Ein Hauch von Verstand

Donnerstag, den 5. April 2007

Ich konnte meinen Ohren gerade kaum trauen: Im ZDF-Flagschiff heute wurde – wie immer – am Ende auf die heutige Ausgabe des heute journals hingewiesen und im Rahmen dieses Teasers auch einige der Themen aufgezählt. Eines davon ließ mich aufhorchen:

[..] Sind wird doch nicht Schuld? Experten streiten über die Ursachen des Klimawandels. [...]

Kann es tatsächlich sein, dass sich auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Gestalt des ZDFs vom Betroffenheitsjournalismus löst und nun endlich einmal über Fakten berichtet:Dass sich die Wissenschaft nämlich keineswegs einig ist über den Klimawandel, über seine Existenz, seine Ursachen und seine Folgen und – nicht zuletzt – was wir ggfs. gegen den Klimawandel unternehmen sollten.

Die spinnen, die Belgier …

Mittwoch, den 4. April 2007

Was Obelix immer schon wusste, scheint sich nun im Zuge der Diskussion um die eventuelle Klimaveränderung zu bestätigen: »Die spinnen, die Belgier!«

Gerade durfte ich bei RIA Novosti lesen, dass die Belgier allen Ernstes eine Grillsteuer einführen wollen:


The government of Belgium’s French-speaking region of Wallonia, which has a population of about 4 million, has approved a tax on barbequing, local media reported.

Experts said that between 50 and 100 grams of CO2, a so-called greenhouse gas, is emitted during barbequing. Beginning June 2007, residents of Wallonia will have to pay 20 euros for a grilling session.

Konjunktur und Klimawandel

Montag, den 2. April 2007

Der Spiegel Online weiß zu berichten, dass – zumindest nach einer Umfrage der Nürnberger GfK – der oftmals heraufbeschworene Klimawandel nun auch der Konjunktur einheizt (hihi!).

In dem Bericht ist u.a. zu lesen:

Mehr als drei Viertel der Bundesbürger möchten ihre herkömmlichen Glühbirnen mit Energie sparenden Modellen ersetzen. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstitutes GfK. Etwa 59 Prozent sind auch bereit, neue Haushaltsgeräte mit geringerem Stromverbrauch zu kaufen. Die Bereitschaft, etwas gegen den Klimawandel zu tun, wird aber geringer, wenn es um größere Anschaffungen geht: So wollen 32 Prozent der Befragten ein sparsameres Auto kaufen und 25 Prozent die Wärmedämmung in ihrem Haus verbessern.

Der grüne Governator

Mittwoch, den 14. März 2007

Manchem ist damals die Kinnlade gepflegt Richtung Erdmittelpunkt weggeklappt, als der ehemalige »Mister Universe« und »Terminator«-Mime Arnold Schwarzenegger seine Kandidatur für das Amt des Governors von Kalifornien bekanntgab. Noch viel mehr dürften sich einige gewundert haben, als er es dann auch tatsächlich wurde. Für diejenigen, die in Arnold Schwarzenegger immer nur einen Berg Muskeln ohne Hirn gesehen haben, der bestenfalls »Hasta la vista, Baby« hervorwürgen konnte, kommt insbesondere seine erfolgreiche Politik und seine Beliebheit bei den Bürgern überraschend.

Die Klima-Inquisition

Dienstag, den 13. März 2007

Wer sich kritisch mit der angeblich kurz bevorstehenden Klimakatastrophe auseinandersetzt, der kennt dieses Phänomen wohl leider auch aus eigener Erfahrung: Äußert man seine Zweifel, wird man als Ewig-Gestriger, als Egoist, Kleingeist oder Schlimmeres bezeichnet. Statt Argumenten bringen einem die durch-ideologisierten Anhänger der Quasi-Religion des climate change wüste Beschimpfungen, Verachtung und mehr entgegen.

Mich habe nun zwei Vorfälle besonders betroffen gemacht. Über den ersten kann man im lawblog nachlesen. Dort wurde auf die Beifahrertür eines etwas größeren Autos ein schmuckes »CO2« eingeritzt. Das lässt auf den Geisteszustand und das Rechtsbewusstsein des Täters schließen – beides scheint da etwas im Argen zu liegen.

Religiöse Tendenzen und die Klimakatastrophe

Mittwoch, den 21. Februar 2007

Im lawblog kann man nachlesen, dass nun offenbar immer mehr Menschen auffällt, dass das Gebahren der Propheten der Klimakatastrophe sich immer seltsamer ausnimmt. Bald schon wird man wohl damit rechnen müssen, dass eine von der offiziellen Linie abweichende Meinung Grund genug für Sanktionen ist.

Auf der anderen Seite: Es ist schön, dass sich die Stimmen der Vernunft zwar langsam, aber doch immer weiter mehren.

Das Gefühl, für leise geäußerte Zweifel an der Korrektheit der vorhergesagten Katastrophe (auch unter Hinweis auf die Unvorhersagbarkeit komplexer iterativer Systeme, aber das ist eine andere Baustelle) jedes Mal als egoistische Umweltsau denunziert zu werden, nimmt aber leider auch zu.

Misanthropischer Umweltschutz

Mittwoch, den 7. Februar 2007

Nun ist es also wieder einmal passiert: Umweltbewegte in der Bürokratie der Europäischen Union haben wohl so lange intrigiert, bis sie wieder einmal eine EU-Richtlinie zur Veröffentlichung gebracht haben, in der das hehre Ziel des Umweltschutzes auf möglichst menschenfeindliche Art und Weise umgesetzt wird – so würde man wohl polemisch formulieren.

Tatsächlich ist das neueste Machwerk aus Brüssel aber eine Zumutung für den gesunden Menschenverstand. Es wird gefordert, dass Kraftfahrzeuge künftig nur noch 130 g/km Kohlendioxid in die Umwelt blasen. Auf den ersten Blick erscheint das vielleicht ganz vernünftig, es ist aber aus vielen Gründen falsch:

Lesebefehl: Ökoreligion

Dienstag, den 21. November 2006

Eine wunderbare Zusammenfassung meiner Einstellung zum Thema »Das Klima und ich« findet man bei den Bissigen Liberalen ohne Gnade. Ich hätte nicht besser zu Papier (bzw. in die Tasten) bringen können, was ich von dem ganzen vor vermeintlicher Sicherheit über die Zukunft strotzenden Palaver der Klima-Aktivisten halte: Nicht viel.

Das Klima ist ein komplexes System, wie ich bereits schon einmal geschrieben habe, als es um Al Gore und seinen vermurksten Film ging. Und komplexe Systeme haben es so an sich, dass sie sich auch mit größter Rechenpower nicht oder nur höchst unvollständig simulieren lassen. Und nur auf solchen Simulationen der künftigen Klimaentwicklung fußt die ganze aktuelle Panikmache vor der Klimaerwärmung.

Unbequeme Wahrheiten …

Dienstag, den 7. November 2006

... offenbart – ohne sich um wissenschaftliche Präzision zu kümmern – derzeit nicht nur Al Gore. Nein, auch für die Türkei wird es langsam immer enger, was ihre Ambitionen für einen EU-Beitritt angeht.

Der Westen, auch Deutschland, muss sich anrechnen lassen, der Türkei jahrelang falsche Hoffnungen auf eine Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union gemacht zu haben. Dabei ist längst klar, dass die Türkei weder jetzt noch in absehbarer Zukunft ein EU-Mitglied mit allen Rechten und Pflichten werden kann. Zu groß ist der Unterschied in wirtschaftlicher Hinsicht, zu sehr weicht die Gesellschaft in der Türkei von dem ab, was in Europa als wünschenswert gilt.

Al Gore und die Klimaerwärmung

Donnerstag, den 29. Juni 2006

Nachdem Al Gore ja bereits das Internet erfunden hat, beglückt er uns jetzt mit einem Film (“An Unconvenient Truth”) zum Thema Klimaerwärmung. Der Film läuft bereits seit einiger Zeit in den USA, und dort auch nur in einigen ausgewählten Städten (“select cities”). Spiegel Online berichtet nun über eine Vorführung dieses Films vor eingeladenen Wissenschaftlern, die sich mit dem Thema Klimaveränderung befassen—und der Film fand ein durchaus positives Echo, wenn auch einzelne Kleinigkeiten bemängelt wurden.