Einstimmiges Votum

Donnerstag, den 3. April 2008

Es freut mich immer, wenn ich mit einer von mir geäußerten Meinung zumindest nach einiger Zeit nicht mehr alleine dastehe. Nicht, dass ich für meine Positionen nicht zu kämpfen bereit bin oder glaube, man könne die Wahrheit per Mehrheitsbeschluss erkennen – ich bin ja nicht Al Gore.

Dennoch ist es schön, dass auch andere ITler bei der Bewertung der Miet-Server von First Dedicated offenbar zu einer ähnlichen Einschätzung wie auch ich gelangt sind und meine Kritik teilen können.

Microsoft Windows Server 2008 - kopflos

Montag, den 4. Februar 2008

Es ist kaum zu glauben, aber trotzdem wahr:

Zu den interessanten Neuerungen des neuen Microsoft-Servers zählt der neue Webserver IIS 7.0, sowie die Installations-Variante “Server Core”, die ohne grafischen Desktop auskommt.

[ Quelle: heise.de ]

Die Microsofties haben tatsächlich begriffen, dass ein Server keine GUI braucht und die da eher stört? Jetzt braucht Microsoft Windows eigentlich nur noch eine vernünftige Script-Sprache (nein, kein Windows Scripting Host o.ä., das zählt nicht …), eine ausgereifte Sicherheitsarchitektur ohne Lücken und einen etwas vernünftigeren Preis, dann könnte das tatsächlich wieder zu einer Konkurrenz für Linux & Co. werden.

Abwarten … :-D

Lazy Upgrader Detected

Freitag, den 25. Januar 2008

Ich fühle mich ertappt.

Gerade bin ich dabei, auf einem Server ein paar Updates nachzufahren. Auf dem Server läuft Gentoo Linux, und ich gebe zu, ich habe das mit den Updates ein bisschen schleifen lassen, Stichwort: Never change a running system.

Soeben wollte ich das Update der glibc in Angriff nehmen, da versagte mir emerge den Dienst mit dem Hinweis:

Ubuntu: Installation von Merb

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Merb ist ein leichtgewichtiges Framework für die Erstellung von Model-View-Controller-basierten Webanwedungen mit Ruby. Von der Zielsetzung her ist es mit Ruby on Rails, Nitro und Ramaze vergleichbar.

Insbesondere von Rails unterscheiden sich Merb und Ramaze durch die Rückkehr zum »micro framework«, einer bewussten Beschränkung auf das Wesentliche und bleiben dadurch klein, performant und flexibel; Ruby on Rails hingegen versucht durch »convention over configuration« dem Anwender ein recht festes Grundgerüst vorzugeben, dass bis hin zu Konventionen (böswillig: »Vorschriften«) bei der Benennung von Entwicklungsobjekten (Klassen, Methoden, Templates, Layouts, ...) reicht. Der Entwickler/Anwender muss sich also zwischen zwei grundsätzlich unterschiedlichen Philosophien unterscheiden: zwischen maximaler Selbständigkeit (Merb, Ramaze, ...) und einem recht strikten Vorgehensmodell (Ruby on Rails).

Ubuntu: Howto rubygems

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Ruby ist eine vollständig objekt-orientierte Skriptsprache, die sich wachsender Beliebtheit für die Realisierung von Webanwendungen (siehe Ruby on Rails, Merb, Ramaze, Nitro, ...), für System-Administration (als »glue language«), für Prototyping und Datenauswertung erfreut.

Die Sprache selbst kann auf Ubuntu, Kubuntu und anderen auf Debian basierenden Linux-Distributionen komfortable über den Paketmanager installiert werden:

$ sudo apt-get install ruby

Erweiterungen für Ruby werden typischerweise als so genannte »gems« verbreitet und installiert. Dazu wird zunächst der Paketmanager für diese Gems installiert:

$ sudo apt-get install rubygems

Danach können dann – ähnlich wie bei apt – Ruby-Erweiterungen als Ruby-Gems installiert werden:

Intel nutzt Ubuntu für mobile Devices

Samstag, den 22. September 2007

Auf dem IDF (Intel Developer Forum) hat Intel eine Reihe neuer Chips für mobiles Computing mit kleinem (räumlichen und Energie-) Footprint vorgestellt:

Den gezeigten MIDs (Mobile Internet Devices) ist vor allem eines gemein: Sie alle nutzen Ubuntu-Linux als Betriebssystem. Von Microsofts Windows war weit und breit nichts zu sehen. [...] Stattdessen läuft dort nun also ein Linux mit einer speziell an die Bedürfnisse mobiler Nutzer angepassten Oberfläche. Da strahlen einem große Icons entgegen, die verschiedene Programme und Funktionen symbolisieren. Die Bedienung erfolgt per Fingerzeig auf den Touchscreen.

[Quelle: SPON ]

Microsoft bietet Ubuntu »Feisty Fawn« zum Download an

Freitag, den 22. Juni 2007

Kaum zu glauben, aber dennoch wahr: Auf dem Microsoft Windows Marketplace stand für kurze Zeit die freie Linux-Distribution Ubuntu in der Version »Feisty Fawn« zum Download bereit, wie wir auf Groklaw nachlesen können.

Erstaunlich ist, dass immerhin fast 11.000 Nutzer Ubuntu von der Website des Erzrivalen aus Redmond downloaden konnten, bevor Microsoft den Spaß beendete:

Microsoft bietet Ubuntu Feisty Fawn zum Download an.

Den Spaßbremsen bei Microsoft möchte ich eigentlich nur eines zurufen: Macht weiter so, bietet häufiger mal wirklich freie Software an – frei wie in Rede und nicht nur frei wie in Bier – dann klappt das mit dem Image auch wieder … ;-)

LinuxTag 2007: Solving Growing Pains for OpenBC/Xing.com with MySQL

Donnerstag, den 31. Mai 2007

Erick Dennis und Michael Otto von der epublica GmbH referierten über die Möglichkeiten, eine ständig wachsende Webapplikation – nämlich OpenPC/Xing – durch verschiedene Maßnahmen auch unter Performance-Gesichtspunkten zu skalieren.

Zunächst wurden die beiden Alternativen scale up (höherwertige Hardware, Mehrprozessorsysteme, SPeicherlösungen) und scale out (Off-the-shelf-Hardware, Problemananalyse, Anpassung der Applikation) definiert und diskutiert. Offensichtlich ist scale out für viele Situationen der richtige Weg, da man immer einen weiteren Standard-Server ins System bringen kann, der dann im bestenfalls zu einem linearen Performance-Zuwachs führt.

LinuxTag 2007: High- Availability PostgreSQL and clustering concepts

Mittwoch, den 30. Mai 2007

Hans-Jürgen Schönig spricht über die verschiedenen Möglichkeiten, mit Postgres eine hochverfügbare Lösung zu bauen und stellt dabei zunächst die »klassischen« Alternativen hot standby/failover, synchrone Replikation und asynchrone Replikation vor. Dabei weißt er auch jeweils auf die Vor- und Nachteile hin:

  • failover schützt nicht vor PEBKAC: Wenn der Admin einen Table dropt, dann ist der weg, und zwar auch auf dem Failover-Rechner. Von Vorteil ist allerdings die einfache Implementierung, da Lösungen sowohl auf Hardware- (SAN) als auch auf Softwarebasis bestehen.
  • Synchrone Replikation kann ebenfalls nicht vor PEBKAC schützen; hinzu kommt, dass der Kommunikationsaufwand hierbei noch einmal deutlich höher wird.

Weitere Schwächen im DRM von HD-DVD

Mittwoch, den 9. Mai 2007

Momentan habe ich ein bisschen das Gefühl, als dürfte jeder mal seine Programmier- und Analysefähigkeiten am DRM der neuen HD-DVD namens AACS testen, und als ob jeder – wirklich jeder! – der das ernsthaft probiert, auch eine neue Lücke findet.

Warum DRM prinzipiell nicht funktionieren kann, darüber habe ich bereits geschrieben. Nun sieht es aber so aus, als ob das DRM von HD-DVD auch noch schlecht implementiert ist, so dass zu den nicht behebbaren konzeptuellen Fehlern auch noch vermeidbare technische Schwächen hinzukommen. Offensichtlich kann diesem neuen Angriff auf das überflüssige und den Kunden seiner Grundrechte beraubende DRM auch nicht über key revocation begegnet werden – eine Technik, die die AACS LA(AACS Licensing Authority) bisher angewandt hat, um komprimierte Schlüssel zurückzurufen und damit zumindest noch nicht erschienene Titel vor ungewolltem Zugriff zu beschützen.