Schell und die Kur

Donnerstag, den 18. Oktober 2007

Beim Antibürokratieteam ist M.M. der Ansicht, dass durch den Kur-Urlaub von Manfred Schell die Reihen der Lokführer im Streik schwanken und der Arbeitskampf für die Arbeitnehmerseite verloren sei.

Warum das denn?

Natürlich ist der Zeitpunkt für den Antritt einer Kur, nun ja: unglücklich gewählt. Auf der anderen Seite: Wenn sich dieser Kuraufenthalt nicht mehr verschieben ließ (und Schell das bereits mehrfach getan hat) – soll Schell dann tatsächlich den Arbeitskampf über seine eigene Gesundheit stellen, zumal er ja kein Alleinunterhalter ist, sondern in der GDL auch noch ein paar andere Funktionäre seinen Job zumindest zeitweise mit übernehmen können?

Streik bei der Bahn - endlich

Dienstag, den 9. Oktober 2007

Normalerweise bin ich kein übermäßiger Freund von Gewerkschaften im Allgemeinen und von Arbeitskämpfen im Speziellen. Genauer gesagt: Von beidem halte ich nicht viel. Das nur mal vorneweg.

Gehaltsniveau

Allerdings denke ich schon, dass gute, verantwortungsvolle Arbeit auch entsprechend vergütet werden sollte. Daher halte ich das Gehaltsniveau für die Angestellten mit anspruchvolleren Aufgaben bei der Deutschen Bahn AG auch für unangemessen.

Es kann nicht sein, dass jemand, der einen mehrere Dutzend Millionen teures Gefährt mit 300 km/h durch die Lande steuert und dabei die Verantwortung nicht nur für die mehreren hundert Passagiere in diesem Zug, sondern auch für die Passagiere in anderen Zügen (mit)trägt, mit etwa € 2.100,- brutto monatlich entlohnt wird. Das ist zu wenig, insbesondere auch angesichts unseres auf hohe Steuern und Sozialtransfers beruhenden Staates.

Realitätsverlust bei der Deutschen Bahn

Donnerstag, den 20. September 2007

Wie kann man nur eine so verzerrte Wahrnehmung der Realität haben? Margret Suckale, Personalchefin der Deutschen Bahn AG, hat sich heute überrascht gezeigt, dass die Tarifgespräche der Deutschen Bahn mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und den beiden traditionellen Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDAB heute erfolglos abgebrochen wurden.

Erinnern wir uns: Hauptanliegen der GDL ist ein eigener Tarifvertrag für die Zugführer – sie wollen endlich besser bezahlt werden, und bei einem Höchsteinkommen von rund 2100 Euro monatlich sit das auch verständlich. Erst recht dann, wenn man den harten Alltag mit Dienst zu »ungünstigen Zeiten« und die hohe Verantwortung der Zugführer berücksichtigt.