Ausschweifungen im Bundestag

Dienstag, den 16. September 2008

Gerade in der Tagesschau gesehen: Peer Steinbrück sagt über den typisch deutschen Pessimismus hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung:

Diese Sado-Maso-Einstellung ist mir ein Rätsel.

Da hat er Recht—wir Deutsche sollten wirklich ein bisschen optimistischer in die Zukunft blicken und nicht immer vom schlimmsten Fall ausgehen.

Allerdings stellt sich mir auch die Frage, ob das Niveau im Reichstag nicht doch ein bisschen sinkt: Sexualpraktiken wie die oben genannte sind zwar nicht verwerflich, haben aber in der politischen Öffentlichkeit eigentlich nichts zu suchen.

Vielleicht bin ich aber auch einfach zu spießig. Einzelne SPD-Genossen (z.B. Peter Struck) sieht man ja durchaus hin und wieder in Lederkluft … :-D

Wie schieße ich mir selbst ins Bein?

Freitag, den 7. Juli 2006

Untertitel für diesen Blogpost könnte sein: “Ein Workshop für Politiker der SPD”. Denn was da zur Zeit aus den Reihen der alterwürdigen deutschen Sozialdemokratie zu hören ist, kann nur als Versuch verstanden werden, sich in eine möglichst schlechte Ausgangslage für die nächsten Wahlen bringen zu wollen.

Denn nicht nur vereinzelt machen sich SPD-Abgeordnete und -Funktionäre Luft, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorwerfen, beim Kompromiss über die Gesundheitsreform eine Abmachung gebrochen zu haben, nach der zukünftig mehr Steuermittel ins marode System der gesetzlichen Krankenkassen zu pumpen seien.

Aufruf: Kein Kreuz für Blatter!

Montag, den 26. Juni 2006

Vermutlich vom Bundesinnenministerium—das ja für den Sport zuständig ist—angeregt, prüft das Bundespräsidialamt zur Zeit, ob es das Bundesverdienstkreuz an den FIFA-Präsidenten Sepp Blatter verleihen kann bzw. möchte. Ich möchte das nicht, ich bin dagegen.

Abgesehen davon, dass sich auch die Politiker längst nicht mehr sicher sind, ob sie das überhaupt noch gut finden sollen (Der Spiegel, Handelsblatt) und auch das Bundespräsidialamt angesichts staatsanwaltschaftlicher Untersuchungen der Schweizer Staatsanwaltschaft gegen Sepp Blatter wegen Betrugs, Untreue, Bestechung und ähnlicher Kleinigkeiten nicht mehr ohne Vorbehalte gegen eine solche Verleihung an den Oberkommerzialisierer ist, sprechen noch ein paar andere Dinge gegen eine solche Auszeichnung.

So schön, schön war die Zeit …

Montag, den 26. Juni 2006

Peter Struck (SPD) wünscht sich die Zeiten unter einem Kanzler Gerhard Schröder zurück und kritisiert die Amtsführung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): Die lote zuviel aus und sei zu wenig entscheidungsfreudig.

Nun ja, mit einem Koalitionspartner wie der SPD hat man nicht unbedingt viel Spaß auf Entscheidungen, bleibt doch das Interesse der Bürger unseres Landes dabei üblicherweise auf der Strecke und wird ideologischen Vorgaben geopfert.