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	<title>node-0 &#187; Rezession</title>
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		<title>»Umweltprämie«: Mein Auto kriegt ihr nicht!</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 16:36:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Eisenhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Abwrackprämie]]></category>
		<category><![CDATA[Rezession]]></category>
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		<description><![CDATA[	Nun ist die Abwrackprämie also aufgestockt worden, und als Folge davon wird noch mehr Volksvermögen als bisher schon vernichtet.
	Mir will nicht in den Kopf, warum es im Interesse der Konjunktur sein soll, wenn deutsche Bürger ihre zwar schon alten, aber noch funktionstüchtigen Automobile verschrotten lassen sollen, um sich stattdessen neue Autos zu kaufen, die dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Nun ist die Abwrackprämie also aufgestockt worden, und als Folge davon wird noch mehr Volksvermögen als bisher schon vernichtet.</p>
	<p>Mir will nicht in den Kopf, warum es im Interesse der Konjunktur sein soll, wenn deutsche Bürger ihre zwar schon alten, aber noch funktionstüchtigen Automobile verschrotten lassen sollen, um sich stattdessen neue Autos zu kaufen, die dann auch noch mit staatlicher Hilfe subventioniert werden.</p>
	<p>Und natürlich schlägt der nette Händler von »um die Ecke« deshalb auch noch großzügig ein bisschen was auf den Preis drauf &#8211; schließlich zahlt der Kunde ja nicht mehr so viel aus eigener Tasche, kann also einen höheren Gesamtpreis akzeptieren, ohne diesen selbst zu finanzieren &#8211; jedenfalls tut er dass nicht sofort, auf längere Sicht allerdings schon. </p>
	<p>Denn irgendwoher muss das Geld für die staatliche Subvention ja kommen, und der Staat hat als Einnahmequelle eigentlich nur den beherzten Griff in die Taschen seiner Bürger.</p>
	<p>(Kleiner Einschub: Es wäre einmal interessant zu untersuchen, wie sich die Neuwagenpreise unter dem Einfluss der Abwrackprämie entwickelt haben. Ich tippe darauf, dass sich Händler und Kunde die Abwrackprämie teilen, auch wenn zumindest vielen Kunden das nicht bewusst sein dürfte.)</p>
	<p>Die Abwrackprämie ist von ihrer Konstruktion her eine einzige Katastrophe. Zunächst einmal muss ein liberal eingestellter Mensch nahezu jeglichen Eingriff in das wirtschaftliche Handeln von Bürgern und Unternehmen ablehnen. Das wollen wir für die folgenden Betrachtungen aber mal außer Acht lassen.</p>
	<p>In diesem speziellen Fall kommt ja noch hinzu, dass ganz ohne Not Volksvermögen vernichtet wird.  Sicherlich ist es richtig, nur den Kauf eines Neuwagens zu subventionieren; würde auch der Kauf von Gebrauchtwagen berücksichtigt, liefe der Staat Gefahr, letztlich nur einen Ringtausch der Fahrzeuge unter seinen Bürgern zu finanzieren. Dann aber käme nichts von der Subvention bei den Produzenten an.</p>
	<p>Warum aber ist es so wichtig, dass die Altwagen verschrottet werden? Die könnten doch noch ganz prima als Gebrauchtwagen weiter verwendet werden, nicht notwendigerweise, aber eben auch in Deutschland.</p>
	<p>Die Verschrottung der Altwagen führt dazu, dass jemand, der einen zehn Jahre alten Wagen hat und die Abwrackprämie nutzen möchte, in vielen Fällen bestenfalls mit einer schwarzen Null aus der Transaktion rauskommt. Denn viele Wägen sind auch nach dieser Zeit, auch mit vielen zehntausend oder sogar hunderttausenden von Kilometern noch mehr als €2.500,- wert.</p>
	<p>Wenn ich dann also meinen Altwagen verschrotten lasse statt ihn auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu veräußern, dann zahle ich drauf.</p>
	<p>Aber vergessen wir da nicht etwas? Hieß die Abwrackprämie nicht tatsächlich »Umweltprämie«, weil das vorgebliche Ziel darin bestand, alte und weniger umweltfreundliche Autos durch neue und ach so spritsparende Wägen zu ersetzen?</p>
	<p>Ja, das ist so.</p>
	<p>Ob der Umwelt allerdings wirklich damit gedient ist, wenn die »alten« Autos verschrottet werden, das ist gar nicht mal so sicher. Denn <em>erstens</em> entstehen bei der Produktion eines umweltfreundlichen Ersatzproduktes viele Schadstoffe, die sich über die Lebensdauer des Produktes erst einmal amortisieren müssen &#8211; sprich: Das Produkt muss um so viel umweltfreundlicher und energiesparender sein, dass sich seine verfrühte Herstellung (das alte Produkt war ja noch gar nicht kaputt oder aufgebraucht!) auch unter Umweltgesichtspunkten lohnt.</p>
	<p><em>Zweitens</em> wurden und werden sehr viele in Deutschland nicht mehr verkäufliche Gebrauchtwägen (also exakt diejenigen, auf die die Umweltprämie abzielt) in Länder der zweiten und dritten Welt exportiert und dort noch lange weitergefahren.</p>
	<p>In diesen aufstrebenden und sich immer stärker motorisierenden Ländern fahren also die Gebrauchtwägen der ersten Welt mit einer gewissen Zeitverzägerung. Und ob es nun wirklich eine gute Idee ist, durch die Verschrottung hunderttausender, wenn nicht sogar Millionen von noch nutzbaren Gebrauchtautos dafür zu sorgen, dass in Afrika deutsche Autos aus den 1970ern und 19080ern nun eben nicht durch solche aus den 1990ern oder gar aus dem Jahr 2000 ersetzt werden &#8211; da habe ich nun doch meine Zweifel.</p>
	<p>Als Fazit bleibt nur eins: <strong>Mein Auto kriegt ihr nicht!</strong></p>


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