Die Konter-Revolution frisst ihre Kinder

Dienstag, den 9. September 2008

Am Wochenende wurde Kurt Beck von der Brücke der Alten Dame gespült, heute war dann Hubertus Heil dran. Die Welle war zwar leider nicht ganz so stark wie bei Kurt Beck, so dass sich Hubertus Heil immer noch an Bord befindet und nominell seinen alten Job behält – mit der Berufung von Kajo Wasserhövel als Wahlkampfleiter für die Bundestagswahl 2009 hat das neue Dreamteam der SPD aus Franz Müntefering und Frank-Walter Steinmeier jedoch klargemacht, dass sie das Amt des Generalsekretärs als eben das sehen: Als Sekretärsjob, und nicht als wirkliches Mitglied der Führungsmannschaft.

Beck ist weg

Montag, den 8. September 2008

Auch wenn der Kalauer im Titel anderes vermuten lässt, geht es hier nicht um eine launige Abrechnung mit dem wohl erfolglosesten SPD-Vorsitzenden der Bundesrepublik. Dass Kurt Beck den Weg nun frei gemacht hat für seinen Vornachfolger Franz Müntefering und damit für jemanden, der in Bezug auf die Ganzganzlinken wohl nicht den gleichen unsäglichen Schlingerkurs fahren wird wie Beck, ist sehr zu begrüßen. Müntefering wird hier wohl »klare Kante« zeigen. Erfreulich, aber angesichts des unpolitischen Unprogramms der Linken war es dafür auch höchste Zeit.

Top-Appeasenik

Dienstag, den 3. April 2007

Die deutsche Politik ist um einen schwachsinnigen Vorschlag reicher geworden, und nicht zum ersten Male kommt dieser Vorschlag vom Chefgenossen Kurt »der Problembär« Beck.

Ob man es nun glauben mag oder nicht: Beck schlägt allen Ernstes vor, für das immer noch von Kämpfen zwischen den USA und der ISAF auf der einen Seite und den Taliban sowie lokalen Warlords auf der anderen Seite zerissene Afghanistan eine Friedenskonferenz unter Beteiligung der Taliban abzuhalten.

Danke, Kurt!

Münte’s Abgang

Montag, den 31. Oktober 2005

Nach der Niederlage seines Kandidaten Kajo Wasserhövel für den Posten als SPD-Generalsekretär nimmt Parteischef Müntefering konsequenterweise seinen Hut. Die SPD zerfleischt sich wieder einmal selbst.

Andrea Nahles als neue Generalsekretärin – das hätte wohl vor der heutigen Sitzung des Parteivorstands niemand für möglich gehalten. Die parteilinke Unruhestifterin, die sich gerne mal auf Kosten des Vorsitzenden und der Partei profiliert – Hauptsache, man selbst ist in den Nachrichten -, trat zur geheimen Kampfabstimmung im Parteivorstand an und gewann – und der Vorsitzende gab daraufhin bekannt, er werde im November 2005 nicht wieder zur Wahl für dieses Amt antreten.

Respekt und Würde

Mittwoch, den 8. Juni 2005

Das Gezerre um die von der SPD angestrebte vorgezogene Bundestagswahl zeugt von ungeheuerer Respektlosigkeit vor der Würde des Bundestags, des Bundeskanzlers und nicht zuletzt des Bundespräsidenten.

Als Bundeskanzler Gerhard Schröder am Abend des 23. Mai 2005, nach deutlichst verlorener Landtagswahl in NRW, vor die Presse trat und die bereits etwa 90 Minuten zuvor von SPD-Parteichef Franz Müntefering verkündete Entscheidung zu vorgezogenen Neuwahlen auf Bundesebene präzisierte, nahm ein Trauerspiel seinen Anfang, wie es ein vergleichbares in der Geschichte der Bundesrepublik zuvor noch nicht gegeben hat.