Palästina: Die Ratten verlassen das sinkende Schiff

Mittwoch, den 23. Januar 2008

... könnte man meinen, wenn man liest, dass die Bewohner des Gaza-Streifens tatsächlich die Grenze nach Ägypten überrannt haben, um sich dort mit Lebensmitteln und Brennstoffen einzudecken. Dabei gehen sie übrigens nicht zimperlich vor: Die Grenzbefestigungen werden da auch schon einmal weggesprengt.

Der aktuelle Auslöser für diese Misere ist natürlich die eingetretene Knappheit bei vielen Gütern im Gaza-Streifen; dass die ursächlich keineswegs mit der israelischen Sperrung der Grenzübergänge zwischen Gaza und Israel zu tun hat, verdeutlichen z.B. folgende Zahlen:

Wenn der Nachbar droht …

Dienstag, den 9. Januar 2007

Allen Mitmenschen, die Probleme damit haben, Israels Politik im Allgemeinen und gegenüber dem Iran im Besonderen zu verstehen, möchte ich die Lektüre des Beitrags »Begriffsverwirrung« bei Statler & Waldorf empfehlen. Dort wird über eine Analogie zum gemütlich-deutschen Alltag sehr schön dargestellt, warum man Idioten wie Irans ach-so-demokratisch gewählten Präsidenten AchmachmirdenDschihad nicht erst dann aktiv bekämpfen darf, wenn der seine Bombe schon geworfen hat.

Aber ich weiß schon jetzt: Es läuft wie immer.

Die Leute, die sich ohnehin in die Lage Israels versetzen können, lesen den Artikel und bejahen ihn.

Die anderen lesen ihn nicht. Oder verstehen ihn nicht. Oder wollen ihn nicht verstehen.

Syrische Logeleien

Mittwoch, den 16. August 2006

Gestern wollte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier eigentlich nach Damaskus reisen, um den syrischen Präsidenten Assad zu treffen. Gegenstand der Gespräche sollte der Friedensprozess im Nahen Osten sein. Doch nach einer hetzerischen Rede Assads überlegte es sich Steinmeier anders und reiste von Jordanien aus gleich nach Saudi-Arabien weiter.

Dafür muss ich Frank-Walter Steinmeier zunächst einmal zutiefst empfundene Anerkennung und Zustimmung aussprechen, auch wenn sich das pathetisch anhört. Mit Leuten, die wie Assad reden, kann man nicht vernünftig kommunizieren oder gar zusammenarbeiten.

Assad äußerte eine Reihe von Punkten, die dem geneigten Zuhörer in Ländern ohne undemokratisches, islamistisches Regime die Schuhe ausziehen:

Die wahren Zustände in Gaza …

Mittwoch, den 12. Juli 2006

... werden sehr treffend in einem einem Artikel (Humanitäre Krise in Hamastan?) bei den bissigen Liberalen ohne Gnade beschrieben.

Keine Rede davon, dass

  • die IDF reihenweise Zivilisten töten,
  • die Grenzübergänge geschlossen wären oder
  • Israel palästinensischen Verletzten und Kranken die Behandlung in israelischen Kliniken verwehrt, wobei hier auch einmal zu fragen wäre, warum es die Palästinenser mit hunderten von Millionen Euro aus der EU nicht geschafft haben, eine eigene erstklassige medizinische Versorgung einzurichten.

    Stattdessen erfährt man u.a., dass es die Hamas selbst ist, die ihre Bürger leiden lässt, z.B. dadurch, dass humanitäre Hilfe für die Palästinenser in Form von Nahrung, Wasser, Medikamenten abgelehnt wird.

Palästinas Weg zum Frieden?

Mittwoch, den 26. Januar 2005

Nach dem Tode Arafats haben die Palästinenser eine neue Regierung gewählt. Wiederum steht ein Politiker an der Spitze, der Verbindungen in radikale Kreise hat. Und doch ist vieles anders und deutet auf eine Chance für den Frieden im Nahen Osten hin.

Yassir Arafat war die große, alle Palästinenser vereinigende Indentifikationsfigur und war auch deshalb so lange an der Spitze der PLO und der palästinensischen Autonomiebehörde gestanden. Einzugartig war seine Fähigkeit, sein Volk hinter sich zu versammeln und mit seinem für westliche Beobachter nur schwer nachzuvaollziehendem Charisma zu lenken.

Es darf aber auch nicht vergessen werden, dass Arafat den Palästinensern enormen Schaden zugefügt hat: