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	<title>node-0 &#187; Flüchtlingslager</title>
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		<title>Palästina: Die Ratten verlassen das sinkende Schiff</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jan 2008 15:15:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingslager]]></category>
		<category><![CDATA[Friedensdialog]]></category>
		<category><![CDATA[Gaza]]></category>
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		<category><![CDATA[Palästinenser]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>

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		<description><![CDATA[	... könnte man meinen, wenn man liest, dass die Bewohner des Gaza-Streifens tatsächlich die Grenze nach Ägypten überrannt haben, um sich dort mit Lebensmitteln und Brennstoffen einzudecken. Dabei gehen sie übrigens nicht zimperlich vor: Die Grenzbefestigungen werden da auch schon einmal weggesprengt.
	Der aktuelle Auslöser für diese Misere ist natürlich die eingetretene Knappheit bei vielen Gütern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>... könnte man meinen, wenn man liest, dass <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,530503,00.html">die Bewohner des Gaza-Streifens tatsächlich die Grenze nach Ägypten überrannt haben, um sich dort mit Lebensmitteln und Brennstoffen einzudecken</a>. Dabei gehen sie übrigens nicht zimperlich vor: Die Grenzbefestigungen werden da auch schon einmal weggesprengt.</p>
	<p>Der aktuelle Auslöser für diese Misere ist natürlich die eingetretene Knappheit bei vielen Gütern im Gaza-Streifen; dass die ursächlich keineswegs mit der israelischen Sperrung der Grenzübergänge zwischen Gaza und Israel zu tun hat, verdeutlichen z.B. folgende Zahlen: </p>
	<p><a href="http://backsp.wordpress.com/2008/01/22/lichter-an-niemand-zuhause/">Der Gaza-Streifen erhält rund 75% der Elektrizität aus Israel, weitere 5% kommen aus Ägypten. Die restlichen 20% werden im einzigen Kraftwerk in Gaza produziert. Die Grenzschließung verhinderte die Lieferung von Brennstoffen an dieses Kraftwerk, ließ aber die restlichen 80% der als Strom über Leitungen gelieferten elektrischen Energie völlig unangetastet.</a> (Quelle: <a href="http://www.b5aktuell.de/">B5 aktuell</a>, <a href="http://backsp.wordpress.com/">Medien BackSpin</a>)</p>
	<p>Warum nun mussten die Bewohner von Gaza ohne Strom auskommen? Weil die <del>Terroristen</del> <del>weisen Führer</del> demokratisch legitimierte Regierung von der Hamas die Versorgung einfach unterbrach und die Schuld Israel zuschob. Auch so kann man ein Volk gegen einen vermeintlichen Feind mobilisieren.</p>
	<p>Dass dieses Volk sich dann auf der verzweifelten Suche nach Nahrung und Energie irgendwo Bahn bricht und (rein faktisch betrachtet) das Nachbarland überfällt, ist eine direkte Folge dieser künstlichen Verknappung eigentlich noch vorhandener Güter.</p>
	<p>Und das ist das eigentliche Elend der Palästinenser: Sie verharren seit Jahrzehnten in der Opferrolle, statt sich konstruktiv am Friedensdialog mit Israel zu beteiligen und sich einen eigenen Staat &#8211; den sie schon längst haben könnten! &#8211; aufzubauen.</p>
	<p>Mir stellen sich in diesem Zusammenhang auch immer wieder einige Fragen:</p>
	<ul>
		<li><strong>Wie kann es sein, dass palästinensische »Flüchtlinge« auch nach Jahrzehnten noch immer in »Flüchtlingslagern« in den arabischen Nachbarländern leben müssen?</strong> Ich vergleiche das gerne mit dem massenhaften Zustrom vertriebener Deutscher aus Polen und Tschechien nach dem zweiten Weltkrieg; auch für diese Menschen gab es nicht immer sofort Unterkunft und Arbeit, auch sie wurden zunächst in Auffanglagern untergebracht. Die Integration der Neuankömmlinge hat aber typischerweise nur einige Monate oder Jahre gebraucht, und ist nicht wie im Falle der Palästinenser auch nach Jahrzehnten noch keinen Schritt weitergekommen.</li>
		<li><strong>Warum sehen die »Flüchtlingslager« der Palästinenser den arabischen Städten in dieser Region so ähnlich?</strong> Sicherlich, ich lobe mir die schnuckelige Kleinstadt in Deutschland oder die Metropole von Welt und möchte nicht freiwillig in ein solches »Flüchtlingslager« ziehen. Dennoch: Unter einem Flüchtlingslager stelle ich mir ein temporäres Zeltlager vor, Matsch, mangelnde hygienische Einrichtungen u.ä. Davon jedoch kann (bis auf die mangelnden hygienischen Einrichtungen &#8230;) in den »Flüchtlingslagern« der Palästinenser nicht die Rede sein. Dort stehen Steinhäuser, es gibt Elektrizität (wenn die Hamas diese nicht gerade abstellt!), Geschäfte, Arbeitsstellen, ... Eine ganz normale Stadt also. Kein Flüchtlingslager.</li>
		<li><strong>Wieso sind immer die Israelis schuld, wenn die Palästinenser ihre Selbstverwaltung nicht auf die Reihe bekommen?</strong> Bleiben Lieferungen aus Israel aus, sind die Israelis schuld am Elend der Palästinenser; schicken sie hingegen Lebensmittel, Medikamente und Brennstoffe, bekommen sie als Dank ein paar Raketen über die Grenze geschossen. Ich persönlich würde nicht unbedingt die Hand beißen, die mich füttert. Wenn ich schon kein Gemeinwesen habe, das sich selbst ernähren kann &#8211; und das ist ein absolutes Armutszeugnis für die Palästinenser und ihre arabischen Bruderstaaten &#8211; dann sollte ich nicht auch noch diejenigen mit Raketen, Bomben und ständigen gemaulten Vorwürfen terrorisieren, die mich dennoch mit Hilfslieferungen am Leben erhalten.</li>
		<li><strong>Warum gehen die Palästinenser &#8211; kaum, dass die Israelis die Besatzung beendet haben &#8211; aufeinander los?</strong> Statt ihren Staat aufzubauen, bekriegen sich die verschiedenen politischen Lager aus Hamas und PLO nun gegenseitig. Aber auch daran ist sicher Israel schuld, irgendwie jedenfalls &#8230; </li>
		<li><strong>Warum ist der israelische Schutzwall böse, die Grenzanlagen zwischen Ägypten und Gaza aber OK?</strong> Israel baut eine Grenzbefestigung zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten, um besser kontrollieren zu können, wer denn nun auf das Staatsgebiet Israels kommt; Terroristen sollen gehindert werden, wie in der Vergangenheit aus Gaza direkt auf den nächsten israelischen Marktplatz zu marschieren und dort per Selbstmordattentat unschuldige Menschen umzubringen. <em>Das ist böse.</em> Ägypten hingegen hat auch Grenzanlagen an der Grenze zu Gaza aufgebaut (die wurden ja gerade weggesprengt). Dazu hat Ägypten als souveräner Staat alles Recht. Ich frage mich nur: Warum ist das notwendig, wenn aus Gaza gar keine Terroristen kommen?</li>
		<li><strong>Warum bekommen die Palästinenser nicht die paar radikalen Terroristen in den eigenen Reihen in den Griff?</strong> Sobald die Palästinenser aufhörten, ständig israelisches Territorium mit Raketen zu beschießen und bei nächster Gelegenheit auch wieder Bomben in Kaufhäusern, Diskotheken, Restaurants und auf Marktplätzen zu detonieren, dann käme ihnen Israel sicherlich auch in Fragen der Staatsgründung entgegen. Ich vermute ohnehin, dass den meisten Israelis (Führung inbegriffen!) am liebsten wäre, die Palästinenser hätten einen eigenen Staat und würden die Terroristen selbst ausmerzen. So weit ist es aber offenbar noch nicht.</li>
		<li><strong>Warum gilt es als legitimer Widerstand gegen eine schon länger nicht mehr existente Besatzung, mit Raketen und Bomben Zivilisten in Israel zu töten?</strong> Gaza und die West Bank sind schon lange nicht mehr besetzt, Israel hat sich (bis auf wenige Ausnahmen in der West Bank) zurückgezogen und Verwaltung und Sicherheit den Palästinensern überlassen. Was tun die? Statt sich zu freuen und den eigenen Staat aufzubauen, wählen sie die Hamas zru Regierung und setzen den Terror gegen die angebliche Besatzung weiter fort. Im Weltbild vieler westlicher Menschen und Medien gilt das als »legitimer Widerstand« gegen &#8230; Ja, gegen was eigentlich? Gegen den Abzug? Dagegen, dass die Israelis verständlicherweise nicht jeden Terroristen in ihr Heimatland einreisen lassen? Keine Ahnung &#8230;
	<p>So lange Fragen wie diese von den Palästinensern und insbesondere von der Hamas-»Regierung« in Gaza nicht beantwortet werden (können), so lange wird es schwierig mit dem Frieden zwischen Israelis und Palästinensern. Man muss sich ja nicht mögen, man kann erst einmal getrennte Wege gehen und die Grenzen schließen. Wenn man sich dann aneinander gewöhnt hat, kann man sich ja annähern.</p>
	<p>Offenbar ist das Interesse an einer solchen friedlichen Entwicklung auf Seiten vieler Palästinenser allerdings nicht allzu groß. Sonst könnte sich die Hamas nicht an der Macht halten.</p>
	<p><strong>Update:</strong></p>
		<li><a href="http://rungholt.wordpress.com/2008/01/22/fragen-zur-blockade-und-abriegelung/">Ein paar weitere Fragen kann man bei Rungholt nachlesen.</a></li>
		<li><a href="http://martin-hagen.blogspot.com/2008/01/avenarius-schweigen-zu-den-ursachen.html">Martin Hagen über die verquere und tendeziöse Darstellung des Nah-Ost-Konflikts in den westlichen Medien.</a> Offensichtlich sind doch immer die Israelis schuld; wenn die Araber mal Krieg anfangen, wird großzügig drüber hinweggegangen, und auch das völlige Versagen der ägyptischen/palästinensischen Verwaltung in Gaza ist offenbar der SZ keiner Erwähnung wert.</li>
		<li><a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/2008/01/24/post-von-ganz-oben/">Gott protestiert gegen den Terror der Palästinenser gegen Israel</a></li>
	</ul>
	<ul>
		<li><a href="http://backsp.wordpress.com/2008/01/25/funf-ausschnitte-die-sie-verpasst-haben-konnten/">Medien BackSpin: Fünf Ausschnitte, die Sie verpasst haben könnten</a>
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