Demagogische Wahlhilfe für Übersee

Samstag, den 11. Oktober 2008

Ich mag es nicht, wenn für mich gedacht wird. An mich: ja. Für mich: ne, das mache ich lieber selbst. Vor allen Dingen weiß ich dann auch, dass ich den Ergebnisse zumindest einigermaßen trauen kann.

Wenn ich bei SPON lese, dass der Stimmenanteil für Barack von den MSM möglicherweise unterschätzt werde, dann wundere ich mich da besonders über die Begründung:

Der Vorsprung Barack Obamas vor seinem Konkurrenten John McCain ist womöglich größer, als die Umfragen nahelegen, berichten US-Psychologen. In konservativ geprägten US-Staaten verzerre sozial erwünschtes Verhalten Wahlprognosen.

Dazu habe ich zwei Anmerkungen:

Main Stream Media und die Hypo Real Estate

Donnerstag, den 2. Oktober 2008

Gestern habe ich ein paar Korrekturen zur Wahrnehmung der Krise bei der Hypo Real Estate in den Medien zusammengefasst.

Wenn ich dann heute im Spiegel Online lesen muss, dass die Situation rund um die HRE den Bundeshaushalt gefährdet, kann ich mich kaum zurückhalten. Was reitet die Autorin Corinna Kreiler bloß, so etwas zu schreiben? Selbst wenn sich Peer Steinbrück etwas unglücklich äußert, dann wäre es doch ihre Aufgabe, ein bisschen zu recherchieren, statt dumpf irgendeinen von einem Politiker verzapften Dünnsinn weiterzureichen.

Zustandsbeschreibung der SPD

Dienstag, den 8. Juli 2008

Aus dem Spiegel Online:

Kurt Beck, Andrea Nahles und all ihre Gesinnungsgenossen in der SPD erinnern bei ihrem Umgang mit dem Erbe der Schröder-Politik an einen Schwimmer, der einen langen breiten Strom durchschwimmt und nach drei Viertel der Strecke das Gefühl hat: Ich schaffe es nicht, das halte ich nicht durch. Ich dreh’ um.

Genau Exakt so ist auch mein Eindruck. Statt den durchaus mutigen Reformprozess weiterzugehen, der unter Gerhard Schröder begonnen wurde, sprintet man zurück in klassenkämpferische Ideologie, mit der sich zwar die Arbeitnehmerschaft schön anheizen lässt, die aber vermutlich sowohl den Wahlerfolg als auch das letzte bisschen Glaubwürdigkeit kosten werden.

SPON: Prozentrechnung ist schwierig

Freitag, den 29. Februar 2008

... das merkt man immer wieder, vor allem bei Leuten, die nicht sooo furchtbar gern und viel mit Zahlen zu tun haben. Wir lesen in einem Interview mit der Familienministerin Ursula von der Leyen:

SPIEGEL ONLINE: Eigentlich wollten Sie mit dem Elterngeld die Geburtenraten in die Höhe treiben. Das ist ihnen gelungen. Allerdings nur von 1,3 auf 1,4. Reicht das?

Von der Leyen: [...]

SPIEGEL ONLINE: Trotzdem, eine Steigerung von 0,1 Prozent ist nicht sehr viel. [...]

[ Quelle: SPON ]

Grammatik ist optional

Sonntag, den 17. Februar 2008

Gerade erscheint im SPON ein längerer Artikel zur Steueraffäre um BND, deutsche Manager, Peer Steinbrück und das Fürstentum Liechtenstein und der daraus resultierenden Debatte über Verteilungsgerechtigkeit.

Schon häufiger habe ich mich gefragt, ob es im SPON eigentlich keine Endredaktion gibt, in der Texte vor der Veröffentlichung noch einmal korrekturgelesen werden. Denn die Fehlerrate im SPON ist häufig deutlich höher als bei von Privatpersonen erstellten Artikeln in der Blogosphäre. Natürlich sind wir alle nicht frei von Fehlern, aber genau hier könnte in einem professionell gemachten Online-Medium wie dem Spiegel Online ein Qualitätsmanagement einsetzen, um über das Vier-Augen-Prinzip (oder wahlweise auch noch mehr Augen!) zumindest die gröbsten grammatikalischen Fehler auszumerzen.

SPON, Zeit, ZDF: BND soll Beweise in der Steueraffäre gekauft haben

Samstag, den 16. Februar 2008

Wie ich vorhin geschrieben habe , soll der BND die Beweismittel in der jüngsten Steueraffäre von einem noch unbekannten Mittelsmann gekauft haben; so berichten neben Spiegel Online und Zeit inzwischen auch andere Medien, z.B. das ZDF.

Ich hatte mir schon Gedanken darüber gemacht, warum der BND in einer Angelegenheit tätig ist, die mit der äußeren Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland nichts, aber auch gar nichts zu tun hat.

Außerdem: Es ist moralisch äußerst fragwürdig, wenn Strafverfolgungsbehörden (seien wir, was die Rolle des BND angeht, jetzt einmal großzügig) Beweismaterial kaufen. Es ist wie mit Geständnissen unter Folter: Man weiß nie, ob das, was man bekommt, auch wahr ist.

Früher Start ins Berufsleben

Freitag, den 1. Februar 2008

Im »Spiegel Online« können wir lesen:

Festnahme an einer Schule in Bayern: Ein angehender Lehrer kündigte einen Anschlag auf seinen Ausbilder an. Der Referendar hatte für einen praktischen Teil seiner Ausbildung eine schlechte Note bekommen. Der 40-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.

[ Quelle: SPON ]

Bin ich eigentlich der einzige, der einen 40-jährigen Referendar für ein bisschen seltsam hält?

Bin ich der einzige, der das auf der anderen Seite gar nicht abwegig findet, wenn man sich mal einige der Lehramtsstudierenden an den Universitäten anguckt? Ich meine, Elite ist halt irgendwie anders …

Neocon gefrühstückt?

Dienstag, den 29. Januar 2008

Ganz in Analogie zum beliebten Montagmorgen-Spruch:

Wohl ‘nen Clown gefrühstückt?

wenn jemand besonders wohlgelaunt die neue Arbeitswoche beginnt, frage ich mich gerade, ob in der Spiegel-Online-Redaktion vielleicht einen Neocon zum Frühstück hatte. Wie sonst kann man sich erklären, dass der Artikel »Deutschland in der Sozial-Falle« von Wolfgang Kaden es gestern bis auf die Startseite des SPON geschafft hat?

Ein paar Auszüge gefällig:

Derzeit ist Deutschland dabei, all die Reformrenditen wieder zu verspielen, die es sich in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts höchst mühsam erarbeitet hat (und die ja auch nur ein Anfang sein konnten). Zwei Jahre mit einigermaßen zufriedenstellenden Wirtschaftsdaten – schon wiegen sich die Deutschen wieder in der Illusion, sie könnten die neue internationale Wettbewerbsszenerie mit Nichtachtung strafen.