier Betriebssysteme und freier Software insgesamt.</p>
	<p>Und Intel schiebt noch mehr nach: Mit der Initiative <a href="http://www.lesswatts.org">LessWatts.org</a> sollen Rechenzentren sparsamer und »grüner« werden. Und wer hätte das gedacht &#8211; auch hier spielt Linux eine Hauptrolle, während von dem meistverbreiteten Wurm der Welt aus Redmond wieder nichts zu sehen ist:</p>
	<blockquote>
		<p>Intel hat auf seinem Developer Forum ein Open-Source-Projekt vorgestellt, das zum Ziel hat, die Energie-Effizienz in Rechnern zu erhöhen, angefangen von Servern in Rechenzentren bis hin zu mobilen Geräten. Renee James, Intels Vizepräsident und Generalverantwortlicher für die Software und Solutions Group, stellte auf dem IDF die Initiative LessWatts.org vor, die Linux-Entwickler, Software-Unternehmen sowie Endnutzer zusammenbringen soll, um die Möglichkeiten des Power Managements von Linux-Systemen weiterzuentwickeln, zu promoten und Tipps und Tricks zu verbreiten.</p>
	</blockquote>
	<p><small>[Quelle: <a href="http://www.golem.de/0709/54903.html">golem.de</a> ]</small></p>
	<p>Da fragt man sich ein bisschen, was <a href="http://www.amd.com">AMD</a> da entgegenzusetzen hat, schließlich ist <a href="http://www.technovelty.de/?p=867">Energieeffizienz</a> auch in der IT von immer größerer Bedeutung: Nicht unbedingt nur wegen des Klimawandels und des »Giftgases« CO2 (dieser Hype wird sicherlich irgendwann zu Ende gehen), sondern auch wegen der steigenden Energiepreise und der durch geringeren Energieverbrauch zu erzielenden Kostenvorteile.</p>
	<p>Mich als Kubuntu-Anwender (es gibt nur bei Windows »Power-User« <img src='http://node-0.mneisen.org/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> ) freut es ungemein zu sehen, dass sich das Blatt langsam wendet. Wenn es nicht überzogen wird &#8211; also am Ende nicht eine weitere Monokultur (nur mit einer anderen dominanten Spezies!) herauskommt &#8211; wird das die IT-Landschaft äußerst positiv verändern.</p>

 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://node-0.mneisen.org/2007/09/22/intel-nutzt-ubuntu-fur-mobile-devices/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die spinnen, die Belgier &#8230;</title>
		<link>http://node-0.mneisen.org/2007/04/04/die-spinnen-die-belgier/</link>
		<comments>http://node-0.mneisen.org/2007/04/04/die-spinnen-die-belgier/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Apr 2007 09:11:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Seltsames]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakatastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmar Gabriel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://node-0.mneisen.org/?p=230</guid>
		<description><![CDATA[	Was Obelix immer schon wusste, scheint sich nun im Zuge der Diskussion um die eventuelle Klimaveränderung zu bestätigen: »Die spinnen, die Belgier!«
	Gerade durfte ich bei RIA Novosti lesen, dass die Belgier allen Ernstes eine Grillsteuer einführen wollen:
	
The government of Belgium&#8217;s French-speaking region of Wallonia, which has a population of about 4 million, has approved a [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Was <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Obelix">Obelix</a> immer schon wusste, scheint sich nun im Zuge der Diskussion um die eventuelle Klimaveränderung zu bestätigen: »Die spinnen, die Belgier!«</p>
	<p>Gerade durfte ich bei <a href="http://en.rian.ru/">RIA Novosti</a> lesen, dass <a href="http://en.rian.ru/world/20070403/62999935.html">die Belgier allen Ernstes eine Grillsteuer einführen wollen</a>:</p>
	<p><blockquote><br />
The government of Belgium&#8217;s French-speaking region of Wallonia, which has a population of about 4 million, has approved a tax on barbequing, local media reported.</p>
	<p>Experts said that between 50 and 100 grams of CO2, a so-called greenhouse gas, is emitted during barbequing. Beginning June 2007, residents of Wallonia will have to pay 20 euros for a grilling session.</p>
	<p>The local authorities plan to monitor compliance with the new tax legislation from helicopters, whose thermal sensors will detect burning grills.<br />
</blockquote></p>
	<p>Wie bescheuert ist das denn? 20 Euronen für 100g CO2 ist dann doch ein bisschen viel, da müsste man ja einem Autofahrer auf dem 20km-Weg zur Arbeit runde € 520 abnehmen, auf dem Rückweg natürlich auch noch einmal.</p>
	<p>Auch <a href="http://motls.blogspot.com/2007/04/czech-republic-flat-15-tax.html">The Reference Frame</a> hat sich dieses Themas angenommen und ist ebenfalls zum Schluss gekommen, dass diese Steuer &#8211; so es denn kein Scherz ist &#8211; <em>etwas</em> überteuert ist:</p>
	<blockquote>
		<p>Because the current market value of indulgences for emitting 1 ton of CO2 is 0.87 euro, it is not hard to calculate that the tax is 300,000 times more expensive than the pseudomarket value of negative CO2 and infinitely times higher than the real market value, namely zero.</p>
	</blockquote>
	<p>Und nein: Der Artikel stammt nicht vom 1. April, auch wenn man das vermuten könnte. Dennoch bin ich mir nicht ganz sicher, ob der zitierte Artikel wenigstens teilweise auf Fakten beruht oder aber nur ein verspäteter Aprilscherz oder eine Zeitungsente ist.</p>
	<p>Aber auch das lässt tief blicken. Die völlig überzogene Diskussion über Schutzmaßnahmen für das Klima wegen der von vielen befürchteten Klimaerwärmung führt dazu, dass zumindest ich einen solchen Bericht im ersten Moment für voll nehme.</p>
	<p>Dabei gäbe es wirklich viele sinnvolle Maßnahmen, Umwelt und Klima zu schützen und gleichzeitig noch etwas für Wirtschaft, Konjunktur und Gesellschaft zu tun, genannt sei hier nur eine Einführung klimaneutraler Energien wie die oft angeführten erneuerbaren Energien zur Stromgewinnung, aber auch der radikale Umstieg auf aus Biomasse gewonnenen Treibstoffen für den Verkehr. Entsprechend umgesetzt, müsste nichts teurer oder knapper werden, jeder könnte wie bislang Auto fahren oder fliegen, die Wirtschaft müsste nicht leiden. Die Gewinnung von Biokraftstoffen würde sogar das Problem der landwirtschaftlichen Überproduktion in Europa und Nordamerika lösen &#8211; was nicht verzehrt wird, kann zur Treibstoffgewinnung eingesetzt werden.</p>
	<p>Und da die fossilen Brennstoffe zur Neige gehen werden &#8211; wann auch immer genau das sein wird &#8211; werden wir diese Umstellung ohnehin irgendwann vornehmen müssen.</p>
	<p>Ob allerdings mit einem EU-Umweltkommissar wie dem Griechen Dimas und einem Bundesumweltminister wie dem Ex-Popbeauftragten Sigmar Gabriel ein solcher Umstieg klappen kann, ist eine ganz andere Frage. Diese Herren bauen eher auf Verbote und höhere Steuern, wie Dimas erst gestern wieder unter Beweis gestellt hat, als er äußerte, es gäbe eine Menge Ansätze, der Klimakatastrophe zu begegnen, »vor allem Steuern« (O-Ton: »namely taxes«). Wer so denkt, gehört aufs politische Abstellgleis, denn er nützt weder dem Klima, noch der Umwelt, noch den Menschen.</p>
	<p>Hoffen wir also, dass die oben zitierte Meldung über die Grillsteuer in Belgien nur eine Zeitungsente ist und das es &#8211; auch bei klimabewegten Politikern &#8211; noch ein letztes bisschen Verstand gibt.</p>

 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://node-0.mneisen.org/2007/04/04/die-spinnen-die-belgier/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Konjunktur und Klimawandel</title>
		<link>http://node-0.mneisen.org/2007/04/02/konjunktur-und-klimawandel/</link>
		<comments>http://node-0.mneisen.org/2007/04/02/konjunktur-und-klimawandel/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Apr 2007 11:53:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakatastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://node-0.mneisen.org/?p=226</guid>
		<description><![CDATA[	Der Spiegel Online weiß zu berichten, dass &#8211; zumindest nach einer Umfrage der Nürnberger GfK &#8211; der oftmals heraufbeschworene Klimawandel nun auch der Konjunktur einheizt (hihi!).
	In dem Bericht ist u.a. zu lesen:
	
		Mehr als drei Viertel der Bundesbürger möchten ihre herkömmlichen Glühbirnen mit Energie sparenden Modellen ersetzen. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstitutes GfK. Etwa 59 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Der <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,475213,00.html">Spiegel Online</a> weiß zu berichten, dass &#8211; zumindest nach einer Umfrage der Nürnberger <a href="http://www.gfk.com/">GfK</a> &#8211; der oftmals heraufbeschworene Klimawandel nun auch der Konjunktur einheizt (hihi!).</p>
	<p>In dem <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,475213,00.html">Bericht</a> ist u.a. zu lesen:</p>
	<blockquote>
		<p>Mehr als drei Viertel der Bundesbürger möchten ihre herkömmlichen Glühbirnen mit Energie sparenden Modellen ersetzen. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstitutes GfK. Etwa 59 Prozent sind auch bereit, neue Haushaltsgeräte mit geringerem Stromverbrauch zu kaufen. Die Bereitschaft, etwas gegen den Klimawandel zu tun, wird aber geringer, wenn es um größere Anschaffungen geht: So wollen 32 Prozent der Befragten ein sparsameres Auto kaufen und 25 Prozent die Wärmedämmung in ihrem Haus verbessern.</p>
	</blockquote>
	<p>Gegen den Tausch der Glühbirnen will ich mal nichts sagen, auch bei mir zu Hause kommt das Licht fast ausschließlich aus moderneren Lichtmitteln &#8211; schließlich wird da tatsächlich viel Strom eingespart.</p>
	<p>Aber zu den anderen geplanten Neuanschaffungen der Durchschnitts-Bundesbürger möchte ich durchaus kritisch Stellung beziehen:</p>
	<h4>Energie sparen ist sinnvoll &#8211; Aktionismus nicht</h4>
	<p>Genau wie auch bei den Glühbirnen, die durch Energiesparlampen ersetzt werden sollen, ist es natürlich immer sinnvoll, Energie effizient einzusetzen bzw. einzusparen. Dies gilt insbesondere dann, wenn ich gleiche Leistung für einen geringeren Energieeinsatz erhalten kann.</p>
	<p>Wenn man sich aber nun vor Augen führt, dass die Produktion einer Küchenmaschine oder eines Herdes (und die wollen immerhin 59% der Bundesbürger durch eine energiesparende Neuanschaffung ersetzen) recht energieintensiv ist, da z.B. Metalle aus Erzen extrahiert, verhüttet, gewalzt, ... werden müssen, die Geräte selbst aber nur relativ selten zum Einsatz kommen, dann kann eine solche Neuanschaffung in der Bilanz sogar zu einem höheren Energieaufwand führen.</p>
	<p>Denn die neuen Geräte sparen ja nur dann Energie ein, wenn sie auch laufen. Bei Kühlschränken dürfte der Spareffekt so groß sein, dass sich die Anschaffung unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz schon recht bald amortisiert &#8211; auch wenn der Kunde finanziell gesehen vermutlich draufzahlt, da er den alten Kühlschrank nicht über dessen gesamte Lebensdauer genutzt hat.</p>
	<p>Bei Geräten wie Küchenmaschinen, Herden, Öfen usw. sieht es hingegen etwas anders aus. Selbst wenn man täglich zuhause kocht (was leider nur noch wenige tun, aber das ist ein anderes Thema), wird ja nur während der tatsächlichen täglichen Nutzungsdauer z.B. des Herds auch Energie eingespart. Da der Herd aber nur recht wenig läuft, ein Herd allerdings oft eine gesamte Nutzungsdauer von einem Jahrzehnt oder mehr hat, führen Neuanschaffungen in diesem Bereich eher dazu, dass bei der Produktion des neuen Herdes mehr Energie aufgewendet wird, als durch die verfrühte Ersetzung des alten, weniger energie-effizienten Herdes wettgemacht wird.</p>
	<p>Die richtige Strategie scheint hier eher zu sein, bei einem ohnehin anstehenden Neukauf auf die Energieeffizienz des Neugeräts zu achten, aber nicht wegen der Energieeffizienz ein neues Gerät anzuschaffen &#8211; das dürfte sich nämlich (sowohl unter klimapolitischen als auch unter finanziellen Gesichtspunkten) nur bei elektrischen Großverbrauchern wie etwa Kühlschränken, der Beleuchtung und z.B. Fernsehern lohnen.</p>
	<h4>Eine Zukunft ohne fossile Brennstoffe</h4>
	<p>Im Zuge der Debatte um das Klima &#8211; ob es sich nun ändert oder nicht, und ob wir etwas daran ändern können oder nicht &#8211; ist erfreulicherweise auch die Energieeffizienz wieder einmal in den Blickpunkt der Diskussion geraten. Es geht nämlich nicht immer nur darum, Dinge zu verbieten &#8211; man kann Dinge wie Elektrogeräte, Fahrzeuge und anderes auch energieeffizienter gestalten.</p>
	<p>Neben den sicherlich erfreulichen Folgen für die Umwelt hat das auch ganz realpolitische Vorteile: Wer weniger Energie verbraucht, ist weniger von Energielieferanten abhängig. Und wenn wir mal kurz den Blick auf unsere beiden wichtigsten Energielieferanten lenken &#8211; nämlich auf Russland und auf die arabisch-persische Welt &#8211; dann wird schnell klar, dass jede technische Neuerung, die uns von diesen menschenrechtlichen und demokratischen Notstandsgebieten unabhängiger macht,  ein wahrer Segen ist.</p>
	<p>Im Idealfall können wir in Zukunft ganz auf Lieferungen aus solchen Gebieten verzichten; etwa, indem wir dem Beispiel Schwedens folgen und uns darauf festlegen, ab einem bestimmten Zeitpunkt an (in Schweden hat man sich für das Jahr 2020 entschieden) kein Erdöl mehr zu verwenden &#8211; oder vielleicht gar keine fossilen Brennstoffe mehr. Stattdessen gewinnen wir unsere Energie aus nachwachsenden Rohstoffen und lösen damit auch gleichzeitig das Problem der landwirtschaftlichen Überproduktion in Europa und Nordamerika.</p>
	<p>Man kann das nicht oft genug wiederholen: Egal, ob man nun der Religion des Klimawandels angehört oder nicht &#8211; die fossilen Brennstoffe werden früher oder später zur Neige gehen, einige Prognosen gehen davon aus, dass wir den Förderhöhepunkt z.B. beim Erdöl bereits hinter uns gelassen haben. Wir müssen also Alternativen zum Verfeuern fossiler Brennstoffe finden &#8211; egal aus welcher Motivation heraus.</p>
	<p>Das könnte dann auch die Klimaphobiker mit ihren (aus meiner Sicht) völlig übertriebenen Weltuntergangsszenarien mit denjenigen versöhnen, die dem angeblichen Klimawandel (bzw. den darauf hindeutenden wissenschaftlichen Erkenntnissen) eher skeptisch gegenüberstehen.</p>
	<p>Denn beide Seiten wollen dann das gleiche: Energieeffizienz und Verzicht auf fossile Brennstoffe.</p>
	<p>Aus welchen Motiven heraus ein anders Denkender meine Ziele verfolgt, kann mir doch eigentlich egal sein, oder?! <img src='http://node-0.mneisen.org/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>

 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://node-0.mneisen.org/2007/04/02/konjunktur-und-klimawandel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der grüne Governator</title>
		<link>http://node-0.mneisen.org/2007/03/14/der-gruene-gouvernator/</link>
		<comments>http://node-0.mneisen.org/2007/03/14/der-gruene-gouvernator/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Mar 2007 17:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Automobil]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakatastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmar Gabriel]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[SPON]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://node-0.mneisen.org/?p=223</guid>
		<description><![CDATA[	Manchem ist damals die Kinnlade gepflegt Richtung Erdmittelpunkt weggeklappt, als der ehemalige »Mister Universe« und »Terminator«-Mime Arnold Schwarzenegger seine Kandidatur für das Amt des Governors von Kalifornien bekanntgab. Noch viel mehr dürften sich einige gewundert haben, als er es dann auch tatsächlich wurde. Für diejenigen, die in Arnold Schwarzenegger immer nur einen Berg Muskeln ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Manchem ist damals die Kinnlade gepflegt Richtung Erdmittelpunkt weggeklappt, als der ehemalige »Mister Universe« und »Terminator«-Mime Arnold Schwarzenegger seine Kandidatur für das Amt des Governors von Kalifornien bekanntgab. Noch viel mehr dürften sich einige gewundert haben, als er es dann auch tatsächlich wurde. Für diejenigen, die in Arnold Schwarzenegger immer nur einen Berg Muskeln ohne Hirn gesehen haben, der bestenfalls »Hasta la vista, Baby« hervorwürgen konnte, kommt insbesondere seine erfolgreiche Politik und seine Beliebheit bei den Bürgern überraschend.</p>
	<p>Und nun zeigt Arnold Schwarzenegger europäischen &#8211; insbesondere auch deutschen &#8211; Politikern, wie man auf die vermeintliche Klimakatastrophe zu reagieren hat. Denn unabhängig davon, ob es nun zu einer katastrophalen Erwärmung kommt oder nicht, und auch völlig unabhängig davon, ob der Mensch daran Schuld hat oder nicht, ob der Mensch diese Erwärmung &#8211; so sie denn kommt &#8211; durch eigenes Handeln aufhalten kann, und auch unabhängig davon, ob eine Erwärmung nicht vielleicht auch ein paar positive (vielleicht sogar überwiegend positive) Folgen hätte: Energie sparen ist immer sinnvoll. Denn zum einen gehen die fossilen Brennstoffe zu Neige (weswegen sich der CO2-Gehalt der Atmosphäre auch nicht mehr verdoppeln <em>kann</em>, egal, was die Klimaphobiker absondern), zum anderen kann man bei effizienterem Umgang mit der gleichen Energiemenge mehr Arbeit verrichten, Waren produzieren, Logistik leisten, Wohlstand erzeugen und Komfort bieten.</p>
	<p>Ansatz des Governators aus Kalifornien: Es muss keiner anfangen, lächerlich kleine Autos zu fahren, deren Bewegung einem wegen zu klein dimensioniertem Motors auch kein »Fahrvergnügen« bieten kann. Stattdessen schlägt Schwarzenegger vor, weniger umweltschädliche Antriebskonzepte (sprich: Hybridmotoren) zu entwickeln und zum breiten Einsatz zu bringen oder gar umweltneutrale Energiekonzepte (z.B. Treibstoffe aus Biomasse) einzuführen.</p>
	<p>Dieser Ansatz ist exakt der richtige Weg:</p>
	<ul>
		<li>Keiner muss auf Komfort, Funktionalität und Wohlstand verzichten.</li>
		<li>Die Forschung wird gefördert.</li>
		<li>Die Wirtschaft kann neuartige Waren (Autos, Kraftwerke, ...) entwickeln, produzieren und vermarkten.</li>
	</ul>
	<ul>
		<li>Der Eintrag vermutlich klimaaktiver Emissionen in die Atmosphäre wird wirkungsvoll unterbunden.
	<p><em>So</em> kann Klima- und Umweltpolitik auch aussehen.</p>
	<p>Wie anders ist das Bild doch in Europa. Ob es nun ein geifernder EU-Kommisar für Umwelt ist, der von Deutschland ein allgemeines Tempolimit fordert (das im Übrigen zu <em>mehr</em> Verkehrstoten führen dürfte, Dänemark hat da Erfahrungen gesammelt), oder aber der ehemalige Pop-Beauftragter der SPD Sigmar Gabriel, der von seiner Partei zum Bundesminister für Umwelt hochgejubelt wurde &#8211; weil sie sonst wohl nicht weiß, was sie mit ihm anfangen soll.</p>
	<p>In Europa wird lieber verboten und beschränkt. Im <em>land of the free</em> hingegen setzt man auf Innovation, die eher zu noch höherem Lebensstandard bei gleichzeitig niedrigerem Ressourcenverbrauch und Emissionsniveau führt.</p>
	<p>Bravo, Herr Gouverneur!</p>
	<p>Europa: Setzen, sechs.</p>
	<p>[Quelle: <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,470995,00.html">SPON</a>, Spiegel 11/2007]</p>

 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://node-0.mneisen.org/2007/03/14/der-gruene-gouvernator/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Misanthropischer Umweltschutz</title>
		<link>http://node-0.mneisen.org/2007/02/07/misanthropischer-umweltschutz/</link>
		<comments>http://node-0.mneisen.org/2007/02/07/misanthropischer-umweltschutz/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Feb 2007 21:06:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Automobil]]></category>
		<category><![CDATA[BMW]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Kommission]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakatastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Kommission]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://node-0.mneisen.org/?p=214</guid>
		<description><![CDATA[	Nun ist es also wieder einmal passiert: Umweltbewegte in der Bürokratie der Europäischen Union haben wohl so lange intrigiert, bis sie wieder einmal eine EU-Richtlinie zur Veröffentlichung gebracht haben, in der das hehre Ziel des Umweltschutzes auf möglichst menschenfeindliche Art und Weise umgesetzt wird &#8211; so würde man wohl polemisch formulieren.
	Tatsächlich ist das neueste Machwerk [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Nun ist es also wieder einmal passiert: Umweltbewegte in der Bürokratie der Europäischen Union haben wohl so lange intrigiert, bis sie wieder einmal eine EU-Richtlinie zur Veröffentlichung gebracht haben, in der das hehre Ziel des Umweltschutzes auf möglichst menschenfeindliche Art und Weise umgesetzt wird &#8211; so würde man wohl polemisch formulieren.</p>
	<p>Tatsächlich ist das neueste Machwerk aus Brüssel aber eine Zumutung für den gesunden Menschenverstand. Es wird gefordert, dass Kraftfahrzeuge künftig nur noch 130 g/km Kohlendioxid in die Umwelt blasen. Auf den ersten Blick erscheint das vielleicht ganz vernünftig, es ist aber aus vielen Gründen falsch:</p>
	<h4>Wir scheren alles über einen Kamm</h4>
	<p>Zunächst einmal überrascht es, dass es nur einen fixen Grenzwert für alle Fahrzeugtypen geben soll. Deutschland Automobilindustrie hat sich &#8211; mit Ausnahme von Opel vielleicht &#8211; auf die Entwicklung und Produktion hochwertiger, technisch fortgeschrittener und leistungsfähiger Automobile spezialisiert. Autos von Porsche, Audi, BMW und Mercedes genießen Weltruf, und nicht umsonst ist der VW Golf das aktuell meistverkaufte Automobil der Welt.</p>
	<p>PKW-Produzenten in anderen Ländern &#8211; z.B. Peugeot, Renault und Citroen in Frankreich und Fiat in Italien &#8211; haben sich stattdessen auf die Produktion technisch weniger anspruchsvoller, kleinerer, weniger wertvoller und daher auch billigerer Autos konzentriert. Natürlich gibt es auch große Karossen von Peugeot, die spielen aber eher eine Nebenrolle.</p>
	<p>Ein Schelm nun, wer Böses denkt: Könnte es sein, dass die neue Vorschrift aus Brüssel manchen Ländern in Europa gar nicht so ungelegen kommt &#8211; einfach deshalb, weil vorrangig die deutschen Auto-Marken in Bedrängnis geraten und nicht diejenigen Firmen, die hässliche Kleinstwagen auf den Markt werfen?</p>
	<h4>Ist Kohlendioxid wirklich so schlimm?</h4>
	<p>Aber selbst wenn wir nun die Emission von Kohlendioxid beschränken &#8211; welche positiven Folgen hätte das? Ob die stets angekündigte Klimakatastrophe nun wirklich kommt und ob &#8211; falls ja &#8211; die Folgen für Europa tatsächlich so verheerend sind, vermag aufrichtig noch niemand zu sagen. Wenn sich das Klima verändert, wird es Gewinner und Verlierer dieser Entwicklung geben &#8211; und wir in in Europa werden vermutlich eher zu den Gewinnern zählen.</p>
	<p>Eine andere interessante Einzelheit ist, dass nicht das Kohlendioxid aus dem Straßenverkehr der stärkste Einflussfaktor für den (im Übrigen lebensnotwendigen!) Treibhauseffekt ist, sondern &#8211; tada! &#8211; Wasserdampf und Methan auf den vorderen Plätzen liegen. Also: Kein Sauerkraut und keine Hülsenfrüchte mehr, Saunen werden auch verboten!</p>
	<h4>Regenerative Energien und Weitsicht</h4>
	<p>Abgesehen von Klima steuert der Nutzer eines PKWs aber auf ein weitaus größeres Problem (zumindest für den eigenen Lebenshorizont!) zu: Das Erdöl wird früher oder später zur Neige gehen. Bevor es tatsächlich versiegt, wird es eine Phase der Preiserhöhung durch Rohstoffverknappung geben, gegenüber der die heutigen Preissteigerungsorgien auf dem Energiesektor sich geradezu harmlos ausnehmen werden.</p>
	<p>Was also wichtig und richtig wäre: Weg vom Erdöl, hin zu alternativen Kraftstoffquellen! Die gibt es tatsächlich, und zwar nicht nur den hierzulande schon bekannten Bio-Diesel aus Rapsöl. Es existieren produktionsreife Verfahren für die Gewinnung von Kraftstoffen aus Bioabfällen (inkl. Gülle), aus Holz und aus der Nutzung von Nutzpflanzen, bei denen dann nicht nur die Saat, sondern die komplette Pflanze zu Kraftstoff verarbeitet wird.</p>
	<p>Die Entwicklung und Nutzung solcher Technologien würde Deutschland nicht nur vom Erdöl unabhängig machen (und damit politisch auch weniger erpressbar, Stichwort: Russland). Deutschland hätte auch gute Chancen, zum weltweit führenden Anbieter von Anlagen zur Gewinnung solcher Kraftstoffe zu werden &#8211; und da das Erdöl nicht nur für uns, sondern für alle zur Neige geht, ist es wohl ein sicherer Tipp, auf solche Anlagen als kommenden Exportschlager zu wetten.</p>
	<p>Ein weiterer Effekt der Nutzung von Kraftstoffen aus Biomasse: Zwar wird ein mit solchen Kraftstoffen betankter Porsche noch immer 297 g/km CO2 produzieren &#8211; allerdings sind diese vorher, beim Wachstum der Kraftstoff liefernden Pflanzen &#8211; der Athmosphäre entzogen worden. Es ist also ein geschlossener Kreislauf, ein Nullsummenspiel, das letztlich auch die Umwelt- und Klimaschützer glücklich machen dürfte.</p>
	<h4>Was aber macht die EU-Kommission?</h4>
	<p>Die EU-Kommission aber setzt stattdessen eine feste Obergrenze für die Emission von CO2 fest. Dabei wird die von einem Fahrzeug emittierte Menge auf einer Teststrecke ermittelt. Das ist aber mehr als nur realitätsfern:</p>
	<ul>
		<li>Es spielt natürlich eine Rolle, wie das Fahrzeug <em>in der wirklichen Welt</em> gefahren wird. Ein französischer Kleinwagen, der sich mit Tempo 60 im zweiten Gang durch Paris bewegt, emittiert dann halt doch mehr CO2 pro Kilometer als ein locker im fünften Gang bei 140 dahinrauschender Audi.</li>
	</ul>
	<ul>
		<li>In einigen Ländern &#8211; darunter auch Deutschland &#8211; wird den Kraftstoffen bereits jetzt ein mehr oder weniger großer Anteil an Bio-Kraftstoffen beigemischt. Da diese nur den CO2-Betrag freisetzen, den sie vorher der Athmosphäre entzogen haben, ist die Gesamtbelastung bei Nutzung solcher Kraftstoffe natürlich deutlich geringer. Hier wäre dieser Anteil in den CO2-Ausstoß also mit einzurechnen bzw. von diesem abzuziehen.
	<h4>Fazit</h4>
	<p>Insgesamt ist diese Regelung der EU-Kommission wieder einmal Beleg dafür, dass (europäische) Politik an den Menschen vorbei gemacht wird. Wenn die Umwelt geschützt werden soll, dann muss ich das <em>mit den Menschen</em> und nicht <em>gegen die Menschen</em> machen. Es gibt so viele Wege, Umwelt und Klima zu schützen bzw. Emissionen zu reduzieren, ohne viel an Komfort, Wohlstand, Sicherheit und Luxus aufgeben zu müssen &#8211; z.B. die oben beschriebenen Kraftstoffe ohne Mineralölanteil. Da wird Umweltschutz plötzlich ganz einfach und tut auch nicht weh.</p>
	<p>Wenn ich aber versuche, Umweltschutz gegen die Menschen und ihre Wünsche und Bedürfnisse durchzusetzen, dann muss ich mich auf Gegenwehr und Ablehnung einstellen. Umweltschutz auf diese Art und Weise ist dann eben auch menschenfeindlich.</p>
	<p>Oder aber: Vielleicht haben manche EU-Kommissare auch schon den Kontakt zur Realität und zu den von ihnen beherrschten Menschen verloren.</p>


 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://node-0.mneisen.org/2007/02/07/misanthropischer-umweltschutz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Alles »super«</title>
		<link>http://node-0.mneisen.org/2007/02/03/alles-super/</link>
		<comments>http://node-0.mneisen.org/2007/02/03/alles-super/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Feb 2007 19:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Aral]]></category>
		<category><![CDATA[BMW]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://node-0.mneisen.org/?p=213</guid>
		<description><![CDATA[	Donnerstag und Freitag hatte ich einen Leihwagen vom BMW-Händler meines Vertrauens, da mein eigenes Fahrzeug sich noch von einem durch Kyrill erlittenen Schaden erholen musste &#8230;  
	Mein eigener Wagen verträgt Benzin und Super. Da ist die Unterscheidung klar für mich: Die Oktanzahl ist bei Super-Kraftstoff höher, das gibt mehr Wums.
	Der Leihwagen hingegen verlangte Diesel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Donnerstag und Freitag hatte ich einen Leihwagen vom BMW-Händler meines Vertrauens, da mein eigenes Fahrzeug sich noch von einem durch <a href="http://node-0.mneisen.org/2007/01/18/deutschland-im-sturm/">Kyrill</a> erlittenen Schaden erholen musste &#8230; <img src='http://node-0.mneisen.org/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
	<p>Mein eigener Wagen verträgt Benzin und Super. Da ist die Unterscheidung klar für mich: Die Oktanzahl ist bei Super-Kraftstoff höher, das gibt mehr Wums.</p>
	<p>Der Leihwagen hingegen verlangte Diesel &#8211; auch kein Problem, vor allem, da der Turbolader bei einem einigermaßen aktuellen BMW wirklich viel Spaß macht. Vor der Rückgabe des Wagens wollte ich den noch wie ausgemacht volltanken und besuchte die direkt gegenüber des BMW-Händlers gelegene ARAL-Tankstelle. Und damit fingen die (zugegebenermaßen kleinen) Probleme an.</p>
	<p>Es gab nämlich kein Diesel.</p>
	<p>Es gab »Superdiesel« und »Ultimate Diesel«. Aber kein »Diesel« oder meinetwegen auch »Ich-bin-zu-geizig-für-Superdiesel«-Diesel. Also lief ich erst mal alle Zapfsäulen ab: Überall das gleiche Ergebnis. Das hat mich ein bisschen verwirrt, besonders deshalb, weil auf der weithin sichtbaren Anzeigetafel auch »Diesel« angepriesen wurde.</p>
	<p>Also rein und fragen: »Entschuldigen, wo bitte ist denn der normale Diesel?«</p>
	<p>Antwort: »Da wo Superdiesel draufsteht, das ist der normale Diesel.«</p>
	<p>Jetzt hätte ich eine Frage an ARAL: Wenn Sie normalen Diesel verkaufen, warum schreiben Sie dann »super« drauf? Was genau ist denn dann daran »super«? Oder ist das nur wieder mal ein Zeichen dafür, dass man den normalen Kunden für dumm verkauft und eine Qualität suggeriert, die tatsächlich gar nicht gegeben ist?</p>
	<p>Ich tippe auf letzteres &#8230;</p>
	<p>Ich vermute allerdings auch, dass man sich tatsächlich mit der Bezeichnung »Superdiesel« (die sicherlich markenrechtlich geschützt ist) gewinnbringend von der Konkurrenz absetzen kann. Denn der Kunde will natürlich nichts normales. Für den muss alles »super« sein.</p>
	<p>Eigentlich schade, dass Marketing heute wichtiger als Innovation zu sein scheint. Statt besseren Kraftstoff anzubieten (oder den gleichen Kraftstoff einfach billiger zu verkaufen), schreibt man statt dessen einfach »super« drauf.</p>
	<p>Auch so kann Inflation aussehen.</p>

 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://node-0.mneisen.org/2007/02/03/alles-super/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Prima Klima</title>
		<link>http://node-0.mneisen.org/2007/01/09/prima-klima/</link>
		<comments>http://node-0.mneisen.org/2007/01/09/prima-klima/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Jan 2007 11:08:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakatastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://node-0.mneisen.org/?p=199</guid>
		<description><![CDATA[	Nein, hier soll es jetzt mal nicht um die angeblich unmittelbar bevorstehende Klimakatastrophe globalen Ausmaßes gehen, sondern vielmehr um das derzeitige Binnenklima in der großen Koalition in Berlin. Allerdings hat der akute Anlass durchaus auch etwas mit Klimaschutz zu tun. Es geht um die gerade heftig diskutierte Äußerung Angela Merkels zum Thema Energiemix und Abhängigkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Nein, hier soll es jetzt mal nicht um die angeblich unmittelbar bevorstehende Klimakatastrophe globalen Ausmaßes gehen, sondern vielmehr um das derzeitige Binnenklima in der großen Koalition in Berlin. Allerdings hat der akute Anlass durchaus auch etwas mit Klimaschutz zu tun. Es geht um die gerade heftig diskutierte Äußerung Angela Merkels zum Thema Energiemix und Abhängigkeit von Energielieferanten und den Reaktion aus der Opposition und vom Koalitionspartner.</p>
	<p>Bundeskanzlerin Merkel hatte vor dem Hintergrund der eingestellten Öllieferungen aus Russland angemerkt, man dürfe sich nicht so stark an einen Lieferanten und einen Energieträger binden. Vielmehr sei es richtig, auf einen Energiemix zu setzen und die Lieferrisiken möglichst breit zu streuen. Neben einem Ausbau der Nutzung alternativer bzw. regenerativer Energieträger müsse man in dieser Situation auch noch einmal über den Atomausstieg nachdenken.</p>
	<p>So weit, so gut. Mit diesen Aussagen sollte eigentlich jeder rational denkende Mensch einverstanden sein. Merkel hatte ja nicht etwa den Baubeginn neuer Atomkraftwerke verkündet oder die Restlaufzeiten der bereits stehenden AKWs eigenmächtig verlängert. Sie mahnte nur ein Nachdenken an. Und Nachdenken ist immer gut.</p>
	<p><small><strong>Kleiner Einwurf</strong></p>
	<p><em>Natürlich hat die Atomkraft ihre Schattenseiten, und in meinen Augen überwiegen diese Nachteile auch die unbestrittenen Vorteile. Zwar liefert die Atomkraft »sauberen« Strom ohne Abgase, ohne Klimaschädigung, ohne Waldsterben usw.</em></p>
	<p><em>Allerdings gibt es da das noch nicht gelöste Problem der Entsorgung abgebrannten Kernmaterials und der Kraftwerke selbst. Daher bin ich auch <strong>gegen</strong> die Nutzung der Atomkraft.</em><br />
</small></p>
	<p>Es ging den <em>usual suspects</em> unter der fraktionsübergreifenden Gruppe der Gutmenschen allerdings nicht ums Nachdenken (dann hätten sie nämlich vermutlich die Klappe gehalten) oder im Argumente, sondern ums Anpöbeln.</p>
	<p>Von Jürgen Trittin hörte man, dass mit Uran keine Autos betankt und keine Häuser geheizt werden können und dass daher die Atomkraft kein Ersatz für Erdöl sein könne:</p>
	<blockquote>
		<p>Mit Uran kann man keine Häuser und Fabriken beheizen und keine Autos betanken.</p>
	</blockquote>
	<p>[via <a href="http://www.br-online.de/b5aktuell/">B5 aktuell</a>]</p>
	<p>Was kann man auf diesen Schnellschuss von Jürgen »Tritt-Ihn« Trittin antworten? Ganz einfach: Erstens kann man Häuser sehr wohl mit Atomkraft beheizen (wenn man nämlich eine &#8211; durchaus übliche &#8211; Elektroheizung hat), und zweitens wird Erdöl, dass nicht zur Stromerzeugung in Ölkraftwerken verstromt wird, für eben diese Zwecke &#8211; Kraftstoffe und Heizöl &#8211; frei.</p>
	<p>Kann man Trittin noch zugute halten, dass er &#8211; obwohl er in der Opposition sitzt &#8211; seine invalide Kritik in einem absolut annehmbaren Ton geäußert hat, sieht die Sache in den Reihen des kleineren Koalitionspartners SPD schon ganz anders aus. Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Mitglied des SPD-Bundesvorstands <a href="http://www.bundestag.de/mdb/bio/S/scheehe0.html">Dr. Hermann Scheer</a> etwa nannte Merkels Aussage »verlogen«. Und der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende <a href="http://www.bundestag.de/mdb/bio/K/kelbeul0.html">Ulrich Kelber</a> entblödete sich nicht zu behaupten:</p>
	<blockquote>
		<p>Wer die Lieferengpässe bei Öl heranzieht, um die Kernenergie zu propagieren, ist nicht in der Lage, das Thema Energieversorgung intellektuell zu erfassen.</p>
	</blockquote>
	<p>[via <a href="http://www.br-online.de/b5aktuell/">B5 aktuell</a>]</p>
	<p>Wenn man sich die obigen Argumente betrachtet, dass man sehr wohl Teile des deutschen Erdölverbrauchs durch die Nutzung der Atomkraft substituieren kann, fällt dieser polemische Ausfall direkt auf Herrn Kelber zurück und man muss sich fragen, ob er selbst denn in der Lage ist, das Thema intellektuell zu durchdringen. Ich maße mir da kein Urteil an, habe aber meine Zweifel.</p>
	<p>Was ich an diesem ganzen Vorgang so besonders schlimm finde, ist die Tatsache, dass sich die deutsche Bundeskanzlerin von einem ehemaligen Minister, der jetzt in der Opposition sitzt, und insbesondere von einem <em>stellvertretenden</em> Fraktionsvorsitzenden des Koalitionspartners sowie einem eher nicht so bedeutenden Abgeordneten in dieser Art und Weise angehen lassen muss. Beim oppositionellen Trittin kann man das noch verstehen &#8211; man schießt halt auf die Regierung, wenn man selbst nicht drin ist. Aber warum Kelber nun innerhalb der Koalition dieses bislang noch nicht dagewesene Niveau im Diskurs mit dem Koalitionspartner wählt &#8211; das bleibt wohl sein Geheimnis.</p>
	<p>Durch diesen totalen Fehlgriff im Ton haben Kelber und Scheer weder der Sache noch sich selbst noch der Koalition gedient. Interessant wird abzuwarten, ob und wie die beiden Koalitionspartner auf diese sprachliche Entgleisung reagieren.</p>
	<p>Das Klima in der Koalition &#8211; diese »Wettervoraussage« wage ich mal &#8211; ist aber wohl momentan auf direktem Weg, sich zu erhitzen.</p>
	<p>Ich warte da auf den <em>global meltdown</em>. <img src='http://node-0.mneisen.org/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>

 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://node-0.mneisen.org/2007/01/09/prima-klima/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Moral oder Money</title>
		<link>http://node-0.mneisen.org/2005/01/11/moral-oder-money/</link>
		<comments>http://node-0.mneisen.org/2005/01/11/moral-oder-money/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Jan 2005 20:26:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://node-0.mneisen.org/?p=30</guid>
		<description><![CDATA[	Der russiche Präsident Wladimir Putin weilt in Deutschland bei seinem Freund Bundeskanzler Gerhard Schröder. Offensichtlich verstehen sich die beiden bestens, was für die wirtschaftlichen Beziehungen der beiden Länder sehr gut ist. Auch in anderen Ländern ist Gerhard Schröder gern gesehener Gast. Warum aber nutzt Gerhard Schröder seine Position nicht, um auf dringende Probleme in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Der russiche Präsident Wladimir Putin weilt in Deutschland bei seinem Freund Bundeskanzler Gerhard Schröder. Offensichtlich verstehen sich die beiden bestens, was für die wirtschaftlichen Beziehungen der beiden Länder sehr gut ist. Auch in anderen Ländern ist Gerhard Schröder gern gesehener Gast. Warum aber nutzt Gerhard Schröder seine Position nicht, um auf dringende Probleme in den jeweiligen Ländern hinzuweisen?</p>
	<p>Die beiden Politiker verstehen sich sehr gut, dass merkt man, sobald die beiden zusammentreffen. Es wird viel gescherzt und gelacht, offensichtlich hat man viele gemeinsame Interessen. Beiden gemeinsam ist auch der Hang zur großen Geste, wenn etwas Wladimir Putin Staatsgäste im Pomp des Kreml empfängt oder Der Bundeskanzler seinen Männerfreund im eigenen Reihenendhaus im heimischen Hannover aufnimmt.</p>
	<p>Sicherlich hat dieses gute Miteinander unseres Kanzlers der deutschen Wirtschaft Tür und Tor in Russland geöffnet, nicht von ungefähr ist Russland für Deutschland einer der wichtigsten ausländischen Märkte und ein bevorzugtes Ziel für Auslandsinvestitionen. Auch die russischen Unternehmen sind in Deutschland tätig und liefern uns einen nicht unerheblichen Teil unserer Energieträger, vor allem Erdgas. Da kann es nicht schaden, wenn zwischen den Regierenden beider Länder gutes Einvernehmen herrscht.</p>
	<p>Aber: kann es &#8211; selbst wenn man moralische Grundsätze unbeachtet lässt&#8212;wirklich so ganz gleichgültig sein, wie die russische Regierung schaltet und waltet? Schröder hat Putin bescheinigt, ein lupenreiner Demokrat zu sein; auch im Fall Jukos sei alles nach rechtsstaatlichen Prinzipien vor sich gegangen. Dazu muss man wissen, dass Schröder nicht nur Politiker, sondern auch Anwalt, mithin Jurist ist &#8211; gerade er müsste also wissen, was Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ausmacht.</p>
	<p>Dass in Russland die Medien durch Druck (etwa mit der Drohung der Schließung von Zeitungen und Sendern) gefügig gemacht werden, dass die Konzerne von Unternehmern, die Putin nicht gefällig sind, mit fadenscheinigen Begründungen (z.B. angebliche Steuerschuld) zwangsenteignet und regierungsnahen Firmen zugeschanzt werden&#8212;all das kann einem Wirtschaftskanzler, als den Schröder sich so gerne sieht, nicht egal sein. Hier geht es grundsätzlich auch um die Sicherheit deutscher Investitionen in Russland.</p>
	<p>Hinzu kommt dann noch die Situation in Tschetschenien. Hier führt Russland &#8211; ob nun berechtigt oder nicht &#8211; seit Jahren einen Krieg, der zunächst gegen irreguläre Truppen, nach und nach aber vor allem gegen die Zivilbevölkerung geführt wurde.</p>
	<p>Natürlich hat jeder Staat das Recht, sich gegen separatistische Tendenzen von Teilen seines Staatsgebiet zu wehren &#8211; auch die Bundesrepublik würde wohl nicht untätig zusehen, wenn sich einzelne Bundesländer von ihr lossagten. Allerdings würde der Bund in diesem Fall wohl nicht mit Waffengewalt gegen das Land vorgehen.</p>
	<p>Und natürlich hat jeder Staat das Recht (und vielleicht sogar die Pflicht vor seinen Bürgern und der internationalen Staatengemeinschaft), sich gegen islamistische Terroristen zu wehren, die in Tschetschenien einen größeren Teil der Kombattanten stellen.</p>
	<p>Aber all das muss auch Maß halten und spätestens dann eine Grenze finden, wenn wahllos auch gegen unbeteiligte und friedliche Zivilisten vorgegangen wird, wenn ihnen die Lebensgrundlage, die Wohnung, die Nahrung genommen wird.</p>
	<p>Es bleibt also ein fragwürdiges Argument, wenn Kanzler Schröder sagt, dass eine Annäherung durch Handel auch die Politik eines Landes beeinflusst &#8211; schließlich hat die Bundesrepublik jahrzehntelang Handel mit dem Ostblock getrieben, ohne dass sich dort politisch etwas getan hat. Der Ostblock ist schlussendlich daran zugrunde gegangen, dass er&#8212;aus ideologischen Gründen&#8212;eher zuwenig Handel als zuviel Handel mit dem Westen getrieben hat und damit seiner eigenen Wirtschaft geschadet hat.</p>
	<p>Russland ist aber nicht das einzige Land, in dem Bundeskanzler Schröder sich umtreibt, ohne gegen offenkundige Missstände bei Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten zu protestieren. Jüngst weilte der Kanzler in China, vermittelte fleißig milliardenschwere Verträge und freute sich&#8212;zu Recht&#8212;über die guten wirtschaftlichen Beziehungen zum fernen Osten.</p>
	<p>Statt aber die immer noch problematische Situation in bezug auf die Menschenrechte in China anzusprechen, sprach sich Schröder gar für ein Ende des Waffenembargos der EU gegen China aus. Gerade das war allerdings als Reaktion auf das Massaker auf dem Platz des himmlischen Frieden in Kraft gesetzt worden. Schröder wies darauf hin, dass ein Aufheben des Embargos nicht gleich Waffenlieferungen an China bedeute, womit er zweifellos Recht hat: Waffenlieferungen ins Ausland müssen vom Bundessicherheitsrat genehmigt werden.</p>
	<p>Was Schröder allerdings verschwieg: Ein solches Embargo ist ein Makel, dass China in der internationalen Gemeinschaft nach wie vor als Menschenrechtsverletzer brandmarkte. Diesen Makel von China zu nehmen bedeutet eben auch, Druck von China zu nehmen, sich in Sachen Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu bewegen. Man erreicht damit also schlicht das Gegenteil dessen, was man eigentlich als Ziel deutscher Außenpolitk ansehen sollte.</p>
	<p>Allerdings ist Kanzler Schröder sehr schlau gewesen: praktisch gleichzeitig zu seiner Forderung nach Aufhebung des Embargos wurde in der EU über eben jenes Embargo beraten. Sollte die EU das Embargo aufheben, steht Schröder in China als großer Freund des chinesischen Volkes dar. Bleibt das Embargo hingegen bestehen, so ist Schröder der einzige Freund Chinas in Europe. Wie es auch immer ausgeht, Schröder gewinnt.</p>
	<p>Bei einem solchen Verhalten muss man sich fragen, was für Schröders Außenpolitik wichtiger ist: Moral oder Money, Recht oder schnöder Mammon. Zur Zeit sieht es so aus, als hätte der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland (der Schröders Wiederwahl 2006 sicherlich nicht schaden würde) unbedingte Priorität hat.</p>
	<p>Die EU hat das Embargo im Übrigen in Kraft gelassen.</p>

 ]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://node-0.mneisen.org/2005/01/11/moral-oder-money/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
